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Wer häufig im Freien tätig ist, hat ein erhöhtes Risiko, an hellem Hautkrebs zu erkranken

Vorsicht, heller Hautkrebs – Vorstufen früh erkennen

Strand, Schwimmbad, Sonne satt – für rund die Hälfte der Deutschen ist der Sommer die liebste Jahreszeit. Doch die warmen Sonnenstrahlen hinterlassen auf unserer Haut nicht nur ein wohliges Gefühl, sondern können ihr auch gefährlich werden. Insbesondere der Schwarze Hautkrebs ist bei Sonnenanbetern gefürchtet.



Wissenswertes & Fakten

Tatsächlich ist Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung weltweit. An schwarzem Hautkrebs erkranken in Deutschland circa 28 000 Menschen pro Jahr, an hellem Hautkrebs sogar über 200 000.

Aus diesem Grund ist seit Januar 2015 der helle Hautkrebs als Berufskrankheit anerkannt. Betroffen sind beispielsweise Landwirte, Bauarbeiter, Gärtner, Seeleute, Sportlehrer, Kindergärtner, Mitarbeiter der Stadtreinigung, Arbeiter in Steinbrüchen oder im Kanalbau sowie LKW- und Taxifahrer.

Sie sind häufig stundenlang der prallen Sonne ausgesetzt. Diese andauernde UV-Strahlung schwächt langfristig die Zellen und auch das Immunsystem der Haut, die Körperhülle kann die dadurch entstandenen Schäden nicht mehr selbst reparieren, wodurch heller Hautkrebs entstehen kann.

Um sich zu schützen, sollte man dunkle, dichtgewebte Kleidung tragen. Sie hält die UV-Strahlen ab. Eine Kopfbedeckung sowie eine geprüfte Sonnenbrille beschirmen das Gesicht zusätzlich. djd

Sonnenstrahlen hinterlassen auf unserer Haut nicht nur ein wohliges Gefühl, sondern können auch gefährlich werden. Foto: detailblick-foto
Sonnenstrahlen hinterlassen auf unserer Haut nicht nur ein wohliges Gefühl, sondern können auch gefährlich werden. Foto:detailblick-foto

Doch was viele nicht wissen: Es gibt auch hellen Hautkrebs. Eine häufige Vorstufe dieser Krebsart sind aktinische Keratosen. Sie werden von den Betroffenen in vielen Fällen erst spät erkannt, denn die Symptome ähneln denen einer harmlosen Hautveränderung.

Die Lebenszeitdosis spielt eine Rolle

Von aktinischen Keratosen sind meist Menschen ab 50 Jahren betroffen. Denn bei der Entstehung spielt die Lebenszeitdosis an UV-Strahlung eine wichtige Rolle.

Gefährdet sind vor allem Personen, die viele Jahre lang in Job oder Freizeit ungeschützt starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren. Ein erhöhtes Risiko haben Menschen mit heller Haut, die zu Sonnenbrand neigen. Aktinische Keratosen sind nicht bösartig, können jedoch entarten.

Verschiedene Behandlungen

Werden sie früh erkannt, lassen sie sich gut behandeln. Dazu ist nur selten eine operative Entfernung nötig. So können die Stellen beispielsweise vereist oder mit einem Laser abgetragen werden. Ebenso möglich ist die Behandlung mit speziellen wirkstoffhaltigen Salben.

Eine minimal-invasive Behandlung, die auch für großflächige Hautareale infrage kommt, ist die Photodynamische Tageslichttherapie (Tageslicht-PDT).

Unter Einwirkung von Tageslicht

Bei dieser wird zunächst ein Medikament auf die Haut aufgetragen, durch das die geschädigten Zellen lichtempfindlich werden. Unter der Einwirkung von Tageslicht bilden sich daraufhin spezielle Sauerstoffmoleküle, die die kranken Zellen zerstören. Die abgestorbenen Zellen werden daraufhin vom Körper abgebaut, und die Haut regeneriert sich innerhalb kurzer Zeit.

Ähnlich wie Sandpapier

Aktinische Keratosen zeigen sich mit Symptomen, die von den Betroffenen meist als harmlose Hautirritation abgetan werden. Dazu gehören raue, schuppige Hautstellen, die sich ähnlich wie Sandpapier anfühlen.

Die Farbe variiert von hautfarben über gelblich bis hin zu rötlich. Betroffen sind meist Partien, die häufig mit UV-Strahlen in Kontakt kommen – wie Stirn, Ohren, Wangen und Nasenrücken.

Bei auffälligen Stellen sollten Betroffene ihren Hautarzt um Rat fragen. Außerdem empfehlen Experten, regelmäßig Untersuchungen zur Hautkrebs-Früherkennung wahrzunehmen. Ab einem Alter von 35 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre die Kosten. akz-o

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