Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: 54. Hofer Filmtage75 Jahre FrankenpostCoronavirusJubiläumsgewinnspielBlitzerwarner

 

Wie man herrenlosen Katzen hilft

Es ist nicht immer leicht zu entscheiden, ob eine umherlaufende Katze Hilfe braucht oder nur einen Ausflug macht. Bevor man handelt, sollte man das Tier erst einmal beobachten.



Herrenlose Katze
Ist diese Katze wirklich ein Streuner? In der Regel trifft das nur auf struppige und magere Tiere zu - alle anderen sind auf Streifzug.   Foto: Markus Scholz/dpa-tmn

Ist es ein herrenloses Tier oder nur eine Hauskatze, die frei durch die Gegend streifen darf? Streunerkatzen lassen sich in der Regel an ihrem ungepflegten Erscheinungsbild erkennen. «Sie haben ein schmutziges Fell, verklebte Augen, sind mager und oft scheu», erklärt Sarah Ross von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten.

Erst wenn man sich sicher ist, dass die Katze keinen Besitzer hat, sollten Katzenfreunde Schritte einleiten, um dem Tier zu helfen. Das bedeutet allerdings nicht, dass man es einfach mit nach Hause nehmen und behalten darf.

Streunerkatzen im Tierheim melden

Wer eine Streunerkatze findet, muss das Tier beim nächsten Tierheim melden. Ist die Katze zahm genug, kann man sie in einer Transportbox dorthin bringen. Die Fundkatze wird im Tierheim aufgenommen und versorgt. Meldet sich kein Besitzer, kann man die Katze adoptieren.

Ist das Tier sehr scheu, reicht es, den Aufenthaltsort zu melden. Erfahrene Helfer übernehmen dann zum Beispiel das Einfangen und kümmern sich um die medizinische Behandlung.

«Auch wenn das Melden ein bisschen Arbeit macht, ist die Hilfe nicht nur für die eine gefundene Streunerkatze relevant», erklärt Heimtierexpertin Ross. Wenn möglich, werden Streunertiere kastriert. Denn schon aus einem Katzenpärchen könnten nach fünf Jahren durch zwei jährliche Würfe mit Kindern und Kindeskindern insgesamt 12 000 Tiere werden.

«Kastrationen von Streunertieren verhindern viel Leid», sagt Ross. Weibchen werden nicht mehr trächtig und müssen sich nicht mehr um Junge kümmern, Kater geraten in weniger Revierkämpfe. Insgesamt bleibe kastrierten Tieren so mehr Kraft und Energie für das Leben auf der Straße.

Futterstellen für Streuner

Und was passiert im Tierheim mit dem Tier? Wenn die Katze zu menschenscheu ist, wird sie meist nach ärztlicher Behandlung wieder freigelassen. Wer sich dann um das Tier kümmern möchte, könne eine Futterstelle aufstellen - gut genährte Tiere werden weniger krank.

Wer anfängt zu füttern, sollte sich aber über die Konsequenzen bewusst sein: Katzen stellen sich schnell auf regelmäßige Nahrungsquellen ein. Wer sich zum Füttern entschließt, sollte dies dauerhaft tun, so Ross. Möglich sei auch, dem Tier zusätzlichen Schutz zu bieten, etwa in Form einer winterfesten Katzenhütte. Da reiche eine Styroporbox mit Eingangsloch und etwas Stroh im Innern.

© dpa-infocom, dpa:201022-99-40722/2

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 10. 2020
04:17 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Krankheiten Schutz Tiere und Tierwelt Tierheime Tierschutzorganisationen Ärzte Ärztliche Untersuchung und Behandlung
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Tiertafel in Frankfurt

26.10.2020

Hilfe für Bedürftige: Eine Tafel nur für Tiere

Tiertafeln können verhindern, dass Menschen in finanzieller Not ihre tierischen Mitbewohner abgeben müssen. So werden auch die Tierheime entlastet. » mehr

Labrador

08.06.2020

Hinter glänzendem Fell kann böse Krankheit stecken

Der Trend, sich von der Masse abzuheben und mit Schönerem glänzen zu können, macht auch vor Haustierbesitzern nicht halt. Im Fall von blauschwarz schimmernden Dobermännern mit tragischen Folgen. » mehr

Hund hinter Gittern

23.04.2020

Tiere in der Corona-Krise besser nicht online kaufen

Tiere sind in Krisenzeiten oft emotionale Stützen. Da träumen Menschen von einem tierischen Begleiter. Am besten sofort. Doch Tierschützer plädieren dafür, zu warten, bis Tierheime wieder öffnen. » mehr

Ein Madagaskar-Taggecko sitzt in einem Terrarium

29.09.2020

Auch gefährdete Reptilien-Arten online erhältlich

Für ein Reptil, das dekorativ im Wohnzimmer-Terrarium sitzt, sind in vielen Fällen andere Artgenossen gestorben - schon beim Fang, beim Transport oder beim Händler. Forscher warnen, dass auch gefährdete Arten immer noch ... » mehr

Kleintiere im Außengehege

18.11.2020

So fühlen sich Ihre Kleintiere im Außengehege wohl

Im Winter brauchen auch Kaninchen und Meerschweinchen Schutz vor der Kälte - vor allem, wenn sie draußen gehalten werden. Ein paar Tipps. » mehr

Wildschwein

22.09.2020

Wurstbrotrest nicht im Wald entsorgen

Die Afrikanische Schweinepest soll sich in Deutschland nicht weiter ausbreiten - dabei kann jeder mithelfen. Tipps, was man zurzeit besser lassen sollte. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 10. 2020
04:17 Uhr



^