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Von Android auf iOS umsteigen

Es gibt sie, die Nutzer, die von Android zu iOS wechseln. Apple hat für solche Neukunden sogar eine App im Angebot, die den Umzug recht bequem macht. Doch bei einigen Daten stellt der Wechsel zum neuen Betriebssystem Nutzer vor echte Schwierigkeiten.



«Move to iOS»-App
Android links, iOS rechts, dazwischen ein Datenübertragungskabel. Einen Großteil des Umzugs von Android zu iOS bekommt man mit Apples «Move to iOS»-App und einem Übertragungskabel in Minuten erledigt.   Foto: «Move to iOS»-App » zu den Bildern

Das Modell ist überholt oder das alte Smartphone verweigert den Dienst: Irgendwann schafft sich jeder mal ein neues Gerät an. Wer aber nicht nur das Smartphone, sondern auch gleich das Betriebssystem wechselt, steht vor der Frage: Wie bekomme ich eigentlich meine Daten übertragen?

Während der Umzug von Android zu Android mittlerweile ziemlich einfach ist, erscheint der Wechsel auf ein iOS-Gerät von Apple vielen als großes Problem. Und tatsächlich gibt es für Umsteiger einige Hürden.

- Das richtige Werkzeug: Mit der App «Move to iOS», auch «Auf iOS übertragen» genannt, lassen sich die meisten Daten vom Android-Gerät auf das iPhone übertragen. «Dafür muss das iPhone aber neu sein beziehungsweise zurückgesetzt werden», sagt Blasius Kawalkowski, Stellvertreter Chefredakteur beim Fachmagazin «Inside Handy». Mit beiden Geräten und einem passenden Verbindungskabel in der Hand kann der Datenumzug starten.

- Vor dem Umzug: Da iPhones keinen Steckplatz für SD-Karten haben, kann der Speicherplatz im Vergleich zum Android-Gerät eventuell knapp werden. Vorher ausmisten lohnt sich also im Zweifel. Wer sichergehen will, dass beim Gerätewechsel keine Daten verloren gehen, macht vorher ein Backup - entweder über Cloud-Dienste, mit entsprechenden Apps oder manuell auf dem Computer. Dann überprüft man nach der Übertragung, ob auch wirklich alles auf dem iPhone gelandet ist.

- Es geht los: «Move to iOS» überträgt Kontakte, Nachrichten, Fotos und Videos, Lesezeichen, E-Mail-Accounts und Kalendereinträge. Damit der Umzug reibungslos abläuft, schaltet man das Telefon am besten in den Flugmodus. Denn wenn während des Umzugs etwa ein Anruf eingeht, wird der Vorgang abgebrochen.

- Alternativen: Falls die Android-Version auf dem alten Smartphone «Move to iOS» nicht unterstützt oder man die App aus anderen Gründen nicht verwenden möchte, gibt es Alternativen. «Am einfachsten ist das Übertragen per Cloudspeicher», sagt Benjamin Kraft, Redakteur bei der Computerzeitschrift «c't». Wer seine Fotos, Videos oder Dokumente zum Beispiel unter Google Drive oder Dropbox abgespeichert hat, installiert einfach den entsprechenden Client auf seinem neuen iPhone und synchronisiert dann die Inhalte mit dem neuen Gerät. «Fotos oder Musik lassen sich darüber hinaus über iTunes übertragen», fügt Blasius Kawalkowski hinzu.

- Apps: Die gute Nachricht: Kostenlose Apps kann man über «Move to iOS» übertragen oder manuell herunterladen, sofern sie im App Store von iOS verfügbar sind. Die schlechte Nachricht: «Spielstände werden nur übertragen, wenn man beim Anbieter direkt ein Konto angelegt hat», sagt Kraft. Und auch kostenpflichtige Apps kann man nicht mitnehmen, sondern muss sie meist leider erneut kaufen. Kathrin Körber von der Verbraucherzentrale Niedersachsen rät allerdings, gerade bei teuren Apps die Entwickler zu kontaktieren. Manche seien so kulant, dass sie nach dem Umzug die Rechte wieder aktivieren.

- Chatverläufe: SMS landen per «Move to iOS» zuverlässig auf dem neuen Gerät. Bei manchen Programmen wie Threema sollten Nutzer daran denken, die ID zu sichern, «sonst kommt man nicht mehr mit derselben Kennung rein», erklärt Kraft. Die neue Funktion Threema Safe erleichtert den Umzug jetzt auch über Betriebssystem-Grenzen hinweg. WhatsApp ist ohne Weiteres auf dem neuen Gerät nutzbar, die Chatverläufe sind aber erst einmal verloren. Zwar kann man Backups machen - die Apps nutzen für Android und iOS aber unterschiedliche Datenbankformate, die nicht miteinander kompatibel sind.

Wer Drittanbieter-Programme zur Übertragung nutzt, dem rät Verbraucherschützerin Körber dringend zu einem Backup oder dazu, sich den Chatverlauf per Mail zu senden. So gehen die Inhalte nicht verloren, wenn sie schon nicht auf das neue Smartphone gelangen.

- Abos: Wer Dienste wie Netflix oder Deezer nutzt, muss sich keine Sorgen machen. «Das Abo ist nicht an das Gerät, sondern das Kundenkonto gebunden» sagt Kraft. Nur einige per In-App-Kauf abgeschlossene Abos können hier eine Ausnahme sein. Sonst gilt: Am alten Gerät abzumelden, dann die jeweilige App auf dem neuen Smartphone installieren, anmelden, fertig.

Veröffentlicht am:
03. 01. 2019
05:03 Uhr

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dpa

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03. 01. 2019
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