Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom WochenendeHofer Filmtage 2019EhrenamtskampagneVER Selb

 

Eclipse Cross D: Schräge Vernunft

So recht haben sie bei Mitsubishi wohl nicht dran glauben wollen, dass der Trend zum Kompakt-SUV läuft und läuft und läuft. Erst im vergangenen Jahr hat sich mit dem Eclipse Cross die Lücke zwischen dem großen Outlander und dem kleinen ASX geschlossen. Eine vergleichsweise späte Einsicht. Wurden doch im Zeichen der drei Diamanten schon Geländegänger feilgeboten, als Sport-Nützlinge noch nicht mal ansatzweise ein Trend waren.



Eclipse Cross D   » zu den Bildern

Dass nun ausgerechnet ein Modell ins Licht führt, dessen Übersetzung "Finsternis" lautet, darf man getrost als Marketing-Gag verbuchen. Anleihen beim gleichnamigen Sportcoupé der 1990er-Jahre gibt es nämlich kaum. Wie auch immer: Um in der Masse nicht unterzugehen, hat Mitsubishi den 4,40 Meter langen Eclipse Cross betont auffällig gezeichnet. Vor allem das Heck ist im Wortsinn schräg geraten. Und ja: So viel Courage hat echte Anerkennung verdient. Finster jedenfalls sieht anders aus.

Zur Freude aller Diesel-Fahrer gibt es das Modell ab sofort auch mit einem Selbstzünder. Selbstverständlich nach neuester Norm und mit AdBlue-Einspritzung samt SCR-Kat. Jeder fünfte Käufer, glauben sie bei Mitsubishi, wird sich trotz zunehmender politischer Ächtung des kerzenlosen Antriebs für diese Vernunft-Variante entscheiden. Und mehr Auswahl ist dann vorerst auch nicht. Auf elektrische Unterstützung muss man wohl noch bis mindestens 2020 warten.

Aus 2,2 Litern Hubraum schöpft der Vierzylinder geräuscharme 148 PS und ist ab Werk stets mit Acht-Stufen-Wandler samt zwei getriebenen Achsen kombiniert. Die Vorteile im Vergleich zum 163 PS starken Benziner sind nicht nur der bessere Verbrauch und das höhere Drehmoment – er darf mit zwei Tonnen auch ganze 400 Kilo mehr an den Haken nehmen. In diesem Segment ein nicht unwichtiges Kriterium.

Seinen Job erledigt das Triebwerk höchst ordentlich. Immerhin muss es 1,8 Tonnen in Schwung bringen und für kecke Spurts ist der Eclipse Cross ohnehin nicht gedacht. Das Fahrwerk samt 18 Zoll großen Rädern hält den Wagen schön im Lot und bewahrt trotzdem ausreichend Komfort für die gemütliche Tour. Wer trotz allem mal auf ein bisschen Spaß aus ist – die Torque-Vectoring-Technik aus der Rallye-Ikone Lancer Evo macht mit klugen Eingriffen auch sportliche Kurvenfahrt möglich.

Ganz so futuristisch wie es von außen scheint, geht’s innen zum Glück nicht weiter. So gibt es neben schickem Interieur und der üblichen Assistenz zwar Touchscreen, Rückfahrkamera und – in der Top-Version – ein Head-up-Display, aber eben auch noch klassische Schalter. Die Rückbank lässt sich 20 Zentimeter verschieben und gibt zwischen 360 und 485 Liter Laderaum frei. Mit umgeklappter Lehne sind es bis zu 1159. Und trotz kühner Linie sitzt man auch hinten auskömmlich. Nur beim Einsteigen muss man dort das Haupt ein wenig senken – als kleine Verbeugung vor dem Design.

Los geht’s bei offiziellen 31 590 Euro. Für die Top-Version ruft Mitsubishi ab 37 290 Euro auf. Vorteil für Frühentschlossene: Bis Ende August gibt’s 3000 Euro Nachlass. Weiterhin im Angebot bleibt der 1,5-Liter-Turbo-Benziner (163 PS), der auch mit Frontantrieb (ab 21 990 Euro) geordert werden kann. Und keine Angst: Die vom Lichtband dividierte Heckscheibe des Eclipse Cross bietet rückblickend betrachtet mehr Durchblick als manch einteiliger Sehschlitz.

Autor

Wolfgang Plank

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
05. 04. 2019
16:17 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Australien Stock Index Laughing - big grin Mitsubishi Sportcoupés
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema

27.05.2019

Halb Porsche, halb VW – der 914 mit Mittelmotor wird 50

Mit einer fünf Wochen dauernden Sonderschau feiert das Porsche Museum den 50. Geburtstag des Mittelmotor-Modells 914. Den Auftakt bildet am 2. Juni der "Typisch Porsche Tag", zu dem alle Fans des legendären Zweisitzers e... » mehr

11.10.2019

Mitsubishi L200: Kerl mit Kante

Ginge es nach dem Anschein, man könnte bei jedem dritten Auto glauben, es tauge für eine mittelschwere Expedition. Dabei sehen die meisten Fahrer in einem bekiesten Parkplatz schon die abenteuerlichste aller Offroad-Akti... » mehr

25.01.2018

Mitsubishi Eclipse Cross: Echt schräger Hoffnungsträger

Ein bisschen muss man fast Mitleid haben. Da gibt es Menschen, die seit fünf Jahren bei Mitsubishi arbeiten - und keine Vorstellung eines neuen Autos erlebten. Obwohl die Japaner mit Renault/Nissan die weltweit absatzstä... » mehr

07.06.2019

Maserati Ghibli D: Geölter Dreizack

Nein, mal eben unauffällig am Nachbarn vorbeimogeln geht leider nicht. Dieses Auto ist ein Bekenntnis. Optisch wie akustisch. Und so weiß die Umgebung vielleicht nicht auf den ersten Blick, womit genau man da unterwegs i... » mehr

05.09.2019

50 Jahre Capri: Der Ford, der Colt hätte heißen sollen

Schon der Name traf damals eine deutsche Sehnsucht: Capri. Die Insel im Golf von Neapel war das Traumziel schlechthin - und vor 50 Jahren kam das längst legendäre Sportcoupé von Ford auf den Markt. Der nur 6995 Mark teur... » mehr

31.08.2019

Messe gelesen?

Zu teuer, zu altmodisch: Immer mehr Hersteller bleiben der IAA fern. Was gäbe es auch noch groß zu zeigen? » mehr

Autor

Wolfgang Plank

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
05. 04. 2019
16:17 Uhr



^