Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: 54. Hofer Filmtage75 Jahre FrankenpostCoronavirusJubiläumsgewinnspielBlitzerwarner

 

Fast jeder hat schon einen Monitor

Wer länger mit dem Notebook im Homeoffice arbeitet, merkt schnell, was fehlt: Ein großer Bildschirm - wenn nicht sogar mehrere. Da hilft nur der Monitor-Kauf, oder? Nicht ganz.



Arbeiten im Homeoffice
Der kleine Notebook-Bildchirm reicht nicht mehr? Kein Problem: Die Monitor-Lösung in Gestalt des Fernsehers steht meist nicht weit entfernt.   Foto: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn

So manche improvisierte Büro-Umgebung daheim gleicht mehr einem Mäusekino als einem Homeoffice: Ein großer Mensch krümmt sich über einem kleinen Notebook.

Doch selbst das Improvisieren geht besser. Heimarbeitende können oft auch einfach einen ihrer Fernseher als ergänzenden Monitor zum Notebook nutzen, berichtet das Fachmagazin «c't» (Ausgabe 18/20).

Insbesondere für Videokonferenzen seien die großen TVs geeignet. Denn spätestens wenn man im freigegebenen Inhalt anderer Konferenzteilnehmer nichts erkennen kann, muss ein größeres Display her. Die Verbindung zwischen Fernseher und Notebook lässt sich klassisch per HDMI-Kabel herstellen oder aber drahtlos per Miracast (über Wi-Fi Direct).

Je feiner die Pixel, desto kleiner der Abstand

Wichtig: Wird ein TV im Homeoffice als Monitor eingesetzt, muss der Sitzabstand stimmen. Grundsätzlich kann man umso näher heranrücken, je feiner die Pixel sind. Bei 32 Zoll und Full HD liegt der Mindestabstand zum Beispiel bei 1,30 Metern, bei 43 Zoll und Ultra HD dürfen es auch 0,85 Meter sein. Und bei einem 75-Zoll-TV mit Ultra HD empfehlen die Experten mindestens 1,50 Meter.

Der per HDMI angeschlossene TV sollte mit seiner nativen Auflösung genutzt werden. Handelt es sich um einen halbwegs neuen Fernseher, klappt das automatisch, weil der TV vom Rechner erkannt wird. Kontrollieren lässt sich das in den Anzeigeeinstellungen, die sich über einem Klick auf den Windows-Desktop mit der rechten Maustaste aufrufen lassen.

Nicht zu matschig, nicht zu hell

Im Fernseher-Menü gilt es zudem, jede Art von Skalierung auszuschalten und eine für den Anschluss des Rechners optimierte Bild-Vorseinstellung zu aktivieren. Gibt es die nicht, wählt man am besten den Standard-Modus. Deaktiviert werden sollten jegliche Bildoptimierungen, denn die verursachen unnötige Latenzen - und man läuft Gefahr, dass die PC-Darstellung am TV etwa durch unpassende Bildschärfe, Kantenglättung und Rauschreduzierung matschig gerät.

Zudem sollte der Fernseher im Monitorbetrieb nicht zu hell strahlen. Während es den Angaben zufolge im TV-Betrieb ruhig 250 Candela (cd/m2) und mehr sein dürften, sollte die Leuchtdichte im PC-Betrieb 150 Candela nicht übersteigen. Im Vergleich sollten Notebook und Fernseher am besten etwa gleich hell wirken.

Drahtloser Datenaustausch

Das Einrichten einer kabellosen Miracast-Anbindung per Wi-Fi-Direct-Standard stufen die Experten im Vergleich mit der HDMI-Kabelverbindung als komfortabler ein. Windows beherrscht Miracast seit Version 8.1, nur der WLAN-Adapter im Notebook oder PC muss Wi-Fi Direct und Virtual Wi-Fi unterstützen. Und: Die beteiligten Geräte müssen sich nicht im selben WLAN befinden, WLAN muss für die Übertragung nur eingeschaltet sein.

Wer Miracast am Notebook aktivieren möchte, schafft dies am schnellsten, indem er die Tastenkombination «Windows+K» drückt. Am rechten Rand des Bildschirms erscheint dann eine Liste aller verfügbaren drahtlosen Anzeigen. Nicht vergessen: Am Fernseher muss im Einstellungsmenü noch die drahtlose Verbindung zu anderen Geräten erlaubt werden. Das ist meist im Untermenü zur Netzwerkanbindung zu finden. LG nennt die Miracast-Freigabe etwa Screen Share, Samsung dagegen Smart View.

© dpa-infocom, dpa:200817-99-198297/2

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 08. 2020
14:24 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Computer Displays Drahtloses Netz Fachzeitschriften Fernsehgeräte Gerät High Definition Multimedia Interface Liechtensteinisches Gymnasium Monitorkauf Samsung Group Videokonferenzen Zeitungsanzeigen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Glücklich auf der Couch

20.10.2020

Gute Heimkino-Fernseher kosten nicht mehr viel

Ein großer Fernseher kann Kinoerlebnisse ins Wohnzimmer holen. Doch dafür muss man bestimmt tief in die Tasche greifen, oder? Nein, zeigt eine Untersuchung der Stiftung Warentest. » mehr

Pixel 5

21.10.2020

Pixel 5 und 4a 5G im Praxistest

Schnellere Prozessoren, höhere Auflösung, noch mehr Kameras: So preisen Smartphone-Hersteller in der Regel ihre neuen Geräte an. Google verabschiedet sich von diesem Rennen - und glänzt mit Software. » mehr

Samsung Galaxy Z Fold 2

13.10.2020

Galaxy Fold und Moto Razr im Alltagstest

Klapp-Smartphones wie das Samsung Galaxy Fold oder die Neuauflage des Motorola Razr sind echte Hingucker. Doch die ersten Modelle waren nur bedingt alltagstauglich. Wie gut sind die Nachfolger? » mehr

DTS Play-Fi

03.09.2020

Tiger-Notebooks und Outdoor-TVs zur IFA

Die IFA ist wohl die einzige Tech-Messe des Jahres, die nicht ganz ins Netz verlagert oder gestrichen worden ist. Ein Messe-Motto: Home Electronics machen die neue Corona-Normalität angenehmer. » mehr

Patrick Bellmer

20.08.2020

Auf Entdeckungstour durch Android 10

Android 10 strotzt nur so vor Funktionen. Viel Spannendes und Nützliches ist jedoch mehr oder weniger versteckt. Wie lässt sich noch mehr aus dem Smartphone rausholen? » mehr

Ulrike Kuhlmann

03.03.2020

So werden Tastatur und Displays super sauber

Brotkrümel, Staub und Fingerabdrücke - Tastaturen und Monitore verschmutzen schneller, als es manchem Nutzer lieb ist. Wie rückt man dem Dreck am besten zu Leibe? » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 08. 2020
14:24 Uhr



^