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Interieur des Autos richtig pflegen

Auto waschen und polieren ja - aber wie schaut's innen aus? Wenn Gummi, Plastik und Leder im Auto-Innenraum altern, können Autobesitzer etwas tun - und müssen dabei noch nicht mal Profi sein.



Pflege ohne Reue
Finger weg von scharfen Reinigern im Innenraum.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn » zu den Bildern

Im Sommer traktieren UV-Strahlung und Hitze Armaturen und Leder. Im Winter müssen Dichtungsgummis Kälte und Nässe wegstecken. Das Interieur eines Autos muss viel aushalten. Damit die Innenausstattung auch noch nach vielen Jahren wie neu wirkt, muss man gar kein Profi sein - ein paar einfache Tricks wirken manchmal Wunder.

Bei jedem Öffnen und Schließen der Türen werden die Gummidichtungen gequetscht und in Mitleidenschaft gezogen, sagt Christian Petzoldt. Im Innenraum greifen hohe Luftfeuchtigkeit und Schweiß mit der Zeit alle Materialien an. «Wenn wir nichts tun, können wir dabei zuschauen, wie solche Sachen immer schlechter werden», sagt der Autopflege-Spezialist.

Die richtige Pflege macht's

Wer die Materialien regelmäßig pflegt, kann sich noch in fünf Jahren über ein neu wirkendes Auto freuen. Dichtungsgummis an den Türen sollten Autofahrer im Frühjahr und im Herbst reinigen und pflegen. «Sind es neuwertige Gummidichtungen, dann reicht eine einfache Reinigung aus. Ist die Dichtung etwas älter, kann man mit Mitteln wie Glycerin, Talkum oder Hirschtalkstift nachhelfen», sagt Petzoldt.

Zuerst sollte man Dreck mit einfachem Haushaltsreiniger von den Gummis entfernen. Das A und O dabei sei es, den scharfen Reiniger mit klarem Wasser zu neutralisieren. Dabei reicht es, mit einem feuchten Tuch sorgfältig nachzureiben. Danach kann man das Pflegemittel auftragen. «Die besseren sind silikonfrei», so Petzoldt, «weil Silikone Gummi nach Jahren immer weicher machen und dann auch zerstören.»

Schweiß greift Leder an

Leder braucht erst ab dem zweiten Jahr gepflegt zu werden, sagt Petzoldt. Wenn man mit schwitzigen Händen immer wieder das Lenkrad an derselben Stelle anfasst, quelle es an dieser Stelle irgendwann auf oder die Farbe gehe ab, sagt er. «Wenn ein Ledersitz porös wird, reißt er unter Umständen ein», sagt Sören Heinze vom Auto Club Europa (ACE). Schweiß und Sonnencreme seien dabei oft die Übeltäter.

Petzoldt empfiehlt ein Pflegemittel, das eine Schweißbarriere aufbaut. Es gebe fettfreie Mittel, die aus dem Reitsport kommen, erzählt er. Zaumzeug muss vor dem Pferdeschweiß geschützt werden. Diese Mittel könne man sich auch im Auto zunutze machen.

Wie geht's richtig?

Zwischendurch immer mal wieder Kunststoffflächen wie Armaturenbretter mit mildem Seifenwasser und weichem Tuch reinigen. Ein Kunststoff- oder Cockpitreiniger kann stärkere Verschmutzungen entfernen. Die Reinigung werde auf diesen Oberflächen durch weiche Mikrofasertücher wirksam unterstützt und verbessert, erklärt Petzoldt. «Weiche Tücher deshalb, um feine Kratzer und Spuren auf sensiblen Oberflächen wie zum Beispiel Navi-Displays zu vermeiden.»

Wann der Gummi nicht mehr zu retten ist

Wenn der Dichtungsgummi porös wird, kann Wasser eindringen. Im Winter kann dieses dann frieren und man bekommt am Morgen unter Umständen die Tür nicht mehr auf. Im Schlimmsten Fall kann durch entstandene Risse Nässe ins Auto kommen und die Innenmaterialien angreifen. «Wenn man lautere Windgeräusche hört oder es reintropft, ist der Gummi richtig kaputt», sagt Heinze. Er rät, den Gummi auszutauschen, sobald er eingerissen ist.

Veröffentlicht am:
17. 12. 2019
05:14 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
17. 12. 2019
05:14 Uhr



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