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Höchste Zeit für Spannung und ausreichend Profil

So wunderbar dieser Sommer auch war, so sensationell der Spätherbst - es ist vorbei. Ein paar Tage hin oder her vielleicht noch, aber dann kommen Nieselgrau und Frost. Endgültig. Und das ist nicht nur eine Frage der Mode, sondern auch der sicheren Fortbewegung. Also: Nicht nur die warmen Jacken herauskramen - sondern auch mal daran denken, das Auto kälte- und eistauglich zu machen.



 

Dazu gehört selbstverständlich genügend Frostschutz in Kühlwasser und Scheiben-Waschanlage. Und natürlich ist es allerhöchste Zeit, Profil zu gewinnen. Winterreifen sind zwar nicht generell Pflicht, wohl aber "bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte". Dann, so steht es seit 2010 in der Straßenverkehrsordnung, "dürfen Autos mit Sommerreifen nicht auf öffentlichen Straßen fahren". Wer das bei Minusgraden auf trockener Straße tut, handelt zwar juristisch korrekt, fahrphysikalisch aber höchst fragwürdig.

Denn grundsätzlich fährt man Winterreifen nicht wegen der Gesetzeslage, sondern zur eigenen Sicherheit. Das spezielle Lamellen-Profil, vor allem aber die deutlich weichere Gummimischung sind Sommerreifen bei Kälte, Eis und Schnee turmhoch überlegen. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern halten Experten allerdings für zu gering und empfehlen mindestens vier. Schon damit verlängert sich der Bremsweg gegenüber einem neuen Reifen um sechs Meter, bei nur noch zwei Millimetern aber sind es schon elf.

Wer bei entsprechender Witterung ohne Winterreifen unterwegs ist, muss auf jeden Fall mit einem Punkt in Flensburg rechnen. Dazu kommen 60 Euro Bußgeld, bei einer Behinderung des Verkehrs sind es 80 Euro, bei Gefährdung 100 Euro. Ist gar ein Unfall die Folge falscher Bereifung, werden 120 Euro fällig.

Auch die Bordausrüstung kann man vor den ersten ganz kalten Tagen schon mal aktualisieren. Eiskratzer, Starthilfekabel, Abschleppseil, eine kleine Schaufel und selbstverständlich eine Taschenlampe sollten ab jetzt stets dabei sein. Am besten auch eine Wolldecke, Mütze, Handschuhe und feste Schuhe. Und ausreichend Sprit im Tank zu haben ist sicher keine schlechte Idee.

Auch den Handy-Akku sollte man stets gut geladen halten. Immerhin ist es im Notfall die einzige Chance, um auf einer einsamen Straße Hilfe holen zu können – ohne kilometerweiten Fußmarsch. Die einheitliche europaweite Notrufnummer lautet 112. Sie kann kostenfrei vom Festnetz oder Mobiltelefon überall in der EU genutzt werden.

Übrigens: Die meisten Batterien geben in der ersten Frostnacht den Geist auf. Besser also jetzt prüfen lassen, ob der Start-Akku noch taugt. Dann kann der Winter ruhig kommen . . .

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
16. 11. 2018
11:45 Uhr

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16. 11. 2018
11:45 Uhr



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