Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom WochenendeHofer Filmtage 2019EhrenamtskampagneVER Selb

 

Kleiner Kraftprotz mit wenig Stromhunger

Vier Jahre lang ließ Apple das iPad mini ohne Aktualisierung. Manche Fans des kompakten Tablets hatten schon mit seiner Einstellung gerechnet. Doch nun gibt es eine Neuauflage - und das mini schwimmt wieder ganz vorne mit.



Mit Tastatur und Eingabestift
Apples neues iPad mini gibt es - gegen Aufpreis - auch mit Tastatur und Eingabestift.   Foto: Apple Inc. » zu den Bildern

Apple räumt bei seinen «mini»-Produkten weiter auf. Nachdem im vergangenen Herbst der Mac mini nach jahrelanger Aktualisierungspause komplett renoviert wurde, ist nun das iPad mini dran.

Fast vier Jahre lang hatte Apple das kompakte Tablet mit dem 7,9-Zoll-Bildschirm unverändert im Programm. Jetzt überspringt die Neuauflage gleich mehrere Generationen bei den verbauten Prozessoren und Sensoren.

Helleres Display

Äußerlich bekommt man diesen Wandel nicht mit. Das neue iPad mini sieht genau so aus wie das alte iPad mini 4. Beim Einschalten fällt aber sofort das hellere Display auf. Es unterstützt nun auch die True-Tone-Technik von Apple . Dabei wird die Bildschirm-Darstellung der Farbtemperatur des Umgebungslichtes angepasst. Bislang war das den teureren Modellen iPad Pro und iPhone vorbehalten.

Technisch gesehen spielt der kleinste Tablet-Computer von Apple nun in einer Liga mit den Spitzenmodellen beim iPhone. Wie beim iPhone XS steckt im Innern des iPad mini der von Apple entworfene A12 Bionic Chip mit sechs Rechenkernen. Der Vorgänger setzte noch auf den betagten A8. Der Generationswechsel schlägt sich beeindruckend im Performancetest nieder. Wird nur ein Rechenkern von einer App angesprochen, steigert sich die Leistung auf 278 Prozent, kommen mehrere Rechenkerne zum Einsatz, steigt der Wert sogar auf 356 Prozent.

Gut gerüstet für Spiele

Auch die neue Grafikeinheit liefert Spitzenwerte ab. In den Leistungstestprogrammen erscheinen viermal höhere Werte als beim Vorgängermodell. Damit ist das iPad mini auch als mobile Spielekonsole für kommende Games gut gerüstet.

Erstaunlich dabei ist, dass sich die gestiegene Performance nicht nachteilig auf die Akku-Laufzeit auswirkt - ganz im Gegenteil. Und das, obwohl Apple die Kapazität von 27,6 auf 19,6 Wattstunden reduziert hat. Im Praxistest hielt das neue iPad mini beim aufwendigen 3D-Spiel «Asphalt 8» gute 10,3 Stunden durch, 2,5 Stunden länger als das ältere Modell. Bei anderen Anwendungen wie Video oder Surfen im Web liegt die von der Testsoftware ermittelte Laufzeit noch bis zu drei Stunden darüber. Ursache hierfür dürfte die moderne Energiespar-Architektur des A12-Chips sein.

Kopfhöreranschluss aber kein FaceID

Im Gegensatz zur aktuellen iPhone-Generation oder der iPad-Pro-Reihe verwendet Apple beim aktuellen iPad mini weiterhin das Fingerabdruck-Erkennungssystem TouchID und verzichtet auf die aufwendigere Gesichtserkennung FaceID. Was viele Traditionalisten freuen wird: Das neue iPad mini verfügt - wie das neue größere iPad Air - weiterhin über einen herkömmlichen Kopfhöreranschluss (3,5 mm Klinkenstecker).

Neu ist dagegen, dass das mini nun die Stifteingabe unterstützt. Allerdings kommt hier die erste Generation des Apple Pencil zum Einsatz, nicht die modernisierte zweite Generation. Dementsprechend kann der Stift nicht wie beim iPad Pro kabellos an der Gehäusekante des Tablets aufgeladen werden. Man muss ihn weiter über den Lightning-Port des Tablets laden - recht unpraktisch.

Keine 4K-Videos möglich

Eher schwach fällt die Erneuerung bei den Kameras aus. Zwar hat Apple die Software optimiert, so dass die Fotos nun etwas weniger Farbrauschen aufweisen. Es fehlt aber ein Blitz oder eine Filmleuchte. 4K-Videos können auch nicht aufgenommen werden.

Besser sieht es bei der Konnektivität aus. Das neue iPad mini kommt - zumindest theoretisch - beim LTE-Datenfunk auf 1000 Megabit pro Sekunde. Wenn es denn die Funkzelle hergibt. Neben der steckbaren SIM-Karte gibt es außerdem eine integrierte eSIM.

Fazit: Das neue iPad mini lässt bei wichtigen Leistungsdaten selbst größere iPads wie das vor einem Jahr vorgestellte 9,7-Zoll-Modell hinter sich und ist auch mit neuen Sensoren für aufwendige Augmented-Reality-Anwendungen gerüstet. Nur bei Foto- und Videoaufnahmen liegt das neue Apple-Tablet nicht ganz auf dem Niveau, das Spitzen-Smartphones inzwischen bieten.

Der stärkere Hauptprozessor, die bessere Grafik, die Unterstützung der Stifteingabe und das neue, gut entspiegelte Display schlagen sich leider auch im Preis nieder. Das neue iPad mini ist 100 Euro teurer als der betagte Vorgänger. Die kleinste Version (64 GB Speicher, WLAN) kostet 449 Euro, die größere Version (256 GB) schlägt mit 619 Euro zu Buche. Die LTE-Option kostet jeweils 140 Euro Aufpreis.

Veröffentlicht am:
21. 03. 2019
13:33 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Apple Displays Sensoren und Sensortechnik Tablet PC iPad iPhone
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Etwas dicker

02.10.2019

Das neue iPhone 11 im Praxistest

In der Einladung zum Launch der neuen iPhones hieß es «By innovation only». Nun sind iPhone 11 und iPhone 11 Pro in den Läden. Wie viel Innovation in den Modellen steckt, zeigt ein Praxistest. » mehr

Suchmaschine

18.07.2019

Smartphone und Tablet kindersicher machen

Im Internet gibt es viele Inhalte, die nicht für Kinder geeignet sind. Eltern sollten diese von ihrem Nachwuchs fernhalten. Reichen dazu die richtigen Einstellungen aus - oder sind spezielle Apps nötig? » mehr

WWDC 2019

04.06.2019

Apples Software-Neuheiten im Überblick

Wer Apple-Geräte benutzt, darf sich ab Herbst auf frische Software freuen. Der Konzern hat zahlreiche Neuerungen angekündigt, etwa iOS 13 für iPhones. Und beim neuen macOS wird iTunes aufgespalten. » mehr

Tim Cook

31.05.2019

Was von Apples Entwicklerkonferenz WWDC zu erwarten ist

Facebook, Google und Microsoft haben mit ihren Entwicklerkonferenzen vorgelegt - nun ist Apple dran: Auf der WWDC verkündet Apple-Chef Tim Cook die Perspektiven für die kommenden Monate. Die Erwartungen an den iPhone-Kon... » mehr

Samsung stellt faltbares Display vor

08.11.2018

Samsung stellt Prototyp seines biegbaren Smartphones vor

Faltbare Smartphones mit biegbaren Bildschirmen, sprachgesteuert mit dem Digitalassistenten Bixby: Samsung will den Markt aufmischen, so wie einst Apple mit dem iPhone. Lassen sich App-Entwickler und Nutzer überzeugen? » mehr

Android Q

09.05.2019

Googles Android Q orientiert sich am iPhone

Im Herbst kommt Googles Android Q. Die neue Betriebssystem-Version bringt einige Änderungen, die unter anderem die Batterielaufzeiten von mobilen Geräten verlängern sollen. Außerdem wird es eine Innovation geben, die ers... » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
21. 03. 2019
13:33 Uhr



^