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Gewittergefahren im Auto und Wohnmobil

Der Sommer bringt lange Tage und oft viel Sonne. Aber wo es eben noch freundlich war, kann sich schnell auch ein Unwetter mit Blitz und Donner zusammenbrauen. Wie sollten sich Fahrer von Autos, Wohnmobilen und Motorrädern nun verhalten?



Gewitterwolken über der Straße
Autofahrer sind bei Gewitter in der Autokabine sicher. Die Metallkarosserie leitet Blitze in den Boden ab.   Foto: Patrick Pleul

Autofahrer sind im Fahrzeug in der Regel vor Blitzen sicher. Denn die Konstruktion wirkt wie ein Faradayscher Käfig. Die bis zu mehreren hundert Millionen Volt starken Entladungen leitet die Metallkarosserie in den Boden ab, teilt der ADAC mit.

Auch Cabriofahrer müssen sich in der Regel keine Sorgen machen. In fast jedem Verdeck gibt es Metallstangen, die den Einschlag weiterleiten. Der Rahmen der Windschutzscheibe, ein Überrollbügel und die Mechanik des Verdecks unterstützen die Wirkung. Labortests hätten ergeben, dass zwar beim Einschlag Brandspuren im Verdeck entstehen können, die Situation für Passagiere darunter aber unbedenklich sei. Selbstverständlich müssen Cabriofans das Verdeck schließen, und zwar bereits dann, wenn sich Anzeichen für ein Gewitter mehren.

Wer einen Parkplatz zum Schutz während des Unwetters sucht, wählt sich dafür keine erhöhten Punkte aus. Fenster und Schiebedach schließen Autofahrer und ziehen alle Antennen ein. Dann gilt: keine Metallteile anfassen, die mit der Karosse in Verbindung stehen, so der ADAC.

Doch sind Insassen im Caravan und Wohnmobil auch sicher? Dafür spielt die Bauweise eine wichtige Rolle: Modelle aus reinem Kunststoff, etwa in GFK-Bauweise, bieten keinen Schutz. Eine Alu-Außenhaut oder eine Kunststoffbeplankung auf einem Metallgerüst wirkt aber laut ADAC ebenfalls wie ein Faradayscher Käfig.

Droht ein Gewitter, schließen Camper die Fenster, Türen, Klappdächer und ziehen das außen angebrachte Stromkabel. Der Kontakt mit Wasser etwa beim Duschen und Abwaschen ist tabu. Metallteile des Interieurs meiden Urlauber genauso wie mit dem Kopf in die Nähe des Daches zu kommen. Sicher sei die Fahrerkabine - es sei denn, sie ist aus GFK.

Schlägt der Blitz in ein Fahrzeug ein, kann er nicht nur die Insassen blenden und erschrecken. Auch Schäden etwa an der Elektronik, am Lack oder an den Reifen sind möglich. Der ADAC rät, besonders die Reifen nach einem Einschlag in einer Fachwerkstatt kontrollieren zu lassen. Direkte Blitzschäden decke - soweit vorhanden - meist die Teilkaskoversicherung ab. Hinweise auf eine besondere Gefahr etwa für E-Autos liegen dem ADAC nicht vor.

Motorrad- und Fahrradfahrer sind den Gefahren schutzlos ausgeliefert. Für sie gelten dieselben Schutzmaßnahmen wie für Fußgänger: Exponierte Stellen und hohe Objekte wie Bäume oder Masten meiden. Schutz bietet beispielsweise eine Brücke. Dabei Abstand zum Fahrrad oder dem Motorrad halten. Auf einem freien Feld nehmen Personen eine Kauerstellung ein und nehmen die Füße zusammen.

Gefahr droht Autofahrern bei Gewitter nicht durch Blitzschlag, wohl aber durch schlechte Sicht etwa durch Regen, Hagel sowie durch Aquaplaning, Äste und andere auf die Straße gerissene Hindernisse, warnt der ADAC.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
12. 07. 2018
09:51 Uhr

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