Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimJubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

 

Wie finde ich das passende Studium?

Wer in Deutschland studieren will, kann unter Tausenden Fächern wählen. Die Vielzahl der Angebote überfordert viele Abiturienten, sie bietet aber auch Vorteile. Was gilt es bei Studienwahl zu beachten?



Schnuppertag an der Uni
Friesische Philologie oder Game Design - das Studienangebot wird immer vielfältiger. Für Schulabgänger empfiehlt es sich daher, einmal in eine Veranstaltung hineinzuhören.   Foto: Markus Scholz/dpa-tmn

Friesische Philologie, Space Master oder Game Design: Das Studienangebot in Deutschland wird immer vielfältiger und spezialisierter. Für angehende Studenten bedeutet das eine große Auswahl, aber auch eine zunehmende Unsicherheit.

Anlässlich der Bildungsmesse Didacta in Hannover (noch bis 24. Februar) geben Experten Tipps für die Studienwahl.

Wie hat sich das Studienangebot entwickelt?

Das Angebot hat sich deutlich ausdifferenziert. Die Zahl der Studienangebote ist in den vergangenen Jahren um mehr als 60 Prozent gestiegen. Nach Angaben der Hochschulrektorenkonferenz gab es im Wintersemester 2007/2008 noch 11 265 Bachelor- und Masterangebote. Im Wintersemester 2016/2017 waren es bereits 18 467. «Hinzu kommen staatliche und kirchliche Abschlüsse», erklärt Heike Spanenberg vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (dzhw).

Wie finden Abiturienten das passende Angebot?

«Ein guter erster Schritt können Tests sein, die man online machen kann», rät Susanne Schilden von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Dazu gehöre beispielsweise der Studien-Interessentest des Hochschulkompasses . Hier können angehende Studenten im Selbsttest Studiengänge finden, die zu ihren Interessen passen.

Wenn möglich, sollten Abiturienten auch erste Eindrücke vor Ort sammeln, an Schnuppertagen teilnehmen oder einmal in eine Veranstaltung hineinhören. «Neben der Studienberatung sind auch die Fachschaften gute Ansprechpartner», erklärt Schilden. Praktika könnten ebenfalls hilfreich sein, um sich über die eigenen Interessen und Fähigkeiten klarzuwerden, rät Spangenberg.

Wann sollten Schulabgänger mit der Vorbereitung beginnen?

So früh wie möglich. Wer einen bestimmten Masterabschluss anstrebt, sollte sich darüber sogar schon vor dem Beginn seines Bachelorstudiums informieren, rät Spangenberg. «Bei einem Hochschulwechsel müssen unter Umständen zusätzliche Zugangsvoraussetzungen erfüllt werden, die es rechtzeitig zu erkunden gilt.»

Hat die Vielzahl der Angebote auch Vorteile?

Die Spezialisierungen können die Berufsaussichten nach dem Studium durchaus verbessern. «Heute können die Hochschulen Studienangebote individuell entwickeln und so flexibler auf Entwicklungen in der Wissenschaft und der Arbeitswelt reagieren», erklärt Schilden. Das Bachelor- und Mastersystem sei da weniger starr als noch vor der Studienreform.

Und die Nachteile?

Wer sich zu früh und zu stark spezialisiert, kann auch Nachteile auf dem Arbeitsmarkt haben. «Eine übergroße Spezialisierung macht Absolventinnen und Absolventen unbeweglich auf einem sich immer schneller verändernden Arbeitsmarkt», gibt Schilden zu bedenken. Die Expertin rät deshalb dazu, sich erst im Masterbereich zu spezialisieren.

Veröffentlicht am:
21. 02. 2018
15:23 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Abiturienten Hochschulrektorenkonferenz Studienangebote Wintersemester
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Große Vielfalt an den Unis

11.10.2019

Über 20.000 Studiengänge zur Auswahl

Studierende in Deutschland haben die Qual der Wahl: Noch nie war die Auswahl an Studiengängen so groß. Das zeigt eine Analyse des Centrums für Hochschulentwicklung. » mehr

Hörsaal

01.08.2019

Die Studienplatz-Börse startet

Eine zentrale Studienplatzbörse der deutschen Universitäten ist ab sofort online. Noch bis Oktober können dort freie Studienplätze für das kommende Wintersemester eingesehen werden. » mehr

Einreiseverbot für Studierende in den USA aufgehoben

21.07.2020

Studenten aus Europa dürfen wieder in die USA einreisen

Seit März dürfen Menschen aus den Schengenstaaten nicht in die USA einreisen. Das galt bisher auch für Studierende, die eine US-Uni besuchen wollten. Nun soll für sie das Verbot aufgehoben werden. » mehr

Studieren an der Universität

05.12.2017

Zulassungsbeschränkungen in Deutschland weiter rückläufig

Nach wie vor beschränken einige deutsche Hochschulen den Zugang zu bestimmten Studienfächern. Doch die Zahl der limitierten Studienangebote sinkt. Das zeigen Zahlen der Hochschulrektorenkonferenz. » mehr

Studiengang «Pflege»

03.06.2020

Neuer Pflege-Bachelor in München

Die Akademisierung verändert die Pflegebranche. An der KSH München können Studierende künftig einen neuen Bachelor absolvieren. » mehr

Über freie Studienplätze informieren

28.01.2020

Ab Februar über freie Studienplätze informieren

Wer bislang bei der Vergabe von Studienplätzen leer ausgegangen ist, muss die Hoffnung auf einen Studienstart im Sommer noch nicht aufgeben. Die Hochschulen informieren zentral über freie Plätze. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
21. 02. 2018
15:23 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.