Topthemen: Hofer Kaufhof wird HotelHilfe für NachbarnBenefiz-BallStromtrasse durch die RegionGrabung bei NailaGerch

 

Manche Apps spionieren Standort aus

Gewiefte App-Entwickler schaffen es immer wieder, Smartphones und Tablets zu lokalisieren. Die geklauten Standortdaten werden dann zu Werbezwecken missbraucht oder verkauft. Nutzer können die Ortung mobiler Geräte unterbinden.



Standortdaten
Manche Apps spionieren die Standortdaten der Handy-Nutzer aus. Will ein Programm Zugriff auf die Ortungsdienste, sollteb Nutzer nicht zustimmen.   Foto: Wolfgang Kumm

Auch wenn es Apple dubiosen App-Entwicklern immer schwerer macht - manche Apps spionieren den genauen Standort-Verlauf ihrer Nutzer aus und verkaufen sie teils an Dritte weiter. Darauf weist der US-Sicherheitsforscher Will Straffach hin.

Für Zugriff auf die Ortungsdienste geben die Programme in der Regel akzeptable Gründe an, Hinweise auf den Verkauf der Standortdaten gebe es aber kaum - oder sie verstecken sich in den jeweiligen Datenschutzerklärungen.

Die von Straffach beschriebenen Apps erheben etwa GPS-Daten, die Namen genutzter WLAN-Netze und auch Daten von Bluetooth-Sendern, die im Einzelhandel eingesetzt werden, um Kunden zu lokalisieren. Darüber hinaus werden von manchen Firmen auch Daten wie Batterieladung, Mobilfunknetzwerk, Daten der Beschleunigungssensoren und die Werbe-ID des Telefons gesammelt. Zusammengesetzt können diese Daten ein präzises Bewegungsprofil einzelner Telefone und damit auch einzelner Nutzer ergeben.

Auch wenn die beschriebenen Apps eher auf den US-Markt zielen, lohnt es sich, gut auf die Berechtigungen zu achten, die Apps nach der Installation einfordern. Will etwa ein Programm Zugriff auf die Ortungsdienste und verweist dabei auf die Datenschutzerklärung, ist das ein Warnsignal. Hier sollten Nutzer nicht zustimmen, wenn sie ihren Standort nicht an Unbekannte preisgeben wollen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Ordnungsdienste höchstens während der Nutzung einer App zu erlauben.

Ein weiterer Schritt, die Verfolgung eines einzelnen Telefons zu Werbezwecken zu erschweren, ist das Verschleiern der Ad-ID. Diese Kennung lässt sich in den Einstellungen unter «Datenschutz» und «Werbung» abschalten. Dazu muss der Schalter auf Grün «Kein Ad-Tracking» geschaltet werden.

Weiterer Schutz vor der Identifizierung einzelner Telefone bietet laut Straffach ein gewöhnlicher und nicht eindeutiger Name für das Heimnetzwerk. Auch der Bluetooth-Funk des Geräts sollte nur aktiv sein, wenn man ihn wirklich braucht.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
10:48 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Apple Apps Daten und Datentechnik Datenschutz Smartphones Standorte Tablet PC Telefonanlagen und Telefongeräte US-Markt Verkäufe
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Die App Camio

18.09.2018

Sechs Jobs für ausrangierte Smartphones

Irgendwann kommt der Punkt, an dem das Smartphone im Alltag einfach durch ist. Zu langsam, zu schwacher Akku, vielleicht ein gestörter Bildschirm. Auf den Schrott muss der Oldie deswegen aber noch lange nicht. Es gibt vi... » mehr

Samsung stellt faltbares Display vor

08.11.2018

Samsung stellt Prototyp seines biegbaren Smartphones vor

Faltbare Smartphones mit biegbaren Bildschirmen, sprachgesteuert mit dem Digitalassistenten Bixby: Samsung will den Markt aufmischen, so wie einst Apple mit dem iPhone. Lassen sich App-Entwickler und Nutzer überzeugen? » mehr

Apple stellt neues iPad vor

28.03.2018

Bildungsmarkt: Apple setzt auf Datenschutz und High-End-Apps

Apple hat viele Jahre den Schulmarkt mit dem Mac und dem iPad dominiert. Doch inzwischen wird das digitale Klassenzimmer immer häufiger von Google bestückt. Beim großangelegten Comeback-Versuch baut Apple nun auf strenge... » mehr

«Pokémon Go»

25.09.2018

«Augmented Reality» kommt aufs Smartphone

Als Google vor einigen Jahren mit seiner digitalen Brille scheiterte, war das ein Rückschlag für die Vision der «erweiterten Realität». Doch jetzt erobert mit Hologrammen und Hinweisen überlagerte Realität das Smartphone... » mehr

Notfall-Pass

15.03.2018

Was das Smartphone im Notfall kann

Bei einem Notfall müssen Rettungskräfte schnell zur Stelle sein. Doch was ist, wenn Anrufer ihren Standort nicht nennen können? Moderne Smartphones können weit mehr als nur die 112 anrufen. Sie zeigen im Notfall genaue G... » mehr

Apple Pencil

16.11.2018

Das neue iPad Pro ist ein Super-Tablet

Video-Bildschirm, E-Book-Reader, Fotoalbum, Spielkonsole: Das iPad von Apple kann viele Rollen übernehmen. Mit der neuen Generation des iPad Pro betont Apple erneut, wie ein Tablet-Computer produktiv und kreativ eingeset... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
10:48 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".