Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

 

Start-up entwickelt faltbares Elektroauto

Es passt fast in jede Parklücke: Ein Faltauto des israelischen Start-ups City Transformer soll Städtern künftig das Leben erleichtern. Das innovative Fahrzeug soll zuerst in Israel auf den Markt kommen, doch die Entwickler haben auch Deutschland im Blick.



Faltbares Elektroauto
Das Faltauto des Start-ups City Transformer hat einen Unterbau, der sich per Knopfdruck ein- und ausfahren lässt. Eingeklappt ist das Fahrzeug nur noch einen Meter breit.   Foto: Smirnov Gleb/City Transformer

Um das Problem des Parkplatzmangels in Städten langfristig zu lösen, hat ein israelisches Start-up ein faltbares Elektroauto entwickelt. Der City Transformer hat einen Unterbau, der sich per Knopfdruck ein- und ausfahren lässt.

Eingeklappt ist das Fahrzeug nur noch einen Meter breit - und passt problemlos in einen Motorradparkplatz. Ausgefahren hat es eine Breite von 1,4 Metern und damit dieselben Proportionen wie ein normales Auto. Der City Transformer fährt nach Angaben des Herstellers mit einer Geschwindigkeit von bis zu 90 Stundenkilometern.

Die Batterie des Elektroautos lässt sich zu Hause oder an öffentlichen Ladestationen aufladen. Zurzeit schafft es mit einer Batterieladung eine Reichweite von 150 Kilometern. «Wir gehen aber davon aus, dass es bis zur Massenproduktion bessere und effizientere Batterien geben wird», sagt Udi Meridor, Innovationschef von City Transformer. Bei der Entwicklung hat unter anderem auch das japanische Unternehmen Yamaha mitgewirkt.

Der finale Prototyp der Autos soll nach Angaben des Herstellers in den nächsten 10 Monaten gelauncht werden. Dann werde auch die offizielle Vorbestell-Kampagne starten. Nach 10.000 Vorbestellungen soll das Auto vom Band rollen, etwa im Jahr 2020, zum Preis von umgerechnet etwa 8785 Euro, so das israelische Unternehmen. Auch Deutschland gehöre zu den anvisierten Märkten. Das Fahrzeug wäre in der EU als Vierrad zugelassen.

Das Auto ist dann für den Privatgebrauch und für Carsharing vorgesehen - zunächst in Tel Aviv, dann auch in europäischen und asiatischen Städten. Eine Version des Kleinstwagens ist speziell für Unternehmen vorgesehen. Es kann Waren bis zu 1000 Kilogramm transportieren.

Außerdem kann das Auto nach Unternehmensangaben hilfreich für Einsätze in schwer zugänglichen Gebieten oder in Menschenmassen sein - zum Beispiel für medizinische Ersthelfer.

Das Start-up plant drei Modelle für den Privatgebrauch und für Carsharing-Flotten: Eine offene Version «Fun», eine geschlossene, wetterfeste Version und eine mit zwei Plätzen auf der Rückbank für Familien. Und auch Privatbesitzer eines City Transformers sollen die Möglichkeit haben, ihr Fahrzeug für Carsharing zur Verfügung zu stellen - und so Geld zu verdienen.

Das Konzept könnte nach Einschätzung eines Autobranchen-Experten auf dem deutschen Markt durchaus Erfolg haben. «Besonders in Großstädten wird das Parkraumproblem wachsen», so Professor Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management an der FH Bergisch Gladbach. «Parkplätze werden knapp und viel teurer werden. Es ist zu erwarten, dass solche Konzepte vermehrt auf die Straße kommen.»

Wichtigster Punkt sei dabei jedoch das Carsharing-Konzept, meint Christoph Stürmer, Analyst der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC. Damit Unternehmen wie der City Transformer Erfolg haben, «müssen sie ihren Hauptmarkt in «shared»-Flotten mit extrem geringen Kilometer-Kosten finden, andernfalls drohen sie in einer technologischen Nische zu verharren.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 10. 2018
10:33 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Auto Carsharing Elektroautos Entwickler Fahrzeuge und Verkehrsmittel Innovation Japanische Unternehmen Kleinstwagen Produktionsunternehmen und Zulieferer Startup-Unternehmen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Mark Gutjahr

26.11.2019

Diese Autofarben liegen im Trend

Weiß, grau oder schwarz - die meisten Autos sind nicht bunt lackiert. Laut Experten ist mittelfristig aber etwas Farbe in Sicht. » mehr

Autokauf: Für wen lohnt sich ein E-Auto?

06.11.2019

Für wen lohnt sich ein reines E-Auto?

Der E-Auto-Kauf soll stärker gefördert werden Aber für wen lohnen sich reine Elektroautos am meisten und wer setzt eher auf Plug-in-Hybride? Sören Heinze vom Auto Club Europa (ACE) gibt Antworten. » mehr

Display in einem E-Auto

12.08.2019

Welche Versicherungen sich für E-Autos eignen

Bei Elektroautos ist vieles anders: Strom statt Sprit, E-Motor statt Verbrenner und der klassische Ölwechsel entfällt auch. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist aber weiter nötig. Wer zudem eine Vollkasko möchte, kann sp... » mehr

Ladestation für Elektroauto

18.09.2019

Haben E-Autos die bessere Ökobilanz als Benziner und Diesel?

E-Autos sind ein Segen für die Umwelt, sagen die einen. Von wegen! E-Autos sind aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll, sagen die anderen. Und wer hat nun Recht? » mehr

Schneller Service

12.11.2019

Wie tanken E-Autofahrer am besten?

Jede Menge Bezahlmethoden, Preisgefälle, Roaming-Optionen: An der Ladesäule für E-Autos herrscht große Verwirrung. Wo liegen die Probleme, und lichtet sich der Tarifdschungel bald? » mehr

Carsharing

02.12.2019

Deutsche setzen weiter auf eigenes Auto

Neue Mobilitätsangebote wie Car- oder Ridesharing sollen die Straßen entlasten. Doch eine aktuelle Studie zeigt: Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 10. 2018
10:33 Uhr



^