Topthemen: Fall Peggy KnoblochHofer Kaufhof wird HotelGerchRegionale Videos: Eisbaden, Robokids

 

Unscharfe Bilder bei Streamingdiensten - und ihre Ursachen

Serienfans fiebern mitunter tagelang dem Moment entgegen, wenn die neue Folge online endlich abrufbar ist. Umso ärgerlicher, wenn der Stream dann unscharfe Bilder liefert. Was können Gründe sein? Und noch wichtiger: Was kann man dagegen tun?



Bildstörung
Es muss nicht am eigenen Internetanschluss liegen, wenn eine Szene beim Videostreaming unscharf ist. Das kann auch mit regionalen Überlastungen des Anbieters zu tun haben.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Nutzer von Internet-Streamingdiensten erwarten scharfe Bilder ihrer Lieblingsfilme. Doch wenn viele gleichzeitig die Dienste nutzen, drohen durch die Überlastung der Infrastruktur Qualitätseinbußen. Das zeigt ein Test der Zeitschrift «Video» unter fünf Web-Video-Anbietern.

Auch drei Anbieter von Internetfernsehen (IPTV) wurden getestet. Das Ergebnis: Je populärer ein Web-Video-Dienst wie Amazon, Netflix oder Youtube ist, desto größer die Gefahr von Qualitätseinbußen. Eine Rolle spielt hier die Leistungsfähigkeit der Anbieterinfrastruktur. Regionale Knotenpunkte könnten überlasten, wenn in einer Gegend sehr viele Nutzer gleichzeitig schauen, sagt «Video»-Autor Hannes Rügheimer. Aber auch Datenraten und mögliche Priorisierungen bestimmter Daten-Pakete fallen ins Gewicht.

Das Bild ruckelt Rügheimer zufolge so gut wie nie. Doch es kann bei Überlastung etwa unscharf werden. Was können Nutzer dann tun? «Nicht allzu viel», sagt Rügheimer. Sie können versuchen, das Problem zu beheben, indem sie den Stream neu starten. Wenn es in der Region ein Überlastungsproblem gibt, werde das aber kaum helfen. Dann bleibt ihnen alternativ nur noch, die Serie oder den Film später zu schauen - in der Hoffnung, dass es dann besser geht.

Damit Streams flüssig laufen, ist auch ein leistungsfähiger Internetanschluss nötig. Für ultrahochaufgelöste Filme und Videos (4K/UHD) etwa müsse die Verbindung mindestens 8 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) liefern. «Mit einer 16er-Leitung sollte das funktionieren», so Rügheimer. Voraussetzung: Der Anbieter liefert diese versprochene Bandbreite auch, sonst kann es eng werden mit dem ruckelfreien Abspielen solcher Inhalte. Mit 25, 50 oder 100 Mbit/s sei man auf der sicheren Seite.

Robust bei der Bildqualität und Übertragung zeigten sich die IPTV-Dienste, die Anbieter wie Telekom, Vodafone und 1&1 gemeinsam mit Internet und Telefonie im Paket verkaufen (Triple Play). Für Fernsehen über Internet stellen sie den Experten zufolge je nach Anschluss zusätzliche Bandbreite zur Verfügung. So soll das Fernsehbild auch flüssig bleiben, wenn Nutzer parallel im heimischen Internet surfen und telefonieren. Dafür kommt es neben Datenraten und Priorisierung auch auf Architektur und Leistung der Boxen für den TV-Empfang an, berichtet «Video».

Doch auch beim IPTV kann es ruckeln. Eine mögliche Fehlerquelle: Router räumen IPTV-Datenpaketen keinen Vorrang ein. Das aber lässt sich einstellen. Aktuelle Routermodelle sollten Verkehrspriorisierung unterstützen, sagt Rügheimer. Wer sich nicht selbst Änderungen in den Einstellungen zutraut, kann sich auch an den Service seines Anbieters wenden. Kurzfristige Hilfe bei stockendem IPTV bieten folgende Tipps: Nicht parallel mit anderen Geräten über das Heimnetz datenintensive Anwendungen wie Videoplattformen nutzen. Außerdem lässt sich laut Rügheimer in der TV-Box zur Not die Auflösung reduzieren.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
10. 11. 2017
05:10 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Amazon Bilder Deutsche Telekom AG Internet Protocol Television Internet-TV Rügheim Videoplattformen Videos Vodafone YouTube Ärger
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
«TikTok»

01.11.2018

App-Charts: Couchpotatoes und bewegte Bilder

Die ersten Herbststürme fegen durch die Straßen. Nur in den App-Charts ist wenig Bewegung. So landen zwei Streamingdienste wieder ganz vorne in den Top-Ten. Auch eine Video-Community steht aktuell hoch im Kurs. » mehr

Der schnellste Weg ins Netz

18.01.2018

Schnelles Internet: Welches Tempo für welche Anwender?

Eine Internetverbindung ist für viele so wichtig wie der Stromanschluss oder fließendes Wasser. Nicht zuletzt deshalb gibt es häufig Ärger um unzuverlässige Anschlüsse. Auch das Angebot an Geschwindigkeiten ist schwer üb... » mehr

Netflix auf Smartphone

01.02.2019

Datenverbrauch bei mobilen Videostreams senken

Mobil Videos oder Filme zu streamen, verbraucht schnell das Datenvolumen. Doch wer möchte, dass der Vorrat länger reicht, kann zu einem einfachen Trick greifen und die Auflösung verringern. » mehr

"Amazon Prime Video"

13.12.2018

iOS-Hits: Kopf-an-Kopf-Rennen der Streaming-Dienste

Die beiden TV-Streaming-Dienste «Amazon Prime Video» und «Netflix» beweisen mal wieder ihre Überlegenheit in den App-Charts. Auch der Messenger für WhatsApp lässt sich nicht so schnell abhängen. » mehr

«Meme sticker pack for WhatsApp»

15.11.2018

iOS-App-Charts: Mentale Sprünge und lustige Bilder

Diese Woche bringt eine Sticker-App für einen bekannten Messenger-Dienst jede Menge Spaß in den Top Ten der iOS-Apps. Auch ein praktisches Tool für Eltern darf kräftig mitmischen. » mehr

Auslaufmodell Videothek

23.10.2018

Den Wunschfilm auch ohne Videothek ins Wohnzimmer holen

In vielen Wohnungen verstauben die DVD- und Blu-ray-Player. Und das nicht nur, weil Filme immer öfter übers Internet ins Wohnzimmer kommen: Wer sich die Silberscheiben nicht gerade kauft, findet kaum noch Orte, an denen ... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
10. 11. 2017
05:10 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".