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Die Pokémon und der Killerhai

Neuvorstellungen sind gut, Spielbares ist besser. Hier kommen acht spannende Titel von der Videospielemesse Gamescom, die schon bald verfügbar sind - bis auf zwei Ausnahmen.



«Cyberpunk 2077»
Mechanische Arme und Kameras statt Augen: Im Dystopie-Game «Cyberpunk 2077» ist das Alltag.   Foto: CD Projekt Red/dpa-tmn » zu den Bildern

Jahrelang haben «Pokémon»-Fans auf ein neues großes Rollenspiel mit den kleinen Monstern gewartet - dieses Jahr ist es so weit. Doch neben Pikachu und Co gibt es auf der Spielemesse Gamescom in Köln (bis 24. August) noch etliche andere spannende Titel zu sehen.

Einige erscheinen noch in diesem Jahr. Ein Überblick:

Neue Pokémon, eine neue Region und Dynapower

Pokémon soweit das Netz reicht gibt es mit «Pokémon Schwert» und «Pokémon Schild». Die beiden Ausgaben des neuen Rollenspiels gehören wohl zu den am sehnlichsten erwarteten Spielen für die Switch in diesem Jahr. Spieler ziehen als Trainer durch die Region Galar, fangen die kleinen Wesen und trainieren sie in Kämpfen. In Duellen gegen die Arena-Trainer wird an der eigenen Karriere als Profi-Trainer im Ligabetrieb gefeilt.

Die wahre Neuerung heißt aber «Dynamaximierung». Durch diesen Effekt wachsen die Pokémon eines Trainers für drei Runden enorm, werden stärker und erhalten neue Attacken-Fähigkeiten. Zwischen den Städten gibt es nun eine Naturzone, in der Trainer gemeinsam auf die Jagd nach mächtigen Pokémon gehen können. Auch Arena-Duelle gegen andere Trainer sind über die Onlinefunktion möglich. «Pokémon Schwert» und «Pokémon Schild» erscheinen am 15. November 2019 für Nintendo Switch.

Der Mega-Blockbuster in einer dystopischen Zukunft

«Cyberpunk 2077» gehört derzeit zu den am heißesten gehandelten Spielen. Die Macher des Erfolgs-Rollenspiels «The Witcher 3» bedienen sich an einem neuen Stoff und schicken die Spieler in eine dystopische Zukunft. Unternehmen kontrollieren die Welt und Menschen nehmen Modifikationen an ihren Körpern vor: mechanische Arme, Kameras statt Augen und eine direkte Schnittstelle in die digitale Welt.

Die Spieler schlüpfen in die Rolle von V, einer männlichen oder weiblichen Person, die in sich einen Chip trägt, der vielleicht der Schlüssel zu unendlichem Leben ist. Gespielt wird in einer offenen Welt aus der Ego-Perspektive. Ganz unterschiedliche Herangehensweisen an die Missionen sind möglich: Vom Umnieten von aus allen Rohren feuernden Bösewichten bis hin zum Hacken der Modifikationen der Gegner. Das Game erscheint am 16. April 2020 für Playstation 4, Xbox One und PC.

Die neue, bizarre Welt von Hideo Kojima

Müsste man «Death Stranding» in einem Wort beschreiben, wäre bizar wohl treffend. Der «Tarantino der Spieleentwicklung» Hideo Kojima, der unter anderem für die «Metal Gear Solid»-Reihe verantwortlich war, zeichnet eine postapokalyptische Welt, in der unsichtbare Wesen die USA fast ausradiert haben. Der Hauptcharakter Sam Porter Bridges, gespielt von Norman Reedus («The Walking Dead»), muss die verbliebenen Städte verbinden, um eine neue Nation aufzubauen.

Den bisher bekannten Spielszenen zufolge macht er das hauptsächlich zu Fuß. Wie genau das Spiel abläuft, ob es beispielsweise Kämpfe gegen Gegner gibt, ist aber insgesamt noch relativ unklar. «Death Stranding» erscheint am 8. November 2019 für Playstation 4.

Ballern, ballern, ballern - aber mit mehr Story

Shooten und looten, schießen und plündern, ist das Prinzip der «Borderlands»-Reihe. Die Spiele verbinden Ego-Shooter mit Rollenspielelementen und packen das Ganze in eine hübsche Comic-Grafik. Zwar steht das Ballern im Vordergrund - laut den Entwicklern finden sich mehr als eine Milliarde Waffen im Spiel.

Doch der dritte Teil der Reihe legt mehr Fokus auf die Geschichte. Die beschäftigt sich damit, was passiert, wenn sich Influencer nicht einfach nur mit Zuschauern begnügen, sondern eine Sekte aufbauen. Wichtig ist den Machern dabei der kooperative Modus. Online kann man «Borderlands 3» zu viert spielen und für die Couch zu Hause gibt es einen Splitscreen-Modus für zwei Spieler.

«Takeshi's Castle» mit laufenden Jelly Beans

«Fall Guys: Ultimate Knockout» gehört zu den kleinen Besonderheiten der Gamescom. Das Spiel ist eine andere Herangehensweise an das «Battle Royale»-Genre und erinnert stark an die japanische TV-Kult-Spielshow Takeshi's Castle. Allerdings sind die spielbaren Charaktere keine Menschen, sondern erinnern eher an Jelly Beans mit Augen, Armen und kurzen Beinchen, die in großer Zahl gegeneinander antreten. Und in jedem Level bleiben einige auf der Strecke.

Zur Gamescom gab es einige Level als Kostprobe: Das erste besteht aus mehreren Wänden, in denen Türen sind. Allerdings lassen sich nicht alle Türen öffnen - wer Pech hat, knallt dagegen und muss es noch mal probieren. Und im zweiten Level hat eine Hälfte der Spieler eine Fahne am Hintern, die andere nicht. Die Fahnen können gegenseitig geklaut werden und nur, wer nach zwei Minuten eine hat, kommt weiter. Erscheinungsdatum soll Anfang 2020 sein.

Hai-Alarm im «GTA»-Stil

Wie wäre es wohl, «GTA» zu spielen - aber der Hauptcharakter ist kein Mensch, sondern ein Hai? Ungefähr diese Überlegung muss das Team hinter «Maneater» gehabt haben. In einer offenen Wasserwelt beginnt man zunächst als Babyhai, der sich von Meerestieren ernährt. Doch mit dem Körper wächst auch der Hunger, und recht schnell hat der Protagonist Menschen im Visier.

«Maneater» gehört zu den eher abgefahrenen Konzepten auf der Gamescom, die aber durchaus Überraschungshit-Potenzial haben. Als Hai aus dem Meer über einen Zaun springen, an Land nach Badegästen schnappen oder einen Haijäger zu einer roten Wolke im Wasser zu verarbeiten, ist genauso übertrieben wie spaßig. Fans des Trash-Films «Sharknado» kommen hier auf ihre Kosten - wenn die Entwickler halten, was sie versprechen. Das Spiel soll noch 2019 für PC erscheinen.

«Die Siedler» verspäten sich und kommen erst 2020

Zum neuen «Die Siedler» gibt es auf der Gamescom gute und schlechte Nachrichten. Das eigentlich für Herbst angekündigte Aufbauspiel wird nun erst 2020 erscheinen. Dafür gibt es etliche neue Spielszenen zu sehen, und die Entwickler gehen zurück zu den Wurzeln. Soll heißen: Mehr Gewusel, weniger Tempo und ganz viel Erkunden in der Spielwelt. Man soll nicht nur effiziente Siedlungen und Warenketten aufbauen, sondern seine Schöpfung auch bewundern können.

Drei Spielmodi stehen zur Verfügung: Kampagne, Scharmützel und Mehrspieler. Die Partien können gegen den Computer oder Freunde online gespielt werden. Zum Sieg führen nun unterschiedliche Strategien. Die Gefechtsstrategie setzt auf militärischen Erfolg, die Heldenstrategie auf charismatische Anführer, eine dritte auf den Glauben der Siedler. Details fehlen hier noch.

Die gezeigten Spielszenen zeigen aufwendig gestaltete Landschaften, viele Details und einen comichaften Look von Gebäuden und Spielfiguren. Das Spiel verspricht aktuell, eine gute Mischung aus klassischen «Siedler»-Teilen mit guten neuen Funktionen zu werden.

Raumkampf- und Handel im Stil von «Freelancer»

«Everspace» war ein schneller Weltraum-Rogue-like. Tot hieß hier: Von vorne anfangen. Der zur Gamescom angekündigte Nachfolger «Everspace 2» wird deutlich größer. Der Hamburger Indie-Entwickler Rockfish zeigt zur Messe den Prototypen einer Weltraum-Handels- und Rollenspielsimulation. Spieler können aus etlichen Raumschiffen und Ausrüstungsgegenständen ihr perfektes Schiff bauen. Zudem gibt es Speichermöglichkeiten und ein großes, spielbares Universum.

«Everspace 2» für PC und Playstation zeigt deutliche Anleihen an Genre-Klassikern wie «Freelancer» oder «Privateer 2», die Menge an auffindbaren Gegenständen erinnert an «Diablo». Entwickler Rockfish - auch verantwortlich für die ersten beiden Teile der «Galaxy on Fire»-Reihe - will das Spiel im Crowdfunding-Verfahren entwickeln. Die Early-Access-Phase beginnt 2020, mit dem kompletten Spiel rechnet Mitgründer Michael Schade im Jahr 2021.

Veröffentlicht am:
21. 08. 2019
17:29 Uhr

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dpa

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21. 08. 2019
17:29 Uhr



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