Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

 

Google-Smartphone Pixel 4 setzt auf schlaue Kamera und Radar

Mehr Kameras, mehr künstliche Intelligenz, weniger Abhängigkeit vom Internet. So lässt sich Googles neues Smartphone Pixel 4 zusammenfassen. Freundlich zuwinken kann man ihm auch.



OLED-Displays
Googles neues Smartphone Pixel 4 kommt mit OLED-Displays und bis zu 90 Hertz Bildwiederholfrequenz.   Foto: Google/dpa-tmn » zu den Bildern

Google setzt beim neuen Flaggschiff-Smartphone Pixel 4 auf zwei Kameras und ein innovatives Bedienkonzept. Das Pixel 4 und die größere XL-Version setzen erstmals auf eine Doppelkamera. Außerdem kommt ein Radarsensor zur Gestensteuerung zum Einsatz.

Verkaufsstart der Geräte mit 5,7 und 6,3 Zoll großen OLED-Display mit 90-Hertz-Technologie ist am 24. Oktober zu Preisen ab 749 Euro UVP. Ein herausragendes Merkmal ist die neue Doppelkamera. Sie besteht aus einer Kamera mit 12,2 Megapixeln (MP) und einer Zoomkamera (16 MP) und setzt auf reichlich digitale Nachbearbeitung aufgenommener Fotos.

Zusätzlich zum Pixel Visual Core aus dem Vorgänger Pixel 3, der für Bildbearbeitung zuständig ist, gibt es nun einen neu gestalteten Chip namens Pixel Neural Core. Zusammen erledigen die beiden Chips viele Nachbearbeitungsschritte direkt auf dem Telefon - eine Abkehr vom reinen Vertrauen in Cloud Computing.

So sollen mit dem Pixel 4 etwa bessere Fotos bei Nacht, vom Sternenhimmel oder auch mit gleichmäßig ausgeleuchteten Vorder- und Hintergründen bei schwierigem Licht möglich sein. Der von den Vorgängern bekannte Softwarezoom ergänzt nun den optischen Zoom der zweiten Kamera.

Gesten statt Tipper auf das Display

Während die Gestenbedienung anderer Smartphonehersteller auf Kameras setzt, kommt beim Pixel 4 ein Radarsensor zum Einsatz. Er sitzt in der obereren Linken Ecke des Geräts und erkennt Annäherung, Abwesenheit und bestimmte Bewegungen.

Eine sich nähernde Hand etwa aktiviert die Sensoren für die Gesichtserkennung des Pixel, Winkgesten mit der Hand schalten ein Lied weiter oder den Anrufton stumm. In einigen Google-Apps und Drittanbietern wie Spotify funktioniert das bereits, andere Apps sollen folgen.

Ähnlich wie Apple bei seinen aktuellen Geräten verzichtet auch Google beim Pixel 4 auf einen Fingerabdrucksensor. Stattdessen wird mit Gesichtserkennung auf Basis von Infrarotkameras gearbeitet. Der dreidimensionale Scan des Gesichts wird nach Google-Angaben auf einem Titan M genannten Chip auf dem Smartphone gespeichert - und soll auch nur dort bleiben.

Noch mehr Arbeit wird auf das Telefon verlagert

Der Neural Core erledigt auch weitere Aufgaben auf dem Telefon, statt sie in die Cloud auszulagern. Der überarbeitete Google Assistant etwa reagiert nun deutlich schneller und ist zu aufeinanderfolgenden Handlungen in der Lage.

In einer Vorführung rief der Assistent etwa auf Kommando direkt das Twitterprofil von Motorsportler Nico Rosberg auf und wechselte durch einen einfache Folgebefehl zu dessen Youtubeseite. Bislang sind dafür jeweils einzeln formulierte Befehle mit «Okay, Google» nötig. Der schlauere Google Assistant wird vorerst den neuen Pixel-Geräten vorbehalten bleiben, heißt es von Google.

Praktisch für Konferenzen und Interviews: Die neue Rekorder-App kann nicht nur Sprache aufzeichnen. Der eingebaute Chip wandelt sie in Echtzeit in Text um, der sich nach Schlüsselwörtern durchsuchen lässt. Eine Internetverbindung ist nicht nötig. Die App kann auch zwischen Sprache und anderen Geräuschen unterscheiden und erkennt Pausen. Bislang funktioniert das nur für die englische Sprache, weitere Sprachmodelle sollen folgen.

Eine weitere Neuigkeit: Googles Cloud-Gaming-Dienst Stadia nimmt am 19. November den Betrieb auf. Das hat Google jetzt bekanntgegeben. Mit Stadia laufen Videospiele nicht mehr auf heimischen Computern oder Konsolen, sondern auf virtuellen Rechnern in großen Rechenzentren.

Spieler streamen mit Stadia nur das Videobild ihres Spiels. Durch die theoretisch grenzenlose Rechenleistung der Rechenzentren sollen laut Google völlig neue Spielmodelle möglich sein. Google spricht etwa von einem übergangslosen Sprung aus einem Youtubevideo direkt in das passende Spiel oder von riesigen Spielewelten mit Echtzeit-Ereignissen.

Für frühe Nutzer hat Google seit dem Sommer einen Zugang über eine sogenannte Founders Edition verkauft. Eine Grundversion von Stadia mit eingeschränkten technischen Möglichkeiten soll es kostenlos geben. Für hochauflösende Grafik und Extraspiele wird ein monatlicher Betrag fällig. Außerdem müssen die einzelnen Spiele jeweils gekauft werden. Wann der Dienst für alle Kunden öffnet, wurde noch nicht mitgeteilt.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
11:07 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Apple Computer Displays Echtzeit Google Google Assistant Internet Internetzugriff und Internetverbindung Konsolen Künstliche Intelligenz Nico Rosberg Radarsensoren Sensoren und Sensortechnik
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Schlichtes Design, viel Recycling

21.10.2019

Mit dem Google Pixel 4 mehr Sterne sehen als mit dem Auge

Googles Smartphone Pixel 4 ist eine Kamera, um die zufällig noch ein Smartphone gebaut wurde. Mit neuen Chips und viel Software will das Gerät bei der mobilen Fotografie neue Standards setzen. » mehr

Samsungs The Frame

05.09.2019

Die Fernseh-Trends der IFA

Der Fernseher ist längst kein reiner Empfänger von TV-Sendern mehr - sondern ein Knotenpunkt für unzählige Kanäle. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf Hersteller und Kunden. Ein Ausblick. » mehr

Der Akku im Test

02.10.2019

Das neue iPhone 11 im Praxistest

In der Einladung zum Launch der neuen iPhones hieß es «By innovation only». Nun sind iPhone 11 und iPhone 11 Pro in den Läden. Wie viel Innovation in den Modellen steckt, zeigt ein Praxistest. » mehr

Neue Tastatur, mehr Speicher: Ein Blick auf das neue MacBook Pro

13.11.2019

Ein erster Blick auf das neue MacBook Pro

Lange war Apples MacBook das Notebook der Wahl für Profi-Anwender. Doch zuletzt machte Microsofts Surface die Spitzenposition streitig. Mit dem neuen MacBook Pro setzt Apple nun zum Konter an. » mehr

Wo geht's lang?

30.07.2019

Fahrrad-Navis und Handy-Apps für Radler

In der Stadt eignen sich Smartphone-Apps auch für Radler bestens, um von A nach B zu kommen. Doch wer im Sattel Touren machen will, greift besser zum Fahrrad-Navigationsgerät. Denn dessen Akku hält länger durch, und es b... » mehr

Samsung Galaxy

24.10.2019

Fingerscanner-Fehler beim S10 und Note 10 behoben

Es gibt Displayfolien, die den Fingerabdrucksensor von Smartphones so durcheinanderbringen, dass auch Unbefugte die Geräte entsperren können. Wie kann das sein? » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
11:07 Uhr



^