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Fahrradgaragen sind Diebstahlschutz und Blickfang im Garten

Wohin mit dem Fahrrad, wenn es mal nicht fährt? Fahrradgaragen sind eine Möglichkeit, den Drahtesel sicher unterzubringen. Hier ist es gut geschützt vor der Witterung und vor Diebstahl.



Gut geschützt vor Witterung
In Fahrradgaragen sind die Bikes gut geschützt vor der Witterung - und vor allem vor Diebstahl.   Foto: wsm.eu/pd-f.de/dpa-tmn » zu den Bildern

Fahrräder brauchen einen Stellplatz, an dem sie vor Regen und Dieben geschützt sind. Roland Huhn vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) rät zu besonderen Fahrradgaragen. Sein Argument: «Man sieht das Fahrrad nicht.

Da muss der Dieb auf gut Glück die Box aufbrechen, bevor er sehen kann, ob es sich lohnt - oder ob überhaupt etwas drin ist. Das schreckt ab», sagt Huhn.

Auch der Diebstahl von Einzelteilen wird so erschwert - gerade bei Pedelecs mit teurem Akku wichtig. Ein weiterer wichtiger Faktor: Bequemlichkeit. Das Schleppen aus dem Keller entfällt.

Allerdings hat der Stellplatz seinen Preis. «Einfache Fahrradgaragen gibt es ab 200 Euro. Aber um etwas Solides haben, muss man mehr in die Hand nehmen», erklärt Anna Florenske vom Verband Wohneigentum in Bonn. «Ab circa 1000 Euro Anschaffungspreis erfüllen die meisten die gängigen Kriterien, aber auch hier lohnen sich noch Vergleiche.»

Es gibt Fahrradgaragen die an einen kleinen Holzschuppen erinnern, schlichte Metallkonstruktionen, futuristische Kunststoff-Boxen und sogar komplett im Boden versenkbare Garagen mit Betondeckel.

Sicherheit als Kaufkriterium

Doch statt schickem Design sollten Sicherheitsaspekte bei der Kaufentscheidung im Vordergrund stehen, findet Huhn. «Es gibt diese Kunststoffgaragen aus durchsichtigem Material - die würde ich mir nicht vors Haus stellen, weil man erstens sehen kann, was drin ist, und zweitens auch den Schließmechanismus selbst erkennen kann.»

Florenske ergänzt: «Die Größe ist natürlich wichtig: Wie viel Fläche habe ich, wie viele Räder sollen hineinpassen? Soll noch etwas anderes dort untergebracht werden?» Einzelne Hersteller statten ihre Garagen mit Aufhängungen für Helme oder Werkzeug aus oder haben Sondermodelle für Pedelecs mit Ladesäulen oder Platz für ein Ladegerät im Programm.

Fest verankertes Schloss

«Am besten ist ein fest verankertes Schloss. Das ist auf jeden Fall besser als ein Vorhängeschloss», sagt Florenske weiter. «Am sichersten ist es, wenn der Zylinder nicht vorsteht, sondern plan mit der Tür ist.» Beim Kauf sollte man sich nach der Sicherheitsstufe des Schlosses informieren. Ein weiterer Faktor ist die Belastbarkeit, etwa in Hinblick auf die Schneelast des Daches. «In Deutschland reichen meist schon 25 Kilogramm pro Quadratmeter», sagt Florenske. «Aber damit ein Dieb nicht mit dem Vorschlaghammer durchkommt, ist eine Belastbarkeit von 50 Kilogramm pro Quadratmeter besser. Da kann das Schloss noch so gut sein: Wenn die Konstruktion so etwas nicht aushält, bringt es nichts.»

Genehmigung der Behörden

Doch wohin mit den Garagen? «Wer in der Stadt wohnt, hat vielleicht Platz vor dem Haus, aber der gehört ihm nicht», sagt Huhn. Eine Lösung könnte sein, beim zuständigen Amt die Nutzung des öffentlichen Raumes für diesen Zweck anzufragen. Einzelne Städte, etwa Hamburg und Frankfurt am Main , haben sogar schon entsprechende Modelle erarbeitet, um das Radfahren für ihre Bewohner attraktiver zu machen.

Aber auch Eigenheimbesitzer mit ausreichend Platz auf dem Grundstück sollten die Fahrradgarage nicht einfach nach Gutdünken aufstellen. Auch hier kann es je nach Gemeinde Vorschriften geben und je nach Größe kann auch eine Baugenehmigung erforderlich sein, erläutert Rüdiger Mattis vom Verband Privater Bauherren.

Veröffentlicht am:
15. 07. 2019
04:52 Uhr

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dpa

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15. 07. 2019
04:52 Uhr



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