Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

 

Vermeintliche Mahn-Mails vom Beitragsservice sind Betrug

Schulden beim Rundfunkbeitrag? Zwangsvollstreckung? Solche Mails verschicken Betrüger gerade und wollen Empfänger zum Öffnen gefährlicher Dateien drängen. Die Fälschungen sind auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen.



Vermeintliche Mahn-Mails
Wer so eine E-Mail mit angeblichen Forderungen vom Rundfunk-Beitragsservice bekommt, löscht sie am besten direkt. Es ist eine Fälschung. Foto: Beitragsservice   Foto: dpa

Betrüger versenden derzeit Mahnungen per E-Mail und geben sich dabei als Beitragsservice für den Rundfunkbeitrag aus. Darin wird Empfängern mit einer Zwangsvollstreckung gedroht. Die gute Nachricht für Betroffene: Nein, der echte Beitragsservice verschickt keine derartigen E-Mails.

Bei den Schreiben handelt es sich um Fälschungen von Kriminellen. Wer solche Mails erhält, sollte sie gleich löschen und auf keinen Fall enthaltene Anhänge öffnen, teilt die früher als GEZ bekannte Einrichtung mit. Beim Öffnen der Anhänge riskieren Nutzer, den Computer mit Schadsoftware zu infizieren.

Die E-Mails tragen den Betreff «Ankündigung der Zwangsvollstreckung» und ähneln in ihrer Aufmachung der Website des Beitragsservices Rundfunkbeitrag.de. Mögliche Absender der Mails sind Adressen wie mahnung@beitragsservice-de.com oder mahnung@beitragsservice-deutschland.com.

Im Schreiben wird behauptet, Empfänger hätten ihren Rundfunkbeitrag nicht gezahlt. 161 Euro seien angeblich offen und würden bald zwangsvollstreckt. Dazu wird auf Informationen im angehängten Schreiben hingewiesen. Dieser Anhang - eine Word-Datei mit dem Namen «Mahnbescheid.doc» enthält allerdings Schadsoftware. Laut «heise online» handelt es sich um einen Schädling, der Windows-Rechner befallen kann.

Betrugsmails werden immer professioneller

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachtet seit längerem eine Professionalisierung solcher Betrugsmails. Waren sie anfangs noch in holprigem Deutsch verfasst und leicht erkennbar, sind sie mittlerweile häufig von deutlich besserer Qualität. Webseiten, auf die Betrugsopfer umgeleitet werden, haben mittlerweile auch häufig gültige Sicherheitszertifikate, und ihre Adressen ähneln denen der kopierten Vorbilder.

Grundsätzlich haben laut der Behörde aber alle Phishing-Mails einige Gemeinsamkeiten: Sie haben meist eine eher unpersönliche Anrede, signalisieren dringenden Handlungsbedarf und drohen bei Nichthandeln mit Konsequenzen. Außerdem fragen sie meist vertrauliche Daten ab - entweder über Formulare innerhalb der Mail oder nach Umleitung auf eine gefälschte Website. Häufig gibt es angehängte Dateien, in denen angeblich wichtige Informationen stehen und die Empfänger unbedingt öffnen sollen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 06. 2019
12:37 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Betrüger Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Bundesämter (Deutschland) Computer Dateien Daten und Datentechnik E-Mail Heise online Informationstechnik Internet Phishing Websites
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Phishing

22.08.2019

Gute Laune macht anfälliger für Betrug im Netz

Ein unbekannter Cousin in Afrika bittet um finanzielle Hilfe. Klar, die E-Mail entlarvt man als Betrug. Doch so plump läuft Phishing nicht immer ab - und der Verstand setzt manchmal aus. » mehr

Phishing im Internet

03.10.2019

Das sind die Tricks der Phishing-Betrüger

Gefälschte Rechnungen, fingierte Anwaltsschreiben, angebliche Steuerrückzahlungen gegen Angabe der Kreditkartennummer: Phishing gibt es in vielfältiger Form. Wie erkennt man den Betrug? » mehr

Mehr Sicherheit

08.10.2019

Sieben goldene Regeln für mehr IT-Sicherheit

Ransomware, Phishing, Viren: Ein unbedachter Klick im Browser kann ausreichen und schon landet Schadsoftware auf dem Computer. Mit etwas Strategie und Verstand surft man aber stets sicher im Netz. » mehr

Auf den digitalen Müll

29.07.2019

Betrüger senden schädliche Mails im Namen von Sicherheitsamt

Trick-Betrüger im Internet überraschen immer wieder mit ihren Methoden. Neuerdings werden gefährliche E-Mails im Namen des Sicherheitsamtes versendet. Wie man am besten vorgeht, um sich zu schützen. » mehr

Online-Filter

24.10.2019

So schauen Kinder online sicher Videos

Videoplattformen wie Youtube sind bei Kindern beliebt. Doch einige Inhalte sind für sie völlig ungeeignet. Was können Eltern tun? » mehr

Funktion "Cookies entfernen" im Browser

01.10.2019

Warum man Cookies regelmäßig löschen sollte

Kleine Kekse, die Informationshäppchen senden: Sogenannte Cookies haben Vor- und Nachteile. Es lohnt sich daher, die Kontrolle über sie zu behalten - zum Beispiel durch regelmäßiges Aufräumen. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 06. 2019
12:37 Uhr



^