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Nicht auf Täuscher im Netz hereinfallen

Vollmundige Werbeversprechungen, unabhängige Testberichte, sensationelle Preise: Der Schein kann trügen beim Technikkauf im Netz. Mit perfiden Maschen sollen Verbraucher getäuscht werden.



Online-Shopping
Skeptisch bleiben: Bei allzu günstigen Technikprodukten im Internet sollten Nutzer nicht vorschnell den «Kaufen»-Button drücken.   Foto: Andrea Warnecke

Manche Angebote für Technikprodukte im Netz klingen zu gut, um wahr zu sein. Tatsächlich ist Skepsis angebracht, wenn unbekannte Online-Shops scheinbar hochwertige Kopfhörer, Drohnen oder TV-Antennen zu Sensationspreisen anbieten.

Häufig handelt es sich hier um überteuerten Ramsch, berichtet die Zeitschrift «Computerbild» (Ausgabe 12/19). Die Masche: Werbeanzeigen auf Internetseiten locken mit vielversprechenden Überschriften, zum Beispiel «Diese Kopfhörer brechen alle Verkaufsrekorde in Deutschland» oder «Der WLAN-Trick der Profis: Nie wieder langsames Internet!». Wer auf solche Links klickt, gelangt oft zu einem vermeintlichen Technik-Blog.

Dort wird das Produkt scheinbar unabhängig getestet und natürlich bejubelt. Links zu anderen Quellen gibt es oft nicht oder sie führen zu «Pseudo-Nachrichtenseiten», schreibt «Computerbild». Dafür steht am Ende des Testberichts ein prominent platzierter Link zu einem Online-Shop, der dieses Produkt vertreibt.

Auffällig sei hier, dass diese Shops oft nur dieses eine Produkt anbieten, heißt es in dem Bericht. Spätestens hier ist große Skepsis angebracht. Denn diese Produkte funktionieren zwar, sind aber zumeist nicht mehr als überteuerter Ramsch. Die rekordverdächtigen Kopfhörer, angeblich eine günstige Alternative zu Apples AirPods, entpuppen sich im Test der Zeitschrift etwa als schlechte Kopie des Originals mit mangelhaftem Klang und extrem kurzer Akkulaufzeit.

Eine vermeintlich raffinierte TV-Antenne mit verbauter Militärtechnologie wiederum ist eine normale, aber total überteuerte TV-Antenne, die nicht mal einen Verstärker für ordentliche Bilder bei schlechten Empfangsverhältnissen verbaut hat.

Ein anderes Beispiel ist eine Mini-Drohne, die es angeblich mit den Modellen renommierter Firmen aufnehmen kann. Doch der günstige Ramsch hat schlechte Flugeigenschaften, keine Kollisionssensoren an Bord und macht unbrauchbare Fotos und Videos, wie die Experten schreiben. Die knapp 100 Euro Kaufpreis wären auf jeden Fall eine Fehlinvestition.

Um nicht auf derartige Tricksereien hereinzufallen, sollten Verbraucher sich nicht von den Werbeversprechungen und Lobhudeleien blenden lassen. Das Impressum eines Shops, den man noch nicht kennt, prüft man lieber ganz genau. Wo sitzt der Anbieter und wie lässt sich dieser kontaktieren? Firmennamen sollen ebenso im Netz gesucht werden wie weitere Berichte über das Produkt und mögliche Nutzererfahrungen. So eine Recherche kann vor ärgerlichen Fehlkäufen schützen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
28. 05. 2019
15:19 Uhr

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28. 05. 2019
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