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Neue Firefox-Version 72 erhält Notfall-Update

Die neueste Firefox-Version 72 ist erst wenige Tage alt, da müssen die Entwickler schon Alarm schlagen. Es gibt eine gravierende Sicherheitslücke. Und sie wird bereits ausgenutzt.



Mozilla Firefox
Entwickler Mozilla hat die Version 72 des Browsers Firefox veröfentlicht.   Foto: Andrej Sokolow/dpa/dpa-tmn

Mozilla hat für den gerade erst erschienene Firefox-Version 72 ein außerplanmäßiges Update verteilt. Hintergrund ist eine kritische Sicherheitslücke, die bereits aktiv ausgenutzt wird.

Über die Schwachstelle können Angreifer den Angaben zufolge einen Speicherfehler provozieren, der ihnen wiederum das Einschleusen von Schadcode ins System ermöglicht.

Die Aktualisierung auf Firefox 72.0.1 sollte automatisch zur Installation angeboten werden, sobald der Browser geschlossen und wieder geöffnet wird. Welche Version installiert ist, kann man im Menü unter «Hilfe/Über Firefox» prüfen. Dort lässt sich das Update alternativ auch manuell anstoßen.

Schluss mit nervigen Benachrichtigungen von Webseiten

Doch welche Neuerungen bringt Firefox 72? Der Browser hält ab sofort standardmäßig die Pop-ups von Benachrichtigungen zurück, die Webseiten schicken. Das können zum Beispiel nervige Anfragen zur Standortübermittlung sein oder zur Erlaubnis, Neuigkeiten anzeigen zu dürfen.

Stattdessen erscheint nun ganz links in der Adressleiste ein Sprechblasen-Symbol, das die großen Pop-ups ersetzt. Damit sie nicht übersehen wird, soll sie beim Erscheinen ganz kurz wackeln, erklärt der Firefox-Entwickler Mozilla.

Ignorieren oder reagieren?

Anwenderinnen und Anwender können das entweder ignorieren - oder sie klicken auf die Sprechblase, wenn sie auf die Anfrage der jeweiligen Webseite reagieren und Berechtigungen ändern wollen.

Die Erklärung für die Änderung in der neuesten Firefox-Version mit der Nummer 72 ist einleuchtend: In eigenen Tests habe Mozilla festgestellt, dass 99 Prozent der großen Pop-ups von den Nutzerinnen und Nutzern links liegen gelassen werden, bis sie wieder verschwinden. Selbst in den wenigen Fällen, in denen reagiert wird, wird die Anfrage in fast jedem zweiten Fall (48 Prozent) abgelehnt.

Fingerprinting-Schutz ist nun Standard

Eine weitere Neuerung betrifft die Privatsphäre: Eine Fingerprinting genannte Tracking-Technologie blockiert Firefox nun standardmäßig. In vorherigen Versionen musste die Schutzfunktion noch aktiviert werden.

Nutzer des Browsers können im Menü unter «Hilfe/Über Firefox» prüfen, ob die Version 72 schon installiert ist - oder den Download anstoßen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
10. 01. 2020
12:02 Uhr

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10. 01. 2020
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