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Museum zeigt Projekte für eine bessere Welt

Ein Schlafwagen für Obdachlose oder eine modulare Unterkunft für Flüchtlinge - es gibt viele Erfindungen, die die Welt verbessern. Einige davon sind nun im Hamburger Mueseum für Kunst und Gewerbe zu sehen.



Schlafwagen für Obdachlose
Ein mobiler Schlafwagen für Obdachlose ist Teil der Ausstellung «Social Design», die das Museum für Kunst und Gewerbe bis zum 27. Oktober 2019 zeigt.   Foto: Daniel Bockwoldt

Ein Solarkiosk für die lokale Stromversorgung, ein Webstuhl zur Existenzgründung oder ein mobiler Schlafwagen für Obdachlose: Die Ausstellung «Social Design» im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zeigt bis zum 27. Oktober Design-Projekte, die in die Gesellschaft hineinwirken.

«Es geht darum, wie Designer und Architekten das Leben der Menschen besser machen können und mit pragmatischen Entwürfen soziale Probleme lösen helfen», sagte Direktorin Tulga Beyerle. Zu sehen sind 25 internationale und eine Reihe lokaler Projekte aus den Bereichen Wohnen, Bildung, Arbeit, Produktion, Migration und Umwelt.

So revolutionierte Andreas Möller mit seinem Flying8-Webstuhl, den er 2009 während eines Webworkshops in Äthiopien entwickelte, das Handwerk des Webens und ermöglichte Existenzgründungen in bereits mehr als 20 Ländern. «Den Webstuhl kann sich jeder anhand einer Bauleitung aus örtlichem Bauholz, Pappe, Schnüren und Klebeband mit Standardwerkzeugen selber bauen», erklärte Möller.

Eine geniale Idee hatten auch Schüler des Gymnasiums Allermöhe in Hamburg: Sie entwickelten gemeinsam mit Obdachlosen einen mobilen Schlafwagen für Obdachlose. Der Wagen bietet tagsüber Stauraum für alle Habseligkeiten, ein abschließbares Fach und im ausgeklappten Zustand eine Liegefläche in 30 Zentimeter Höhe. Das schützt Obdachlose im Winter vor Erfrierungen. Inzwischen wurden 30 mobile Wagen montiert und an Bedürftige vergeben.

Die Initiative «More Than Shelters» mit Standorten in Hamburg, Berlin und Amman (Jordanien) will Geflüchteten eine menschenwürdige Unterkunft ermöglichen. 2012 entwickelten sie das modulare Unterkunftssystem «Domo», das jeweils an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden kann. Mit ihrem Solarkiosk wollen die Designer Graft und Andreas Spiess den Menschen in Entwicklungsländern helfen, die ohne Elektrizität auskommen müssen. Ihr Kiosk liefert nicht nur nachhaltige Energie, sondern wirkt mit seinen vielfältigen Angeboten direkt in die Gemeinschaft: als Informationsbörse, Verteilstation und als Existenzgrundlage für seine lokalen Betreiber.

Service:

Öffnungszeiten: Di bis So: 10-18 Uhr, Do: 10-21 Uhr

Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro, unter 18 Jahren frei

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
01. 04. 2019
12:27 Uhr

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01. 04. 2019
12:27 Uhr



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