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Ausblick auf die IFA: Smarthome trotz Corona

Die Corona-Pandemie wirft ihre Schatten auf die IFA: Die Elektronikmesse findet in diesem Jahr hauptsächlich virtuell statt. Einige Hersteller von Elektrogeräten haben vorab erste Neuheiten verraten.



Vernetzte Spülmaschine
Siemens setzt mit seinen neuen Spülmaschinen auf ein smart vernetztes Zuhause. Alle Geräte sind vernetzt - von der Einstiegs- bis hin zur Premiumklasse.   Foto: Siemens Hausgeräte/dpa-tmn » zu den Bildern

Die Elektronikmesse IFA ist Jahr für Jahr ein Highlight für Hersteller und Publikum. Hier werden die neuesten Geräte präsentiert, von Handys über Fernseher und Computer bis hin zu Haushaltsgeräten.

Normalerweise drängen sich binnen weniger Tage Hunderttausende durch die Messehallen am Berliner Funkturm. Aber in Zeiten von Corona ist nichts mehr normal.

Die « IFA 2020 Special Edition » (3. bis 5. September) sei eine Art «Hybridveranstaltung», erklärt Jens Heithecker, Direktor der IFA. Denn die Messe besteht in diesem Jahr aus separaten Live-Events vor Ort, die sich auf die Kernfunktionen der IFA für Fachbesucher, Händler und Aussteller konzentrieren. Zu jedem der Veranstaltungsteile sind maximal 750 Personen pro Tag zugelassen.

Besucher können über Videos an IFA teilnehmen

Zusätzlich präsentiert die IFA sozusagen als virtuelle Verlängerung den IFA Xtended Space. Hier können Interessierte über Streaming- und on-demand-Angebote an der Messe teilnehmen und sich über die Produktneuheiten informieren. Der Besuch des IFA Xtended Space ist kostenlos und steht jedem offen.

«Wir spüren ein außerordentliches Interesse aus dem In- und Ausland», sagt Heithecker über das virtuelle Angebot der IFA. Das bringe in diesem Jahr Menschen online und offline zusammen. Doch obwohl die IFA branchenintern als wichtigste Fachmesse gilt, nehmen in diesem Jahr weniger Anbieter teil.

Geräte werden mit App erweitert

Einige Hersteller von Elektrogeräten haben vorab bereits erste Neuheiten verraten. Im Mittelpunkt steht, wie auch schon in den Vorjahren, weiterhin die intelligente Vernetzung von Gerät und Mensch - bevorzugt per App.

Beispiel Miele: Der Hersteller für Küchengeräte verspricht mit seinem smarten Assistenzsystem CookAssist das perfekte Kocherlebnis - ohne angebrannten Braten oder zerkochtes Gemüse. CookAssist funktioniert über die Miele@mobile App. Per Smartphone oder Tablet werden Hobbyköche Schritt für Schritt mithilfe von einschlägigen Fotos durch den gesamten Kochprozess geführt.

Der Hersteller verspricht, dass bereits das Aufheizen der Pfanne über eine Grafik nachvollziehbar sein soll. Die Temperaturkontrolle übernimmt demnach der intelligente TempControl-Sensor, der im Kochfeld integriert ist. Ständiges Nachregulieren oder gar Anbrennen sollen damit passé sein, verspricht Miele. Voraussetzung zur Nutzung dieser Funktion ist, dass der Herd sich mit der App vernetzen kann.

Kurzer Spülgang bevor die Gäste kommen

Auch Siemens setzt weiterhin auf ein smart vernetztes Zuhause. Roland Hagenbucher, Geschäftsführer von Siemens Hausgeräte, erklärt: «Der Fokus liegt ganz klar auf smarten Hausgeräte, die den Alltag leichter machen.» Als Beispiel nennt er die neuen Geschirrspüler.

Alle Geräte, von der Einstiegs- bis hin zur Premiumklasse, sind vernetzt und lassen sich via App steuern. «Dadurch ermöglichen wir Services, die im Alltag enorme Erleichterungen bieten - wie zum Beispiel unsere varioSpeed-on-demand-Funktion», sagt Hagenbucher. Damit kann der Spülprozess bei Bedarf über die App auf das Dreifache beschleunigt werden. Das kann vor allem dann hilfreich sein, wenn zum Beispiel unerwartet Gäste vor der Tür stehen. Denn die Beschleunigung funktioniert auch dann, wenn der Geschirrspüler bereits läuft.

Künstliche Intelligenz für Waschmaschinen

Samsung verspricht mit seinen neuen Waschmaschinen und Trocknern einfaches und energiesparendes Waschen und Trocknen - unterstützt durch künstliche Intelligenz. Die Geräte sollen dem Nutzer durch personalisierte Programmvorschläge und leicht verständliche Fehlermeldungen das Bedienen erleichtern. Außerdem würden sich die Geräte die bevorzugten Waschprogramme merken können und diese dem Nutzer vorschlagen.

Die gesamte Produktpalette wird zudem durch gängige Sprachassistenten wie Alexa oder Google unterstützt. Außerdem, so verspricht es Samsung, sollen sich die Waschmaschinen von fast überall über eine App starten und steuern lassen.

© dpa-infocom, dpa:200828-99-346583/3

Veröffentlicht am:
31. 08. 2020
11:09 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
31. 08. 2020
11:09 Uhr



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