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So läuft der Reifenwechsel rund

Sobald die Straßen glatt und eisig sind, ist eine Winterbereifung für Autofahrer Pflicht. Doch beim Wechseln und Einlagern der Reifen können Laien einiges falsch machen. Was Sie dabei beachten müssen.



So läuft der Reifenwechsel rund
Beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen müssen Autofahrer das Profil genau prüfen.   Foto: Kai Remmers/dpa-tmn/Illustration

Sobald sich Schneematsch, Eis oder Glätte auf den Straßen befindet, ist eine Winterbereifung gesetzlich vorgeschrieben. Doch am besten kümmern sich Autofahrer frühzeitig um den Reifenwechsel - also bevor die Winterwitterung eintritt, rät Torsten Hesse vom Tüv Thüringen.

Spätestens ab Mitte November sollten Autofahrer mit Winter-Pneus unterwegs sein. Denn dann können sich die Temperaturen auch tagsüber dauerhaft im Frostbereich bewegen.

Schäden und Verletzungen vermeiden

Wer die Reifen in Eigenregie wechseln will, muss sich gut auskennen. Den Wagenheber sollte man nur auf einem ebenen und festen Untergrund ansetzen, um Schäden im Schwellerbereich der Karosserie sowie Verletzungen zu vermeiden. Und beim Anziehen der Radmutter sollte man sich nicht nur auf sein Gefühl verlassen - dabei muss man unbedingt den vorgeschriebenen Drehmoment beachten, warnt Hesse.

Ist die Laufrichtung bei Rädern vorgeschrieben, muss man diese richtig herum montieren. Dabei den Pfeil auf der Reifenflanke beachten, der anhand des Wortes «Rotation» die Laufrichtung angibt.

Ein weiterer kritischer Punkt: Beim Montieren können Unwuchten in den Rädern entstehen. Und diese können dazu führen, dass das Reifenprofil ungleichmäßig abgefahren wird.

Reifen nach dem Wechsel richtig einlagern

Auch beim Einlagern der Räder müssen Autofahrer einiges beachten. Zunächst sollte man die Reifen genau kontrollieren und dabei auf Schäden wie Risse, Schlitze oder Deformationen achten. Dazu gehört auch, kleine Steinchen aus dem Reifenprofil zu entfernen.

Auch die Profiltiefe sollte man prüfen. Sie muss den Vorschriften entsprechen - in Deutschland sind mindestens 1,6 Millimeter vorgeschrieben, den Grenzwert sollte man aber nicht ausreizen.

Vor dem Einlagern ist es ratsam, die Reifen und Felgen zu säubern. Und laut Herstellerempfehlung sollte man den Reifendruck um 0,5 bar erhöhen. Sinnvoll ist es auch, die Reifen vor dem Einlagern zu markieren - etwa mit Kreide auf die Reifenflanke VR für vorne rechts, und HL für hinten links schreiben. So ist sofort klar, wie man sie montieren muss, wenn der nächsten Wechsel ansteht.

Die geeignete Position finden

Wichtig ist es auch, die Räder in einem geeigneten Raum zu lagern. Idealerweise sind die Reifen dort weder direktem Sonnenlicht noch Temperaturschwankungen ausgesetzt. Beides schadet dem Material.

Reifen ohne Felge kann man stehend aufbewahren - dann aber einmal im Monat die Reifen etwa eine Viertel Drehung bewegen. Auf Felge aufgezogene Reifen kann man hingegen liegend lagern und übereinander stapeln. Um die Reifen zu entlasten, bieten sich für die Lagerung auch Felgenbäume oder spezielle Wandhalterungen an.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
31. 10. 2019
09:34 Uhr

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31. 10. 2019
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