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iOS 14 ist da - und hat viel Neues zu bieten

Bei der Vorstellung neuer Apple-Produkte Mitte September hatte Firmenchef Tim Cook auch iOS 14 angekündigt. Nun ist es tatsächlich schon da.



iOS 14
Übersichtlich: Die neue App-Bibliothek in iOS 14.   Foto: Apple/dpa-tmn » zu den Bildern

Nach knapp zwei Monaten Beta-Test hat Apple iOS 14 für alle Nutzerinnen und Nutzer veröffentlicht. In der Regel melden iPhones und iPads von selbst, dass ein Betriebssystem-Udpate verfügbar ist. Das sollte auf allen Apple-Mobilgeräten der Fall sein, die auch schon für iOS 13 beziehungsweise iPadOS geeignet waren. Dann muss man nur noch auf «Jetzt installieren» tippen.

Wer die Aktualisierung noch nicht angeboten bekommen hat, sollte alternativ Folgendes tun: Das Gerät ans Ladegerät anschließen, WLAN aktivieren und dann auf «Einstellungen/Allgemein/Softwareupdate» gehen. Dann auf «Laden und installieren» tippen.

Falls in den Einstellungen unter «Allgemein/Softwareupdate/ Automatische Updates anpassen» beim Eintrag «iOS-Updates installieren» der Schiebeschalter auf Grün steht, kann es auch sein, dass sich das iPhone oder iPad über Nacht automatisch aktualisiert hat oder das noch tut.

Und was hat sich geändert? Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

- Widgets: Neben überarbeiteten App-Symbolen sind Widgets neu dabei, wie man sie schon von Android kennt. Das sind Teilfunktionen von Apps, die ständig in einer Kachel auf dem Homescreen laufen, auch wenn die App gar nicht geöffnet ist. Das kann etwa der Posteingang sein oder das Wetter in der Heimatstadt.

- Bild-in-Bild & Bibliothek: Neu ist auch die Möglichkeit, ein Video in einem schwebenden Fenster weiterzuschauen, während man andere Apps öffnet. Für Apps gibt es zudem eine durchsuchbare Bibliothek, damit sich nicht alle installierten Anwendungen, auf die man zugreifen möchte, auf dem Homescreen drängeln müssen. Darin sind alle Apps thematisch in Ordnern sortiert.

- Privatsphärenschutz: Bei Standortabfragen können Nutzer nun entscheiden, einer App nicht den präzisen, sondern nur einen ungefähren Standort mitzuteilen. Zudem gibt es die Möglichkeit, Apps den Zugriff nur auf bestimmte Fotos zu erlauben. Und das Auslesen der Zwischenablage durch Apps wird nun ebenso prominent in der Statusleiste angezeigt wie das Einschalten von Kamera oder Mikrofon.

- Dolmetscher: Apple hat eine Übersetzungs-App für zehn Sprachen in das Betriebssystem integriert. Die funktioniert auch offline, wenn die notwendigen Sprachpakete zuvor heruntergeladen worden sind.

- Tipp-Befehle: Mit Tippen auf die Rückseite des Smartphones lassen sich nun beliebige Aktionen auslösen, wenn man die Funktion in den Einstellungen unter «Bedienungshilfen/Tippen/Auf Rückseite tippen» aktiviert - etwa der Start der Musik-App oder auch ein Screenshot. Einstellen lassen sich zwei Aktionen - eine, die per Zweifach- und eine, die per Dreifach-Tipp ausgelöst wird.

- Sicherheit: iOS 14 warnt vor schwachen Passwörtern oder solchen, die nach erfolgreichen Hackerangriffen oder Datenlecks im Netz kursieren. Auf die angekündigte Möglichkeit zur aktiven Zustimmung (Opt-in), wenn Apps auf die Werbe-ID des Gerätes zugreifen möchten, um sie auf ihrem Weg durchs Netz und bei der App-Nutzung zu verfolgen (Tracking), werden Nutzerinnen und Nutzer dagegen noch voraussichtlich bis 2021 warten müssen.

© dpa-infocom, dpa:200917-99-601068/2

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Veröffentlicht am:
17. 09. 2020
13:53 Uhr

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17. 09. 2020
13:53 Uhr



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