Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

 

Google zielt mit Stadia auf Milliardenpublikum

Teure Konsolen oder Spiele-PCs sollen mit Stadia in Zukunft nicht mehr nötig sein. Es soll eine stabile Internetleitung mit mehr als 10 Megabit pro Sekunde reichen. Den Zugang gibt es für eine monatliche Gebühr.



Cloud-Gaming-Dienst Stadia
Google peilt mit seinem Cloud-Gaming-Dienst Stadia eine Milliardenkundschaft an.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa

Google peilt mit seinem Cloud-Gaming-Dienst Stadia eine Milliardenkundschaft an. «Die meisten Plattformen erreichen ihr Maximum bei 100 bis 150 Millionen Nutzer. Wir schauen auf Milliarden», sagte Google-Manager Jack Buser am Mittwoch auf der Videospielemesse Gamescom.

Mit Stadia wolle Google auch Kunden gewinnen, die bislang nur wenig oder noch keinen Zugang zu Videospielen hätten. «Wenn wir nur 100 oder 200 Millionen Menschen erreichen, haben wir etwas falsch gemacht.»

Bei Cloud-Gaming-Diensten wie Stadia laufen Spiele in Rechenzentren, Nutzer streamen nur Bild und Ton auf ihr Tablet, das Smartphone oder den Fernseher. Teure Konsolen oder Spiele-PCs sind so nicht mehr nötig. Es soll eine stabile Internetleitung mit mehr als 10 Megabit pro Sekunde reichen. Zugang gibt es für eine monatliche Gebühr. Auch die Konsolen-Platzhirsche Sony und Microsoft sowie unter anderem Nvidia und die Deutsche Telekom arbeiten an ähnlichen Angeboten.

Der Umzug der Spiele vom Computer oder der Konsole ins Rechenzentrum werde das Medium verändern, sagt Buser voraus. «Wir wollen nicht nur das Konsolenerlebnis replizieren.» Spiele würden durch die Leistung der Rechenzentren in den kommenden Jahren grundlegend anders aussehen. Spieler könnten etwa direkt aus Videostreams per Mausklick in ein Spiel springen. In Mehrspielerpartien könnten Teilnehmer beispielsweise auch die Blickwinkel ihrer Mitspieler sehen. In den Rechenzentren seien auch simulierte Welten von bislang ungeahnter Größe möglich.

Google Stadia nimmt im November für die ersten Nutzer den Betrieb auf. Zugang gibt es über den Kauf einer so genannten Founders Edition für rund 130 Euro. Der monatliche Preis liegt bei 9,99 Euro. Bislang sind 28 Publisher mit rund 40 Titeln vertreten. Wann die Plattform für alle Interessenten geöffnet werden soll, steht noch nicht fest. 2020 soll es auch eine kostenlose Basisversion geben. Hinzu kommen eventuelle Anschaffungskosten für einzelne Spiele.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
21. 08. 2019
15:44 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Computer Deutsche Telekom AG Fernsehgeräte Gamescom Google Microsoft Nvidia Rechenzentren Sony Tablet PC
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Florian Liewer

20.08.2019

Wie spielen wir in Zukunft?

Playstation 5 und die nächste Xbox: 2020 soll es neue Konsolen geben. Doch vorher startet mit Google Stadia eine ganz andere Art von Gaming-Dienst. Rosige Aussichten für Spieler - oder mehr Chaos? » mehr

Fernseher mit App-Angebot

18.11.2019

Fernseher sind auch nur Computer - und brauchen Apps

Zeitversetztes Fernsehen, Videostreaming, Gaming: Smart-TVs können so viel, dass Käufer oft nicht mehr wissen, worauf sie achten müssen. Vor allem die wichtige Software gerät schnell aus dem Blick. » mehr

Spiele im Stream

vor 4 Stunden

Google Stadia im Test

Nie wieder eine Konsole kaufen, immer die beste Hardware haben. Das ist das Versprechen von Googles Cloud-Gaming-Dienst Stadia. Technisch sieht es schon gut aus, doch an anderer Stelle knirscht es noch. » mehr

Gamescom

15.08.2019

Gamescom umwirbt die Spiele-Community

Nicht mehr dicht gedrängt, nur noch kuschelig: Die Gamescom in Köln soll zur Wohlfühl-Oase für die Messe-Gäste werden. Für den nötigen Glamour-Effekt wird in diesem Jahr ein neues Event sorgen. Auch Politik-Prominenz hat... » mehr

Streaming-Dienste per Knopfdruck

05.09.2019

Die Fernseh-Trends der IFA

Der Fernseher ist längst kein reiner Empfänger von TV-Sendern mehr - sondern ein Knotenpunkt für unzählige Kanäle. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf Hersteller und Kunden. Ein Ausblick. » mehr

«DAZN»

28.08.2019

Top-Apps: Sportevents streamen und Dokumente scannen

Viele Ligen sind gerade in die nächste Saison gestartet. Und wo könnte man die Spiele unterwegs besser mitverfolgen als am Tablet? Kein Wunder also, dass sich diesmal ein Sport-Streaming-Dienst in den iOS-Charts hervortu... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
21. 08. 2019
15:44 Uhr



^