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Seat 4x4: Für Spuren im Schnee

Zugegeben: Beim Stichwort Winter fällt einem Seat spontan sicher nicht als erste Marke ein. Irgendwie verbindet man die Spanier dann doch eher mit südländischer Sonne, Sportlichkeit und scharf gezeichnetem Design. Was eine begrenzte Sicht der Dinge ist. Denn auch im Schnee schlagen sich die aktuellen Modelle höchst achtbar. Vor allem diejenigen, bei denen im Bedarfsfall zwei Achsen für Vortrieb sorgen.



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Allen voran natürlich der Ateca (mit Allrad ab 27 270 Euro). Der wühlt sich selbst in tieferen Wehen weiter und kommt sogar noch voran, wenn zwei seiner vier Beine in der Luft hängen. Hier ist nicht Ende Gelände, sondern Anfang. Aber das darf man von einem SUV schließlich erwarten. Auch wenn derart schwieriges Terrain wohl die wenigsten Exemplare jemals unter die bis zu 19 Zoll großen Räder bekommen.

Ähnlich stramm marschiert der Leon X-Perience (mit Allrad ab 31 260 Euro). Der kunststoffbeplankte Schlechtwegerich mit drei Zentimetern mehr Luft nach unten ist zwar schon ein bisschen angejahrt, seinen technischen Qualitäten indes tut das keinerlei Abbruch. Selbst das Anfahren am tief verschneiten Bergpfad meistert er mit Bravour.

Am sportlichsten erledigt den eiskalten Job der Cupra ST 4x4 (ab 40 400 Euro). Das Stärkste, was Seat je auf die breiten Räder gestellt hat. 300 PS haut der Zwei-Liter-Turbo dem feurigen Katalanen auf die Antriebswellen – allerdings nur beim Kombi vorne wie hinten. Genau damit aber lässt sich auf glattem Geläuf deutlich besser mit den Haftungs-Reserven spielen.

Die 100 Kilo Mehrgewicht des Antriebsstranges wiegt der souveräne Fahrspaß allemal auf. Was die Elektronik auch immer ausrechnet – das Einzige, was man im sportlich engen Sitz spürt, ist das gelungene Ergebnis. Nur richtig tief sollte der Schnee besser nicht werden. Da ist die sportliche Bodennähe dann doch eher hinderlich.

Etwas abgehobener kommt da der neue Arona (ab 15 990 Euro) daher. Der zieht zwar auch auf weißem Grund ordentlich seine Spur, allerdings bringt hier stets nur die Vorderachse Kraft auf den Boden. Elektronisch klug geregelt, weil es durchdrehenden Rädern nun mal an Grip gebricht, aber eben technisch limitiert, wenn auch achtern Schub vonnöten wäre.

Sei’s drum. In den ersten drei Monaten seit seinem Erscheinen hat sich der Arona schon mehr als 5000 mal verkauft und mit dazu beigetragen, dass Deutschland-Chef Bernhard Bauer vom Rekordjahr 2017 als einem "Hammer" schwärmt. War es doch mit elf Prozent mehr für Seat die achte Absatzsteigerung in Folge: plus 50 Prozent bei Privatkunden, plus 23 Prozent im Flottengeschäft. Besonders stolz aber sind sie in Weiterstadt auf ein Minus – und zwar von 45 Prozent bei den taktischen Zulassungen.

Natürlich wissen die Kunden, dass unter spanischer Grandezza deutsche Technik steckt. Aber weil die Käufer im Schnitt zehn Jahre jünger sind als bei der Konkurrenz, sieht man sich bei Seat auch ganz selbstbewusst als die Marke im Konzern, die maßgeblich für den Einstieg sorgt.

Damit das so bleibt, wollen sie nicht nur den Namen Cupra als eigene Sport-Marke etablieren – und im Herbst kommt auch Neues auf Rädern. Ein großes SUV mit bis zu sieben Sitzen. Kein Ateca XL, heißt es, sondern ein eigenständiges Modell. Für Spuren im Schnee taugt es ganz sicher.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
25. 01. 2018
20:15 Uhr

Aktualisiert am:
31. 01. 2018
22:50 Uhr

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20:15 Uhr

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