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Bettwanzen muss der Profi bekämpfen

Lange waren Bettwanzen nur ein Mitbringsel aus fernen Urlaubsorten. Doch inzwischen finden sich die Tiere in vielen Wohnungen und breiten sich von dort aus auf die benachbarten Wohnungen aus. Das Problem: Man kann sich kaum schützen, und die Bekämpfung ist aufwendig.



Bettwanze
Bettwanzen sind vier bis sechs Millimeter lang und rostrot bis dunkelbraun, wobei die Beine und Antennen eher gelblich aussehen.   Foto: Arno Burgi

Bettwanzen schleppt man in der Regel mit dem Urlaubsgepäck nach Hause. Allerdings kann es bei starkem Befall dazu kommen, dass die Tiere sich auch in benachbarten Wohnungen ausbreiten. So erkennt man den Befall und bekämpft ihn:

Der Verdacht

Das Umweltbundesamt rät, bei Verdacht auf einen Befall der Koffer und Taschen, diese nach der Reise in der Badewanne auszupacken. Die Tiere lassen sich darin besser erkennen und zerstören, bevor sie abhauen. Wer schon sicher weiß, dass er Bettwanzen in seiner Unterkunft hatte und sie daher mit nach Hause bringt, kann das Gepäck auch vor dem Auspacken noch von einem Schädlingsbekämpfer begasen lassen.

Die Bettwanzen lassen sich im Wohnraum im Bett und in oder hinter anderen Möbeln sowie Bilderrahmen, Lichtschaltern, Tapeten und Fußleisten entdecken. Sie verstecken sich gerne dort und hinterlassen schwarze Punkte - ihren Kot. Die Tiere sind laut Deutschem Schädlingsbekämpfer-Verband vier bis sechs Millimeter lang und rostrot bis dunkelbraun, wobei die Beine und Antennen eher gelblich aussehen. Die Wanzen sind flach, daher nennt man sie auch Tapetenflunder. Sie können nicht fliegen.

Hinweise auf Bettwanzen findet man auch an sich selbst: Es bilden sich stark juckende Pusteln, Blasen oder Quaddeln durch die Stiche der Tiere. Aber: Nicht jeder reagiert so, bei manchen Menschen entwickeln sich gar keine Anzeichen.

Die Bekämpfung

Das Umweltbundesamt rät zur Bekämpfung durch Fachleute, wofür man durchaus mehrere Wochen einkalkulieren muss. Maßnahmen in Eigenregie würden keine vollständige Beseitigung der Schädlinge zur Folge haben. Vielmehr besteht die Gefahr, dass man Insektizide falsch anwendet und somit seine Gesundheit aufs Spiel setzt.

Die Vorbeugung

Schützen vor einem Befall kann man sich nicht. Man kann aber zum Beispiel in einem Hotel vor dem Einzug mit Gepäck das Zimmer genau absuchen und gegebenenfalls auf einen anderen Raum bestehen. Grundsätzlich bietet es sich an, Gepäckstücke geschlossen zu halten und in größtmöglicher Entfernung zum Bett zu lagern. Auch Waren und Möbel, die Bettwanzen enthalten könnten, sollte man vor dem Kauf auf die Tiere überprüfen.

Die Gesundheitsgefahr

Die Bettwanze ist ein Blutsauger, sein Hauptwirt ist der Mensch. Das Insekt ist sehr widerstandsfähig und hat eine Lebenserwartung von sechs Monaten. Es ist aber nicht gefährlich: Das Risiko, dass die Insekten Krankheitserreger übertragen, ist äußerst gering. Der Befall hat auch nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, wie das Umweltbundesamt betont.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
09. 11. 2018
15:59 Uhr

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09. 11. 2018
15:59 Uhr



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