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Kahlschlag beim 1. FCN - Was folgt im Sommer?

Noch vor einem Jahr war die Euphorie beim 1. FC Nürnberg groß. Dem Verein gelang es, sich durch attraktiven Fußball bis in das Oberhaus zu spielen. Der besondere Schwung, den die Mannschaft als Kollektiv dabei entfachen konnte, schien ausreichend zu sein, um das schwere erste Jahr dort zu überstehen. Nach der Ernüchterung der Spielzeit folgte der personelle Umbruch auf der Führungsebene. Doch wie wird es im Sommer für die Franken weitergehen?



Stadion
  Foto: robert-bye-unsplash

Wer kann gehalten werden?

An erster Stelle wird für den Club die Frage stehen, welche Spieler überhaupt in der Mannschaft gehalten werden können. Um den Schritt in die Bundesliga zu schaffen, wurde noch einmal gezielt investiert. Nun liegt es an den Spielern, ob sie den weiteren schweren Weg in Nürnberg gehen oder sich für andere Offerten entscheiden, die bisweilen finanziell lukrativer sind.

Mit Simon Rhein oder Eduard Löwen gibt es bereits junge Talente, welche über die kommenden Jahre zu tragenden Säulen der Mannschaft heranreifen sollen. Hier müssen die Verantwortlichen Überzeugungsarbeit leisten, um sie weiterhin im Verein zu halten, wodurch mehr Konstanz in den Kader kommen könnte, als noch in den letzten Jahren.

Die Quoten der Buchmacher sprachen über weite Strecken der Saison für die Außenseiterrolle der Nürnberger. Welche Anbieter dabei noch die besten Quoten vorweisen konnten, zeigt die Website online-sportwette.net. Grundlegend für die schwache Einstufung war vor allem die defensive Leistung. Gemeinsam mit dem VfB Stuttgart stellte der Club über weite Strecken des Jahres die schwächste Abwehr der Liga. Da auch in der Offensive nur spärliche Treffer erzielt werden konnten, spiegelte sich diese Schwachstelle sehr schnell in den Ergebnissen wider. Hier wird es für die Verantwortlichen wichtig sein, so schnell wie möglich Schritte des Ausgleichs in die Wege zu leiten, um sich von diesem Druck nachhaltig befreien zu können.

Herausforderungen des Transfermarkts

Bereits im Winter zeigte sich, dass der Club finanziell nicht dazu in der Lage ist, große Sprünge zu machen. Angesichts der ernsten sportlichen Lage gingen viele Fans davon aus, dass nun Geld in die Hand genommen werden würde, um für eine Verstärkung des Kaders zu sorgen. Doch die Kassen in Nürnberg boten unter dem Strich nicht die Möglichkeit, diesen Schritt zu wagen. Mit Ivo Ilicevic wurde nur ein Neuzugang präsentiert. Ihm wiederum fehlte über einen langen Zeitraum die Spielpraxis in der ersten Fußball Bundesliga. Zudem überschritt er seinen sportlichen Zenit bereits bei seinen vorherigen Stationen, inzwischen ist er 32 Jahre alt.

Doch die Herausforderungen und Probleme bei der Suche auf dem Transfermarkt werden auch im kommenden Jahr nicht kleiner werden. Durch die großen Summen, welche über die TV-Rechte in den Markt gepumpt werden, sind vor allem die international agierenden Klubs dazu in der Lage, von der Entwicklung zu profitieren. In Nürnberg zeigt sich sehr deutlich die Kehrseite der Entwicklung. So muss es in erster Linie die eigene Jugend sein, auf die beim Aufbau eines neuen Kaders gebaut wird. Dass so keine sofortigen Erfolge erzielt werden können, dürfte allen Beteiligten klar sein. Doch auf lange Sicht kann eine nachhaltige Ausrichtung erste Früchte tragen. Die Fans werden diese Entwicklung in jedem Fall mit großer Spannung verfolgen und auf eine rasche Trendwende für den Club hoffen.

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