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Gebrauchthandy-Händler sind oft seriös

Gebrauchte Smartphones kann man oft sehr günstig von privat kaufen - etwa per Kleinanzeige. Der niedrigere Preis geht aber mit einem höheren Kaufrisiko einher. Gibt es Alternativen?



Gebrauchtes Smartphone
Alles in Ordnung? Ein gebrauchtes Handy sollten Käufer gründlich untersuchen.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Geprüfte Geräte in einem genau definierten Zustand: Dieses Versprechen geben Recommerce-Händler, die gebrauchte Smartphones verkaufen. Fünf dieser Spezial-Anbieter hat die Fachzeitschrift «connect» unter die Lupe genommen (Ausgabe 10/19) und war «positiv überrascht».

Die untersuchten Verkaufsplattformen seien «grundsolide» und böten hochwertige Produkte mit präzisen Zustandsbeschreibungen an, so das Fazit der Tester. In der Stichprobe von 20 Geräten waren den Angaben zufolge nur drei Modelle dabei, mit denen die Tester nicht zufrieden waren. Aber selbst von diesen hätten die Experten nur ein Gerät definitiv zurückgeschickt. D

ie größten Unterschiede zwischen den verglichenen Händlern Asgoodasnew, Buyzoxs, Clevertronic, Rebuy und Smallbug lägen in der Präsentation des Angebots.

Unbedingt Preise vergleichen

Bei Aufbau und Struktur der Plattformen hätten einige Anbieter noch Nachholbedarf. In jedem Fall lohnen sich Preisvergleiche zwischen den Anbietern, weil die Preise stark variierten. Bei den Händlern selbst raten die Tester genau hinzuschauen, wie hoch die Preisdifferenz zwischen dem Wunschmodell in «gutem» und «sehr gutem» Zustand ist. Gehe es nur um zehn Euro, sei diese Mehrausgabe oft gut angelegt.

Unabhängig vom Recommerce-Händler gibt es einige Punkte, die Gebrauchtkäufer bei der Wahl des Smartphone-Modells berücksichtigen sollten. Beim Software-Support gilt den Experten zufolge die Faustregel: Je höher der Preis und je bekannter der Hersteller, desto besser klappt es mit Updates. Ein Garant für lange Unterstützung sei das Android-One-Logo. Vorbild seien Apple-Geräte - sogar das sechs Jahre alte iPhone 5s läuft mit iOS 11.

Das verflixte dritte Jahr

Nicht nur wegen des Software-Supports, sondern auch wegen alternder Akkus und Komponenten, die irgendwann veraltet sind, raten die Tester, nur in Ausnahmefällen Smartphones zu kaufen, die älter als drei Jahre sind. Auch wenn der Anbieter das gebrauchte Telefon mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt hat, sollten Käufer das gleich noch einmal tun.

Zudem steht eine gründliche Prüfung an: Sind die Druckpunkte der Tasten noch ok? Gibt es Pixelfehler im Display? Sind die Anschlüsse defekt oder ausgeleiert? Macht die Kamera scharfe Fotos? Gibt es Störgeräusche beim Musikhören? Wird eine Speicherkarte nach dem Einlegen erkannt?

War das Telefon auf Tauchstation?

Ob es bei dem Gerät vielleicht schon einen Wasserschaden gab, lässt sich manchmal durch einen prüfenden Blick in den Schacht der SIM-Karte feststellen. Dort könnte eine weiße Indikatorfläche sein. Ist diese vorhanden und verfärbt, war höchstwahrscheinlich Wasser im Gehäuse.

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dpa

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Veröffentlicht am:
10. 09. 2019
12:54 Uhr

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10. 09. 2019
12:54 Uhr



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