Lade Login-Box.
Corona Ticker
Topthemen: CoronavirusKommunalwahl 2020WohnzimmerkunstBlitzerwarnerHof-Galerie

 

Geänderte Flugzeit kann ein Mangel sein

Reisestress statt Cocktail am Pool: Wenn sich der Urlaubsflug mehrere Stunden in den Abend verschiebt, ist das ärgerlich. Doch Pauschalurlauber können Geld zurückverlangen.



Paar am Flughafen
Reisemangel: Verschiebt sich die Flugzeit bei einer Pauschalreise deutlich nach hinten, können Urlauber einen Preisnachlass fordern.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Verschiebt sich die Flugzeit bei einer Pauschalreise deutlich nach hinten, ist das ein Reisemangel. Der Urlauber kann vom Veranstalter nachträglich eine anteilige Minderung des Reisepreises verlangen.

Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Bad Homburg hervor (Az.: 2 C 2090/17 (28)). Die Abflugzeit kann der Reiseveranstalter in der Buchungsbestätigung zwar als «vorläufig» oder «voraussichtlich» kennzeichnen und später noch ändern - allerdings nur in einem gewissen Maße.

Ankunft am Abend statt am Mittag

In dem verhandelten Fall ging es um eine einwöchige Reise nach Mallorca von sechs Erwachsenen und drei Kindern. Der Flug von Saarbrücken aus sollte Palma ursprünglich um 12.35 Uhr mittags erreichen. Doch die Flugzeit änderte sich noch einmal, worüber der Veranstalter die Kunden vorab informierte. Die Gruppe erreichte die Insel erst um 20.00 Uhr abends. Der Kläger pochte nach dem Urlaub auf eine Minderung des Reisepreises, der Veranstalter wiegelte ab.

Nach Ansicht des Gerichts sind Abweichungen von der zunächst angegebenen Flugzeit nur in einem verhältnismäßig engen Rahmen zulässig. Und dieser war im konkreten Fall überschritten.

937 Euro Entschädigung

Der Kläger und seine Gruppe bekamen vom Veranstalter 937 Euro zurück - allerdings nicht nur für die Verschiebung des Fluges. In zwei Zimmern des Hotels hatte es außerdem heftig nach Schimmel gerochen. Es dauerte zwei Tage, bis die Betroffenen andere Zimmer bekamen. Insgesamt hatte die Reise 13 063 Euro gekostet.

Über das Urteil aus dem vergangenen Jahr berichtet die Zeitschrift «Reiserecht aktuell» (Ausgabe 5/2019).

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
18. 10. 2019
14:37 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bereich Hotels Erwachsene Fremdenverkehr Pauschalreisen Reisepreise Reiserecht Reiseveranstalter Urlauber
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Reisende

20.03.2020

Was Urlauber jetzt wissen müssen

Das gab es so noch nie: Die Reisetätigkeit kommt komplett zum Erliegen. Die Reisewarnung der Bundesregierung gilt nun bis Ende April. Was Urlauber jetzt wissen müssen. » mehr

Reiserecht

29.11.2019

Halber Reisepreis ist zu hohe Stornogebühr

Wenn Pauschalurlauber doch nicht verreisen können, müssen sie dem Veranstalter eine Stornogebühr zahlen. Die Pauschale darf aber nicht zu hoch sein, wie ein Fall vor Gericht zeigt. » mehr

Reisewarnung Stornierungen

18.03.2020

Was gilt jetzt für Stornierungen von Reisen?

Das gab es so noch nie: Die Reisetätigkeit kommt komplett zum Erliegen - spätestens mit der weltweiten Reisewarnung der Bundesregierung. Was Urlauber jetzt zu Stornierungen wissen müssen. » mehr

Paul Degott

31.12.2019

Wie sicher ist die Pauschalreise?

Die Thomas-Cook-Pleite war ein Schlag ins Gesicht vieler Urlauber: Die Reise abgesagt, das Geld erstmal weg. Dabei galten Pauschalreisen stets als sicher. Stimmt das noch zum Start ins Reisejahr 2020? » mehr

Wenn der eigene Koffer verschwunden bleibt

18.02.2020

Preisminderung bei verschollenem Gepäck

Wenn der Koffer verspätet ankommt, ist das ärgerlich. Wenn er überhaupt nicht mehr auftaucht, ist das noch schlimmer. Pauschalurlauber bekommen dann Geld zurück. Nur wie viel? » mehr

Sonnenschirme am Strand

30.12.2019

Hotel «direkt am Strand» muss Schwimmen ermöglichen

Ein Badeurlauber bucht ein Hotel «direkt am Strand» - doch dann stellt sich heraus, dass Schwimmen dort verboten ist. In einem solchen Fall gibt es vom Veranstalter Geld zurück. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
18. 10. 2019
14:37 Uhr



^