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Wetterlage in den Alpen: Womit Urlauber rechnen müssen

Im Allgäu treffen Schneemassen ein Hotel, das Touristenziel Saalbach-Hinterglemm ist nicht erreichbar: In den Alpen herrscht weiter hohe Lawinengefahr. Andernorts bringen Regen und Tauwetter neue Probleme.



Lawinen-Warnschild auf dem Wildkogel
In den Alpen herrscht weiterhin hohe Lawinengefahr. Der Wetterdienst rechnet aber in den komkenden Tagen mit einer Entspannung der Wetterlage.   Foto: Frank Rumpenhorst

Der bei Skitouristen beliebte Urlaubsort Saalbach-Hinterglemm in Österreich ist aufgrund der großen Lawinengefahr nicht mehr erreichbar.

Wie das Land Salzburg am Montagabend mitteilte, wurde die L111 ab Maishofen sicherheitshalber gesperrt. Dadurch waren am Abend allein in diesem österreichischen Bundesland elf Orte und darin mehr als 41.000 Menschen nicht erreichbar.

Die Lifte in Saalbach-Hinterglemm gehören zum Skicircus Saalbach-Hinterglemm/Leogang/Fieberbrunn, einem der größten Skigebiete in Österreich mit 70 Liften und 270 Kilometern Skipiste. Die meisten Pisten waren am Montag geöffnet. Im Salzburger Land ebenfalls abgeschnitten waren am Montagabend unter anderem die Orte Lofer, Obertauern, Tweng, Großarl und Rauris.

Während mehrere Lawinen in den Alpen noch einmal die Gefahren des Extremwinters vor Augen geführt haben, ist ein Ende des Dauerschneefalls in Sicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet, dass die Niederschläge an diesem Dienstag (15. Januar) allmählich abklingen, womit auch die Unwettersituation ende.

Im deutschen Alpenraum galt am Montag (14. Januar) weiterhin die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier, in mehreren Regionen Österreichs und der Schweiz sogar die höchste Stufe fünf. Wie groß die Gefahr von Lawinenabgängen ist, zeigte sich am Montagmorgen im Wintersportort Balderschwang im Allgäu - ganz im südwestlichen Zipfel Bayerns gelegen.

Dort traf eine Lawine mit einer Breite von 300 Metern ein Hotel. Fenster wurden eingedrückt, Schnee gelangte ins Innere. Glück im Unglück: Nach ersten Angaben wurde niemand von den Schneemassen verletzt. Der von der Lawine getroffene Wellness-Bereich des Hotels war bereits am Sonntagabend geschlossen worden. Dies sei eine vorsorgliche Maßnahme gewesen, hieß es bei der Lawinenwarnzentrale und beim Landratsamt Oberallgäu. Wegen der Gefahr von Abgängen war auch die Zufahrt zur Gemeinde Balderschwang seit Sonntag (13. Januar) gesperrt. Etwa 1300 Menschen saßen in dem Ort nahe Oberstdorf fest.

Im Berchtesgadener Land hatte eine Lawine am späten Sonntagabend Teile der Bundesstraße 305 verschüttet. In Österreich wurde die Tauernautobahn (A10) zwischen Flachau und Zederhaus wegen Schneeglätte gesperrt. Da auch die parallel verlaufende Straße über Obertauern nicht befahrbar war, musste der Bereich großräumig umfahren werden, teilte das Land mit. Ebenfalls gesperrt war der Katschbergtunnel in Fahrtrichtung Norden.

In Ruhpolding in den Chiemgauer Alpen wurde die für diesen Dienstag geplante Eröffnungsfeier beim Biathlon-Weltcup abgesagt. «Wir hoffen alle, dass sich die Gefahrensituationen möglichst schnell bereinigen lassen (...) und dass es trotzdem möglich ist, dass wir ab Mittwoch Gastgeber für Sportler und Besucher in der Chiemgau-Arena sein können», sagte Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler in einer Video-Botschaft.

In vielen Skigebieten Bayerns standen am Montag (14. Januar) die Lifte still. In Deutschlands höchstem Skigebiet an der Zugspitze blieben die Anlagen geschlossen. Dort soll es an diesem Mittwoch wieder losgehen. «Die Sicherheit unserer Gäste hat stets oberste Priorität für uns, so dass Abfahrten und Lifte temporär auch gesperrt werden, wenn die Lawinenkommission sie nicht freigibt», sagt Verena Lothes von der Bayerischen Zugspitzbahn.

In den anderen Skigebieten bei Garmisch-Partenkirchen konnten Skifahrer nur in den niedrigen Lagen ihre Schwünge ziehen. Nebenan in Österreich war nach Angaben des Portals skiresort.de fast die Hälfte der Skipisten aufgrund der Wetterverhältnisse und der teils sehr großen Lawinengefahr geschlossen.

Nach den heftigen Schneefällen ziehen nun Tauwetter und Regen erhöhte Pegelstände an einigen Flüssen nach sich - in Bayern ist insbesondere die Region Franken betroffen. Wie der Hochwassernachrichtendienst Bayern meldete, traten in der Nacht auf Montag vor allem nördlich der Donau mehrere Flüsse und Bäche über die Ufer.

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dpa

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Veröffentlicht am:
15. 01. 2019
14:29 Uhr

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15. 01. 2019
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