Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimJubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

 

Googles Android Q orientiert sich am iPhone

Im Herbst kommt Googles Android Q. Die neue Betriebssystem-Version bringt einige Änderungen, die unter anderem die Batterielaufzeiten von mobilen Geräten verlängern sollen. Außerdem wird es eine Innovation geben, die erst durch maschinelles Lernen möglich wurde.



Android Q
Android Q bringt auch weitere Möglichkeiten zur digitalen Enhaltsamkeit mit. Digital Wellbeing erlaubt nun noch genauere Blockierungs- und Stummschaltungseinstellungen.   Foto: Robert Günther/dpa-tmn » zu den Bildern

Das Besuchervotum bei der Vorstellung der neuen Android-Version Q war eindeutig: Der Dunkel-Modus, den Google «Dark Theme» nennt, erhielt bei der Entwicklerkonferenz Google I/O mit Abstand den meisten Beifall der rund 6000 anwesenden Entwickler.

Dabei geht es nicht nur um einen Designtrend, sondern ums Stromsparen. Zumindest bei Geräten mit OLED-Bildschirm werden die dunklen Pixel einfach ausgeknipst. Damit benötigt das Smartphone weniger Energie, und der Akku hält länger durch.

Der modische Dunkel-Modus, den Apple beim iPhone als Bedienungshilfe schon vor zwei Jahren eingeführt hat, soll bis zur Einführung des neuen Android-Betriebssystems im Herbst auch bei wichtigen Google-Anwendungen wie GMail umgesetzt sein.

Auf der Google I/O in Mountain View in Kalifornien warb Google bei den Entwicklern dafür, auch ihre Apps entsprechend anzupassen, was über eine Schnittstelle (API) relativ einfach umzusetzen ist. Der dunkle Modus kann in den Einstellungen unter dem Pfad Display/Design ausgewählt werden.

Diese neuen Werkzeuge bringt Android Q

Mit Wohlwollen wurde registriert, dass Google weiter am gesunden Gleichgewicht beim Umgang mit digitalen Geräten arbeitet. Mit Android Pie kamen bereits mit «Digital Wellbeing» eine Reihe von Werkzeugen wie das Dashboard und der App-Timer. Mit Q setzt Google diesen Kurs fort und gibt den Anwendern die Möglichkeit, zeitfressende Apps, die ständig um Aufmerksamkeit heischen, in den Hintergrund zu verbannen - etwa E-Mail oder Social-Media-Nachrichten. Der «Fokusmodus» soll die Anwender beim konzentrierten Arbeiten ohne Ablenkung unterstützen.

Bei Android Q zeigt Google auch, wie Menschen ohne Behinderung von Entwicklungen profitieren können, die für User mit Behinderung unternommen wurden. Die neue Funktion «Automatische Transkription» erkennt in Echtzeit gesprochene Worte, analysiert den Inhalt und blendet den Text als Untertitel ein - zum Beispiel unter einem Video, aber auch beim Abspielen eines Podcasts, einer Sprachnachricht oder beim Anhören einer eigenen Sprachaufnahme.

«Viele Software-Innovationen werden durch maschinelles Lernen direkt auf den Geräten vorangetrieben», sagte Google-Managerin Stephanie Cuthbertson. «Automatische Transkription» gehört dazu. Die Funktion sollte sich eigentlich an Gehörlose und Schwerhörige richten. Es stellte sich aber schnell heraus, dass auch Menschen ohne eine Hörbehinderung das Feature mögen - etwa wenn sie sich ein Video in einer Umgebung anschauen, in der man den Ton nicht abspielen will.

Zurücksteuern per Wischgeste

Auf geteiltes Echo auf der Google I/O stieß die neue Gestensteuerung. Sie orientiert sich stark an der Bedienung von Apples iPhone. Android Q hat statt eines Zurück-Buttons nun eine Zurück-Geste erhalten. Dazu muss man quer über den Bildschirm streichen, um zurückzugehen. Bei Smartphones von Herstellern wie Samsung könnte das schwierig werden, weil dort bei bestimmten Modellen eigene Wischgesten existieren.

Gut aufgenommen wurde das neue Sicherheitskonzept von Google: Updates sollen künftig schneller über die Infrastruktur des Google Play Stores verteilt werden. Android Q besteht aus verschiedenen Modulen, die sich ohne Neustart einzeln aktualisieren lassen.

Deutlich verbessert hat Google auch den Datenschutz: In den Einstellungen gibt es nun eine festgelegte Privatsphäre-Rubrik, in der alle wichtigen Bedienelemente an einem Ort gefunden werden können. Anwender können nun die Verwendung der Standortdaten durch Apps besser kontrollieren und beispielsweise festlegen, dass Standortdaten nur für aktive Apps freigegeben werden dürfen. Auch hier orientiert sich Google an Apples iOS für iPhone und iPad.

Welche Geräte unterstützen das neue System?

Unter dem Strich können sich Anwender auf Android Q freuen. Noch etwas unklar ist aber, welche Geräte die neue Version überhaupt erhalten werden. Auf der Google I/O wurde verkündet, dass bereits 21 Geräte von 13 Herstellern das neue System unterstützen. Neben den Pixel-Smartphones von Google sind das unter anderem das Mate 20 Pro von Huawei, Sonys Xperia XZ3, das Oneplus 6T und das Nokia 8.1.

Besitzer dieser Smartphones können auch am Beta-Programm teilnehmen und das neue System schon jetzt installieren und testen. Google warnt jedoch selbst davor, dass Android Q noch nicht fehlerfrei arbeitet. Außerdem werden bei der Rückkehr zu einer offiziellen Android-Version alle Daten gelöscht werden, die auf dem Gerät gespeichert sind.

Veröffentlicht am:
09. 05. 2019
12:28 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Android (Betriebssystem) Apple Bedienelemente E-Mail Echtzeit Gerät Google Huawei Nokia Produktionsunternehmen und Zulieferer Samsung Group Smartphones iOS iPad iPhone
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
App-Store

23.06.2020

Fairphone mit datenschutzfreundlichem Betriebssystem

Fairphones zeichnen sich etwa durch konfliktfrei gehandelte Metalle oder recycelten Kunststoff aus. Und nun gibt es auch eines mit extra datenschutzfreundlichem Betriebssystem. Was steckt dahinter? » mehr

Suche nach Corona-Warn-App

16.06.2020

So läuft die offizielle Corona-Warn-App auf Ihrem Handy

Die Überprüfung durch Apple und Google hat die Corona-Warn-App des Bundes bereits bestanden. Von Dienstag an soll man sie auch herunterladen und verwenden können. Was sollten Anwender dazu wissen? » mehr

Selfie-Kamera im  Google Pixel 4a

03.08.2020

Das Pixel 4a hat mehr Power - aber noch kein 5G

Mit seiner Pixel-Reihe zeigt Google jedes Jahr, wie ein ideales Android-Smartphone auszusehen hat. Zuletzt gab es aber Kritik wegen der Akku-Laufzeit. Das neue Pixel 4a hält nun wieder länger durch. » mehr

Samsung Galaxy Fold

26.12.2019

Sind Galaxy Fold, Moto Razr und Co. die Zukunft?

Aus zwei mach eins, und zusammengeklappt passt Samsungs Galaxy Fold auch noch fast in die Hosentasche. Sind innovative Smartphones zum Zusammenklappen die Zukunft? Ein Ausblick. » mehr

Corona-Warn-App

19.06.2020

Was Sie bei der Corona-Warn-App beachten müssen

Nach der Vorstellung haben innerhalb weniger Tage über zehn Millionen Menschen die offizielle Corona-Warn-App installiert. Mit dem Betrieb der Tracing-App tauchen neue Fragen auf. » mehr

Gebrauchtes Smartphone

21.07.2020

Auf der Jagd nach dem Smartphone-Schnäppchen

Wer sich ein Smartphone anschaffen möchte, muss nicht unbedingt zu Neuware greifen. Aber lohnt sich ein Gebrauchtkauf? Und wo findet man die besten Angebote? » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
09. 05. 2019
12:28 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.