Lade Login-Box.
Topthemen: Video: Hof im Radwege-CheckHof-GalerieStromtrasse durch die RegionGerch

 

YouTube setzt Hürde für Anzeigen bei neuen Profilen

Noch vor wenigen Tagen sah sich YouTube in der Aufregung um Anzeigen neben extremistischen Videos an den Pranger gestellt. Jetzt nimmt Googles Videoplattform neuen Kanälen die Möglichkeit, gleich von Anfang an Werbung zu schalten - bisher ein Grundstein des Geschäfts.



YouTube
YouTube ändert seine Regeln für das Schalten von Werbung. Künftig dürfen Kanal-Betreiber erst Reklame anzeigen, wenn die Videos 10 000 Mal abgerufen wurden. Foto: Nicolas Armer/dpa  

Nach dem Eklat um das Auftauchen von Marken-Werbung neben extremistischen YouTube-Videos gibt es die erste einschneidende Änderung am Geschäftsmodell.

Auf Kanälen bei der Google-Videoplattform wird künftig erst Werbung angezeigt, wenn ihre Videos 10 000 Mal abgerufen wurden. Das gebe dem Internet-Konzern die Möglichkeit, erst festzustellen, ob die Betreiber des Profils sich an die Regeln halten, hieß es in einem Blogeintrag .

YouTube hatte vor rund fünf Jahren allen erlaubt, sofort Werbung vor ihren Videos zu schalten. Das wurde zu einem attraktiven Grundpfeiler des Geschäftsmodells, sorgte auch für Probleme, weil einige versuchten, mit fremden Inhalten schnell Geld zu machen. Google kämpfte dagegen mit seiner «Content-ID»-Software an, die Videos automatisch identifizieren kann. Jetzt sollen die Kanal-Betreiber nach erreichen der Marke von 10 000 Abrufen zusätzlich überprüft werden.

Zuletzt sah sich Google in der Debatte um die unglückliche Platzierung von Werbevideos noch unverhältnismäßig an den Pranger gestellt. Nur ein «winziger» Anteil der Anzeigen sei davon betroffen gewesen, sagte Google-Manager Philipp Schindler dem Tech-Blog «Recode». In ersten Schritten gab YouTube Anzeigenkunden mehr Kontrolle darüber, wo ihre Werbung zu sehen ist. Außerdem gibt es nun mehr Kategorien von Videos, neben denen grundsätzlich keine Werbung angezeigt wird.

Das Problem bekam breite Öffentlichkeit nach einem Bericht der Londoner «Times». Unter anderem die BBC, die amerikanischen Telekom-Konzerne Verizon und AT&T, der Konsumgüter-Riese Johnson & Johnson, Ford und die Bank JP Morgan Chase kündigten darauf an, ihre Anzeigen bei YouTube auszusetzen. Google erklärte, einige Marken hätten ihre Drohung nicht wahrgemacht, andere seien zurückgekehrt.

Ein Teil des Problems ist, dass Werbeplätze im Umfeld von YouTube-Videos weitgehend automatisiert über diverse Marktplätze befüllt werden. Dabei können die Werbekunden bestimmte Zielgruppen auswählen, die ihre Anzeigen zu sehen bekommen sollen. Dabei rutschten allerdings zum Teil auch Videos durch, neben denen eine Marke nicht gesehen werden möchte.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 04. 2017
11:45 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
British Broadcasting Corporation Google JPMorgan Chase & Co. Verizon Communications Videoplattformen YouTube Zeitungsanzeigen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Google

20.03.2019

Google steigt ins Videospiele-Geschäft ein

Google will das Games-Geschäft umkrempeln. Die Spiele sollen auf Servern im Netz statt auf Geräten der Nutzer laufen. Viele Fragen bleiben zur Ankündigung jedoch noch offen. » mehr

Boyband BTS

14.12.2018

Die Netztrends des Jahres

Von Bibis Babybauch über #ZSMMN und #MeTwo bis zu zum Hype über eine koreanische Boyband. Was hat die Netzgemeinde 2018 bewegt? » mehr

Youtube im Inkognitomodus

16.07.2018

Youtube im Inkognitomodus nutzen

In den meisten Webbrowsern können Nutzer einen Inkognitomodus aktivieren. In dieser Einstellung wird kein Surf-Verlauf anlegt. Auch YouTube bietet in der Android-App ein solches Feature. » mehr

Sky Ticket

18.04.2019

Top-Apps: Überall Serien, Filme und Sportevents streamen

Filme, Serien oder Sportevents kann man heute überall auf dem iPad schauen. Das ermöglichen die Apps der jeweiligen Streaming-Anbieter. Eine von ihnen hat sich in dieser Woche einen Platz auf dem Treppchen erkämpft. » mehr

YouTube

17.05.2018

Google startet neuen Musikdienst bei YouTube

Der Internet-Gigant Google bringt einen neuen Musik-Streamingdienst heraus. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Videoplattform YouTube. Allerdings wird er zunächst nur in einigen wenigen Ländern verfügbar sein. » mehr

GLAMOUR Shopping

10.04.2019

App-Charts: Smart shoppen und lustige Videos erstellen

Während der GLAMOUR Shopping-Week erfreut sich die dazugehörige App großer Beliebtheit. Sie schafft es gleich an die Spitze der Charts. Nicht weniger erfolgreich ist eine Anwendung, die eher auf Kreative abzielt. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 04. 2017
11:45 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".