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Warum sich der Frühjahrsputz lohnt

Beim klassischen Frühjahrsputz wird das ganze Haus gesäubert. Nur: Wer hat dafür Zeit? Und ist das überhaupt notwendig, wenn man ohnehin wöchentlich putzt? Stattdessen bietet der Frühjahrsputz Anlass, sich jene Stellen vorzunehmen, die sonst nur selten gereinigt werden.



Jalousien machen Arbeit
Jalousien machen leider etwas Arbeit: Hier muss man die Lamellen einzeln und von beiden Seiten mit einem trockenen Tuch abwischen. Foto: Robert Günther   Foto: dpa » zu den Bildern

Frühjahrsputz ist nicht nur eine Gelegenheit für das Großreinemachen. Ist da nicht schon lange dieser kleine Fleck auf der Couch, der endlich weg sollte? Was ist mit der klebrigen Tür?

Und der speckigen Fernbedienung? Hier sind ein paar Tipps für das Reinigen sonst wenig bedachter Stellen im Haushalt:

- Leuchten: Der Blick geht selten nach oben, und wenn, dann fällt einem der Schmutz nicht zwangsläufig auf. Doch wann haben die Leuchten das letzte Mal einen Lappen gesehen? Vor dem Putzen steht erstmal die Sicherheit, also: Strom wegnehmen oder Stecker ziehen. Dann werden normal verschmutzte Teile mit einem Gemisch aus einem Teelöffel Salz und fünf Liter Wasser und bei stärkerer Verschmutzung auch noch etwas Spülmittel abgewischt, erläutert Carina Frey, Ratgeberautorin für die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das Salz sorgt für Glanz.

«Textilien saugt man mit einem weichen Aufsatz ab», so Frey weiter. Danach werden sie mit einem nebelfeuchten Mikrofasertuch abgewischt. Vorsichtig muss man beim Anfassen von Halogenlampen sein: Fette und Salze von Fingerabdrücken brennen sich später ein.

- Türen: In Kinderzimmern werden Türen auch mal als Maltafel zweckentfremdet. Wichtig ist hier, den Türlack nicht mit scharfen Reinigern zu beschädigen, erläutert die Waldschutzorganisation PEFC Deutschland. Gewöhnliche Allzweckreiniger, Handspülmittel oder Naturalseife reichten zur Reinigung aus. Sie sollten nur mit einem weichen Tuch, zum Beispiel einem Fensterleder, aufgetragen werden. Harte und kratzige Schwämme hinterlassen Kratzer. Außerdem wichtig: Holz nie nass, sondern nur leicht feucht abwischen und anschließend trockenwischen. Zu viel Feuchtigkeit kann das Holz aufquellen lassen, und Rückstände werden zu Schlieren oder Kalkflecken.

- Rollos und Jalousienen: Dort sammelt sich gerne über längere Zeit unbemerkt Staub an. Rollos machen leider etwas Arbeit: Hier muss man die Lamellen hochkant stellen und dann jede einzeln von beiden Seiten mit einem trockenen Tuch abwischen. Klebt Schmutz daran, dann einen Lappen in Wasser mit etwas Spülmittel tauchen, erläutert Frey. Um Schlieren zu vermeiden, die Lamellen danach abtrocknen.

Stoffrollos werden vollständig ausgefahren und dann abgestaubt. Mit einem nebelfeuchten Tuch lässt sich hartnäckiger Schmutz entfernen. Ein Feinwaschmittel im Wasser kann helfen, danach muss man aber mit klarem Wasser nachwischen. «Beim Stoffrollo ist ganz wichtig, dass es vollständig trocknet, bevor es eingefahren wird», sagt Frey. «Sonst können sich schnell Stockflecken bilden.»

- Spülmaschine: Sie spült zwar Geschirr rein, sich selbst kann die Spülmaschine aber nicht komplett sauber halten. Gerade die Siebe sind anfällig: Sie können mit der Zeit von Speiseresten verstopft werden und sollten genauso wie Düsen und Sprüharme gereinigt werden, erklärt das Forum Waschen . Die Türdichtungen ebenfalls abwaschen. Empfehlenswert: die Spülmaschine am besten einmal monatlich mit 65 Grad Wassertemperatur oder höher laufen lassen und bleichmittelhaltigen Reiniger einsetzen. Das entfernt Ablagerungen im Innenraum. Haben sich Kalk und Fett festgesetzt, idealerweise noch ein Maschinenpflegemittel einsetzen.

- Heizkörper: Was bietet sich thematisch besser an, um den Winter aus der Wohnung zu kehren, als das Putzen der Heizkörper? Zumal sie Staubfänger sind. Zweimal im Jahr sollte man das tun - unter anderem weil Hausstaubmilben hier sonst Nahrung finden. Darauf weist der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel hin. Spezielle lange Heizungsbürsten und eine schmale Düse am Staubsauger erleichtern die Arbeit. Ein leicht feuchtes Tuch oder Zeitungspapier darunter fangen die Wollmäuse und Staubpartikel auf, so dass sie nicht im Raum herumfliegen. Die Außenfläche wird mit Wasser und Allzweckreiniger abgewischt. Dafür keine rauen Schwämme oder Lappen nehmen, die Kratzer im Lack hinterlassen könnten. Wichtig: vorher die Heizung ausschalten.

- Fernbedienung: Was man so häufig anfasst wie die Fernbedienung, wird zwangsläufig dreckig. Ihre Ritzen lassen sich mit Wattestäbchen reinigen, sagt Frey. Die Fernbedienung sollte nur nebelfeucht abgewischt werden, sonst kann Wasser in die Tastatur und darüber in die Elektronik gelangen. Wer Zeit für eine gründliche Reinigung hat, öffnet das Gehäuse, entfernt die Batterien und schrubbt sie außen mit einer Zahnbürste und Allzweckreiniger ab. Die Tasten mit einem Wattestäbchen, das in Reinigungsalkohol getränkt wird, säubern.

Veröffentlicht am:
18. 02. 2019
10:23 Uhr

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dpa

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Veröffentlicht am:
18. 02. 2019
10:23 Uhr



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