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Garage oder Carport - Was ist die bessere Parklösung?

Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind. Entsprechend gut werden die Fahrzeuge behandelt, wozu auch der richtige nächtliche Abstellplatz gehört. Doch beim Thema Carport oder Garage scheiden sich die Geister.



Carport
Luftige Angelegenheit: Bei einem Carport müssen sich die Besitzer keine Sorgen um die Belüftung des Autos machen.   Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn » zu den Bildern

Stuttgart(dpa/tmn) - Wohin mit dem Auto, wenn es nicht bewegt wird? Garage und Carport sind Klassiker. Wer aufs Portemonnaie schaut, entscheidet sich wohl für das Carport, die eindeutig günstigere Lösung.

«Vorgefertigte Bausätze aus Holz gibt es bereits ab rund 1000 Euro, während eine Garage leicht das Fünffache kosten kann», sagt Philipp Sander vom Automobilclub Mobil in Deutschland. Vor allem wenn eine Garage individuell geplant und gebaut wird, steigen die Kosten. Und ganz ohne lästigen Papierkram funktioniert beides nicht: «Für beide Varianten gilt, dass eine Bauanzeige und oft auch eine Baugenehmigung benötigt wird.»

Vom Sicherheitsaspekt her ist die abschließbare Garage im Vorteil. «Das Fahrzeug ist hier viel besser vor Blicken, Diebstahl und Vandalismus geschützt», sagt Marcel Mühlich vom Auto Club Europa (ACE). Vor allem wertvolle oder seltene Autos sollten ihre Besitzer besser stets in einer Garage abstellen. Das gilt auch für witterungsempfindliche Autos wie Oldtimer oder Cabrios.

Ein weiterer Aspekt: Die Garage bietet absoluten Schutz vor Marderbissen. Daneben, so Sander, eigne sich eine Garage natürlich auch gut als Stauraum für Reifen, Autozubehör und sonstige Gegenstände. Aber: «Während sich in der Garage gern die Feuchtigkeit nach einer Regenfahrt sammelt, ist ein Carport viel besser belüftet», sagt Mühlich. «Das Auto rostet dort sicherlich nicht so schnell.» Eine Garage sollte daher immer auch gut belüftet werden.

Bei der Versicherung lässt sich mit dem sogenannten «Garagenrabatt» Geld sparen. «Die Unterscheidung zwischen Straße und Garage nimmt der Versicherer vor, da statistisch geringere Schadensregulierungskosten für Fahrzeuge entstehen, die nicht im Freien abgestellt werden», sagt Jens Dötsch, Fachanwalt für Verkehrs- und Versicherungsrecht. Hierdurch könnten zahlreiche Schäden vermieden werden: Beschädigungen durch Dritte, durch Unwetter oder auch durch Diebstahl.

Ein Garagenstellplatz wirkt sich dabei am günstigsten auf die Prämie aus. «Im Carport hingegen ist das Fahrzeug dem Zugriff nicht vollständig entzogen, weswegen der Rabatt geringer ausfällt.» Wie hoch der Garagenrabatt ausfällt, hängt letztlich auch von der Fahrzeug-Typklasse und der Schadensfreiheitsklasse ab. Genaue Zahlen nennt kein Versicherer, meist jedoch bewegt sich der Nachlass zwischen drei und fünf Prozent.

Wer weder Carport noch Garage zur Verfügung hat, kann auch auf eine mobile Halb- oder Vollgarage in Form eines Überzugs setzen. «Für Laternenparker ist das zumindest eine gute Möglichkeit, um sich im Winter das Eiskratzen zu sparen und im Sommer das Auto vor den heißen Sonnenstrahlen zu schützen», sagt Mühlich. Auch Vogelkot oder andere Verschmutzungen bleiben so außen vor. «Nachteil dieser einfachen und effektiven Lösung, neben dem zeitraubenden Anlegen des Überziehers: Wohin anschließend mit dem nassen Ding?»

Daneben können mobile Überziehgaragen den Lack zerkratzen, wenn Auto oder Plane nicht ganz sauber sind. «Wenn dann Wind aufkommt, wirken die Schmutzpartikel wie Schmirgelpapier», erklärt Mühlich. In größeren Innenstädten sind klassische Carports eher selten. Wer sein Auto hier überdacht abstellen will, hat aber die Auswahl zwischen Parkhäusern, Tiefgaragen oder Anwohner-Parkgaragen. In vielen größeren Parkgaragen würden häufig einzelne Ebenen an Dauermieter vergeben, so der Automobilclub Mobil in Deutschland.

Daneben bestehe unter Umständen auch die Möglichkeit, in einem Wohnhaus der Nachbarschaft einen Stellplatz zu mieten, sagt Sander: «Im Internet gibt es diverse Seiten, auf denen private und gewerbliche Anbieter Stellplätze anbieten.» Die Preisspanne ist breit und bewegt sich zwischen 50 und 200 Euro pro Monat.

Veröffentlicht am:
25. 08. 2017
04:45 Uhr

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dpa

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Veröffentlicht am:
25. 08. 2017
04:45 Uhr



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