Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: 54. Hofer Filmtage75 Jahre FrankenpostCoronavirusJubiläumsgewinnspielBlitzerwarner

 

Immobilien im Umland von Metropolen zunehmend gefragt

Vielen jungen Familien bieten Wohnungen in der Großstadt zu wenig Platz. Sie ziehen daher vermehrt in den sogenannten Speckgürtel im Umland der Metropolen. Diese Entwicklung spiegelt sich nun auch in den Immobilienpreisen wieder.



Wohnhäusern in Bernau bei Berlin
Jungen Familien steht im Umland meist mehr Wohnfläche zur Verfügung als in der Stadt.   Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Das Umland von Metropolen wird einer Studie zufolge bei Immobilienkäufern immer begehrter. In Berlin, München, Köln, Hamburg und Stuttgart sind die Preise für Bestandswohnungen im Umland seit 2017 stärker gestiegen als in den Metropolen selbst.

Das zeigt eine Analyse des Verbands der Sparda-Banken und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). In Berlin etwa verteuerten sich Wohnungen im Umland mit fast 22 Prozent deutlich stärker als in der Hauptstadt (17,5 Prozent). Auch in der Münchner Peripherie war der Anstieg mit rund 10 Prozent größer als in der Stadt (6 Prozent).

In Frankfurt und Düsseldorf war der Preisauftrieb dagegen in den Städten stärker als im Umland. Käufer profitieren im Speckgürtel weiter von großen Preisabschlägen, schrieben die Autoren in dem Papier. Wohnimmobilien nahe der der sieben größten Städte seien im Schnitt 55 Prozent günstiger als in den Metropolen.

«Wer auf der Suche nach mehr Wohnraum für die Familie ist, geht raus aus den Großstädten ins Umland», sagte IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. Vor allem für junge Familien spiele neben dem Preis, der Verfügbarkeit und der Infrastruktur auch das Platzangebot eine entscheidende Rolle. Während die mittlere Wohnfläche in den Metropolen bei 86 Quadratmetern liege, würden im Umland im Schnitt 120 Quadratmeter angeboten. Die großen Unterschiede ließen die Pendlerströme anschwellen. «Hieraus erwächst der klare Auftrag an die Politik, auch die Infrastruktur ins Umland auszubauen», sagte Florian Rentsch, Vorsitzendes des Verbands der Sparda-Banken.

Die Corona-Krise habe unterdessen den Immobilienboom nicht zum Erliegen gebracht, beobachteten der Bankenverband und das IW. «Die Preise sind ebenso ungebrochen auf hohem Niveau wie die Nachfrage nach Wohneigentum selbst.» Immobilien gälten weiter als sichere Wertanlage, Kredite seien billig und der Wunsch nach einem Eigenheim groß - erst Recht in Zeiten von Lockdown und Homeoffice.

Seit Beginn der Pandemie im März sei besonders die Nachfrage zum Kauf von Einfamilienhäusern stark gestiegen. Auch Suchanfragen für Wohnungsmieten lägen über Vorkrisenniveau. Zurückhaltung gebe es nur bei Verkäufern. Nach dem Einbruch der Verkaufsinserate in der ersten Corona-Welle gebe es noch keine Erholung auf das Vorkrisenniveau.

© dpa-infocom, dpa:201110-99-280870/4

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
10. 11. 2020
13:53 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Covid-19-Pandemie Eigenheim Florian Rentsch Hauptstädte von Staaten und Teilregionen Immobilien Immobilienpreise Institut der deutschen Wirtschaft Sparda-Bank Wohnimmobilien Wohnungen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Immobilien

26.08.2020

Immobilienpreise steigen weiter

Einige Experten haben wegen der Corona-Krise mit einem Dämpfer für den Immobilienmarkt gerechnet. Doch bei Investoren bleiben Häuser und Wohnungen stark nachgefragt - die Preise steigen somit unvermindert weiter. » mehr

Mehrfamilienhaus

14.09.2020

Was bedeutet die Corona-Pandemie für Immobilienkäufer?

Die Corona-Pandemie stellt einiges auf den Kopf. Mit einer Ausnahme: Der Immobilienmarkt zeigt sich bisher erstaunlicherweise stabil. Wie werden sich die Preise weiter entwickeln? » mehr

Neue fast fertige Wohnhäuser

03.08.2020

Mieten und Kaufpreise steigen trotz Corona-Krise

Seit Jahren schon steigen die Mieten und Immobilienpreise in Deutschland. Endet nun mit der Corona-Krise der Boom? Neue Daten geben wenig Hoffnung für Mieter und Wohnungskäufer. » mehr

Steigende Immobilienpreise

25.06.2020

Preise für Wohnungen und Häuser steigen erneut kräftig

Der Immobilienboom in Deutschland hat sich zum Jahresauftakt fortgesetzt - zu Lasten von Käufern. Auch auf dem Land verteuern sich Wohnungen. Ob die Preise trotz der Corona-Krise weiter klettern, ist aber umstritten. » mehr

Immobilienmarkt

24.09.2020

Immobilien verteuern sich trotz Corona-Krise kräftig

Endet mit Corona der lange Preisanstieg bei Häusern und Wohnungen in Deutschland? Das haben manche Menschen gehofft, die eine Immobilie suchen. Doch neue Zahlen zeigen, dass der Boom ungebrochen ist. » mehr

Wohnraum in Berlin

06.01.2020

Preisanstieg bei Immobilien dauert an

Seit zehn Jahren steigen die Immobilienpreise in Deutschland. Viele warnen vor einer Blase in Städten und kräftigen Preiseinbrüchen. Doch so einfach ist es nicht. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
10. 11. 2020
13:53 Uhr



^