Topthemen: Zentralkauf weicht Hof-GalerieKaufhof-UmbauHofer Filmtage 2017Gerch

 

Nach Wildunfall verletztes oder totes Tier nie mitnehmen

Unfälle mit Wildtieren sind in der dunklen Jahreszeit keine Seltenheit. Doch wie reagiert man auf Tiere am Wegesrand? Und was soll man bei einem Wildunfall lieber vermeiden?



Bei Wildunfall richtig handeln
Nach einem Wildunfall sollten Autofahrer ein Warndreieck aufstellen.   Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Autofahrer sollten nach einem Wildunfall nie die angefahrenen Tiere mitnehmen. Sie könnten sich der Wilderei schuldig machen - und ohne Handschuhe sollten sie ein totes Tier wegen der Infektionsgefahr gar nicht erst anfassen.

Darauf weisen der ADAC und der Deutsche Jagdverband (DJV) hin, die gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) eine neue Broschüre zum Thema erarbeitet haben. Auch zu nach dem Unfall lebenden Tieren sollten Fahrer zur Sicherheit Abstand halten und verletzten, flüchtenden Tieren nicht folgen. Sie sollten sich aber die Richtung merken, die das Tier eingeschlagen hat, damit ein Jäger es leichter finden kann.

Und so geht es richtig: Nach der Absicherung der Wildunfallstelle mit Warnblinkern und Warndreieck verständigen Autofahrer über den Notruf 110 unter Angabe ihres Standortes die Polizei, oder sie rufen einen Jäger an. Wichtig ist es dann auch, sich von offizieller Seite eine Wildunfallbescheinigung für die Versicherung ausfüllen zu lassen.

Besonders unfallträchtig sind den Autoren der Broschüre zufolge unübersichtliche Wald- und Feldränder in der Dämmerung. Die größte Gefahr droht in der Morgen- und Abenddämmerung, bei Nacht und bei Nebel - vor allem auf in Waldgebieten neugebauten Straßen.

Sieht ein Autofahrer Tiere am Straßenrand, so sollte er abblenden, hupen und bremsen. «Lenkrad festhalten, keine unkontrollierten Ausweichmanöver», raten die Autoren. Und: «Ein Tier kommt selten allein - Autofahrer sollen stets mit Nachzüglern rechnen.»

Die kostenfreie Broschüre «Besser langsam als Wild» ist auf der Internetseite des ADAC erhältlich.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 12. 2017
17:07 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
ADAC Autofahrer Polizei Wildtiere
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Wildunfall

24.10.2017

Sichern und dokumentieren: Richtig handeln nach Wildunfällen

Wenn Unfälle mit Tieren passieren, ist die Unsicherheit groß: Einfach wegfahren, das Reh zum Tierarzt bringen oder doch die Polizei rufen? Dabei ist ein überlegtes Vorgehen sehr wichtig, um nicht Ärger mit der Versicheru... » mehr

Rettungsgasse

04.07.2017

Die Rettungsgasse richtig bilden

Nach dem schweren Busunfall auf der A9 in Nordbayern werden die Rufe nach höheren Strafen für die Blockade von Rettungsgassen lauter. Einige Autofahrer hatten das Durchkommen von Polizei, Feuerwehr und Ärzten behindert. ... » mehr

Parkplatzmarkierung

31.01.2017

Parkplatzkampf im Großstadtdschungel

Parkplatznot gehört in vielen Großstädten zum Alltag. Die Folge: zugeparkte Garagenzufahrten, kleine Schrammen vom Nachbarn und oft so geringe Parkabstände, dass das Ein- und Aussteigen kaum noch möglich ist. Gefallen la... » mehr

Stressiger Stadtverkehr

30.11.2017

Stress in der Stadt: Autofahrer und Radler leiden am meisten

Zum Verkehr in deutschen Städten gibt es viele Daten. Eine Umfrage wollte nun herausfinden: Wie sehen die Verkehrsteilnehmer selbst die Mobilität in ihrer Umgebung? Zwei Städte im Osten schnitten am besten ab. » mehr

Konflikt auf der Straße

29.11.2017

Autofahrer und Radler leiden am stärksten im Straßenverkehr

Zum Verkehr in deutschen Städten gibt es viele Daten. Eine Umfrage wollte nun herausfinden: Wie sehen die Verkehrsteilnehmer selbst die Mobilität in ihrer Umgebung? Zwei Städte im Osten schnitten am besten ab. » mehr

Vereiste Windschutzscheibe

28.11.2017

Ist Guckloch in winterlicher Windschutzscheibe erlaubt?

Gerade wenn es morgens schnell zur Arbeit gehen soll, ist es im Winter eine lästige Angelegenheit: das Freikratzen der Windschutzscheibe. Weniger Aufwand hat, wer sich nur ein Guckloch verschafft. Doch reicht das aus? » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 12. 2017
17:07 Uhr



^