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Beim Kauf gebrauchter E-Autos besonders auf Batterie achten

Der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos ist noch recht überschaubar. Und die Nachfrage? Kaufinteressierte sind sich oft nicht sicher, was es bei den Stromern zu beachten gibt. Ein paar Tipps:



Auf Batterie achten
Einstöpseln statt tanken: Der Batterie und den Ladebedingungen schenken Käufer gebrauchter E-Autos besser große Aufmerksamkeit. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn   Foto: dpa

Wer über den Kauf eines gebrauchten Elektroautos nachdenkt, sollte sich vor allem mit der Batterie und ihrer Leistung auseinandersetzen. Denn sie ist die teuerste und wichtigste Komponente eines E-Autos.

Oft halten die Batterien aber länger, als die Hersteller sagen, erklärt Volker Blandow, Leiter Elektromobilität beim Tüv Süd. Wird der Gebrauchtwagen über einen Händler gekauft, lassen sich etwa die Anzahl der Schnellladevorgänge und die Restkapazität anhand eines Zustandsberichts überprüfen.

Vor allem Art und Häufigkeit der Ladung haben eine Auswirkung auf die Lebensdauer und Leistung der Batterie. Der Tüv Süd rät, das Auto nur in Einzelfällen über die normale Steckdose zu laden, da die Leistung oft viel zu gering ist. Autobesitzer sollten sich lieber eine 11-kW-Wallbox für die Garage oder den Parkplatz anschaffen.

Für schnelles Laden stehen öffentliche Schnelllader bereit - auf den Autobahnen werden solche Ladestationen aktuell flächendeckend eingerichtet, so die Prüforganisation. Allerdings können ältere E-Autos dort nicht die volle Leistung, sondern nur bis 50 kW nutzen. Aber selbst dann reichten 15 bis 20 Minuten für etwa 100 neue Kilometer.

Wichtig ist es, vor einem Kauf zu überprüfen, wie der Wagen geladen werden kann. Die meisten Elektroautos verfügen zwar über Batterien mit 11 kW-Ladern oder auch 22-kW-Ladern. E-Autos der ersten und zweiten Generation haben aber oft nur 3,7 kW-Anschlüsse, und laden damit deutlich langsamer.

Der Tüv Süd rät zu einem Wagen, der regelmäßig bewegt wurde. Ein hoher Kilometerstand spielt demnach zumindest für die Zuverlässigkeit des elektrischen Antriebs nur eine Nebenrolle. Der Motor selbst ist wartungsfrei. Auch Bremsen halten laut Tüv Süd bei den E-Autos länger. Sie werden durch die Bremswirkung bei der Rekuperation entlastet. Dabei wandelt der Motor wie ein Generator einen Teil der Bewegungsenergie in elektrische Energie um, wenn man vom Gas geht.

Andere Bauteile wie etwa Stoßdämpfer sind indes den gleichen Belastungen ausgesetzt wie beim normalen Verbrenner, weshalb die Laufleistung weiter ein Aspekt bleibt. Ebenso wie der Gesamtzustand des Autos. Die Reifen eines E-Autos verschleißen durch das hohe Drehmoment meist schneller als beim normalen Verbrenner.

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dpa

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Veröffentlicht am:
29. 03. 2019
11:54 Uhr

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29. 03. 2019
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