Lade Login-Box.
Topthemen: BlitzerwarnerHofer Volksfest 2019Video: Lagerleben Collis Clamat

 

K-A-T-Z-E: Eine Erkundung nach Buchstaben zum Weltkatzentag

Sie ist Deutschlands beliebtestes Haustier und bleibt dennoch rätselhaft: die Katze. Zum Internationalen Tag der Katze eine durchbuchstabierte Faktensammlung - von K wie Kralle bis E wie Einzelgänger.



Weltkatzentag
Sie ist Deutschlands beliebtestes Haustier und bleibt dennoch für viele ein rätselhaftes Wesen: Die Katze.   Foto: Martin Schutt/dpa » zu den Bildern

Jeder vierte Haushalt in Deutschland ist auch das Heim einer Katze. Sie ist der liebste tierische Mitbewohner hierzulande - vor allem von Singles und Senioren. Die Katze durchbuchstabiert:

K wie Krallen:

Sie bestehen aus demselben Keratin wie menschliche Fingernägel, aber sie bleiben immer scharf. Die Natur hat gleich zwei Mechanismen entwickelt, die eine Abnutzung verhindern. Beim Laufen etwa ziehen die Tiere ihre Krallen ein - sie sind dann wie ein Handy in einer Tasche geschützt. Außerdem bestehen die Krallen im Gegensatz zu Nägeln aus zwei unterschiedlich harten Schichten. Die obere harte Schicht wächst schneller als die weiche, wodurch sich die Kralle nach unten biegt. Wenn die Katze etwa am Kratzbaum die untere weiche Schicht feilt, bleibt vorne eine kleine Spitze der harten Schich t. Diese verleiht der Katzenkralle ihre Schärfe, erläutert Max-Planck-Wissenschaftler Joscha Liedtke. Die so entstehende Krümmung erklärt auch, warum Katzen zwar sehr gute Kletterer sind, aber kopfüber nicht wieder vom Baum runterkommen: Die Krallen sind dafür falsch herum gebogen.

A wie Andrew Lloyd Webber, der mit seinem Musical «Cats» Millionen Besucher in mehr als 30 Ländern begeistert hat.

Er setzte Texte des englischen Dichters T. S. Elliot musikalisch um und brachte 1981 die Geschichte um einen nächtlichen Katzenball zunächst in London auf die Bühne. Die tierischen Vorbilder der Hauptfiguren Grizabella und Macavity hätten daran allerdings wohl kaum Vergnügen: Katzen haben ein ganz anderes Musik-Empfinden, sagt Psychologie-Professor Charles Snowdon. Sie genießen Klänge, die der Frequenz des Katzenschnurrens ähneln - etwa 1200 Schläge pro Minute. Das Gehör von Katzen gilt zudem als hypersensibel - sie nehmen weitaus höhere Tonlagen wahr als Menschen.

T wie Transponder:

Der reiskorngroße Mikrochip zur Identifizierung kann vom Tierarzt auch ohne Narkose implantiert werden, versichert der Deutsche Tierschutzbund. Die so markierte Katze sollte man kostenlos im Heimtierregister des Verbandes eintragen lassen. Gerät sie auf Abwege, kann ihr rechtmäßiger Halter schnell identifiziert werden. Eine Kennzeichnung ist auch mittels Tätowierung möglich, was aber als weniger sicher gilt und zudem für das Tier mit Schmerz oder einer Betäubung verbunden ist. Tierschützer fordern eine Registrierungspflicht, um so illegalen Tierhandel und Aussetzungen zu bekämpfen.

Z wie Zecken:

Die Parasiten können Katzen und ihren Besitzern durch übertragene Krankheitserreger gefährlich werden und sollten deshalb so schnell wie möglich mit einer speziellen Zange entfernt werden, empfehlen Tierärzte. Die insgesamt etwa 30.000 Veterinäre in Deutschland erwirtschaften laut Statistik mehrheitlich zwischen 100.000 und 300.000 Euro Jahreseinkommen - dazu tragen die für jedes Tier dringend empfohlenen jährlichen Impfungen gegen Katzenschnupfen und -seuche ebenso bei wie Vorsorgeuntersuchungen, Kastrationen oder Wurmkuren. Der Haustierversicherungsanbieter Agila rechnet allein für die Vorsorge mit 60 Euro pro Jahr und Tier.

E wie Einzelgänger: Katzen haben einen Ruf als Individualisten - tatsächlich aber entwickeln sie in den ersten Wochen nach der Geburt ein ausgeprägtes soziales Bewusstsein, haben Forscher nachgewiesen. Gibt es in dieser entscheidenden Lebensphase viel Kontakt zu Menschen, wird das zutrauliche Verhalten zum Wesenszug. Laut Tierschutzbund leben wilde Katzen und insbesondere geschlechtsreife Kater in der Regel auch deshalb alleine, um die vorhandene Beute im Revier für sich alleine zu beanspruchen. Tiere, die von Menschen versorgt werden, aber sich auch in der Natur frei bewegen können, schlössen sich hingegen häufig in kleineren Gruppen zusammen, weil Futterneid für sie keine überlebenswichtige Rolle spiele.

Veröffentlicht am:
08. 08. 2019
04:44 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Andrew Lloyd Webber Haustiere Impfungen Musical Parasiten Singles Tiere und Tierwelt Tierschützer Tierärztinnen und Tierärzte Transponder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Mops

02.08.2019

Omi ist auf den Hund gekommen

Die Kinder sind aus dem Haus, die Arbeit ist vorbei. Ein Haustier als Begleiter in den Lebensabend kommt da sehr gelegen. Halten die Fellfreunde tatsächlich gesund und glücklich? Experten raten, die eigenen Kräfte realis... » mehr

Blutspender

16.07.2019

Blutspende für Bello und Mieze

Haustiere sind heute oft Familienmitglieder. Bei gesundheitlichen Problemen erwarten Halter Hilfe wie in der Humanmedizin. Blutspenden gehört auch dazu. Aber wer weiß das? » mehr

Bulldogge Reserva do Rei Lenny Lauras

31.05.2019

Der Mensch und seine «Rasse»-Haustiere

Mops, Pudel und immer neue Trendarten: Rassehunde sind beliebt. Doch woher kommt eigentlich unsere Faszination für Zuchttiere? Und warum stehen die gezüchteten Vierbeiner immer wieder in der Kritik? » mehr

Clickertraining

07.08.2019

Der Katze besseres Benehmen beibringen

Katzen haben ihren eigenen Kopf. Es ist nicht leicht, ihnen Macken abzugewöhnen oder sie dazu zu bringen, auf Kommandos zu reagieren. Doch es geht. Mit Geduld lässt sich fast jede Samtpfote erziehen. » mehr

Wohnzimmer voller Hunde

12.07.2019

Beim Animal Hoarding leiden Mensch und Tier

Gegen das Treiben krankhafter Tiersammler vorzugehen, ist schwierig. Diese Menschen leben mit einer psychischen Störung und sehen das Leiden ihrer Tiere nicht. » mehr

Bei-Fuss-gehen

28.06.2019

Was gegen das Hunde-Halsband spricht

Für viele Hundeexperten ist ein Brustgeschirr die bessere Alternative zum Halsband. Es schont den empfindlichen Halsbereich des Hundes - und es kann helfen, unerwünschtes Verhalten zu bekämpfen. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
08. 08. 2019
04:44 Uhr



^