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Arzberg

25 neue Arbeitsplätze in Arzberg

Das Unternehmen Zarelo produziert in der alten Aktien-Fabrik Feueranzünder. Die Bedingungen in den Räumen sind ideal.



Sie freuen sich über den neuen Standort der Firma Zarelo (von links): Benjamin Rödel (Fertigung), Uwe Eckert (Vertrieb), Geschäftsführer Thomas Dunkel, Tanja Döbereiner von der Werksverwaltung, Maximilian von Waldenfels von der Geschäftsleitung der Firmengruppe Scherdel, Sabine Ehm von der Stadt Arzberg (zuständig für das Regionalmanagement), Bürgermeister Stefan Göcking, Geschäftsführer Wolf-Christian Küspert, Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, Landrat Dr. Karl Döhler, Marcus Bach von der Geschäftsleitung der Firmengruppe Scherdel, Murat Tugrul (Fertigung), Zarelo-Betriebsleiter Christoph Raithel und Cäcilia Scheffler, Vorstand des gKU Winterling-Immobilien. Foto: Matthias Bäumler
Sie freuen sich über den neuen Standort der Firma Zarelo (von links): Benjamin Rödel (Fertigung), Uwe Eckert (Vertrieb), Geschäftsführer Thomas Dunkel, Tanja Döbereiner von der Werksverwaltung, Maximilian von Waldenfels von der Geschäftsleitung der Firmengruppe Scherdel, Sabine Ehm von der Stadt Arzberg (zuständig für das Regionalmanagement), Bürgermeister Stefan Göcking, Geschäftsführer Wolf-Christian Küspert, Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, Landrat Dr. Karl Döhler, Marcus Bach von der Geschäftsleitung der Firmengruppe Scherdel, Murat Tugrul (Fertigung), Zarelo-Betriebsleiter Christoph Raithel und Cäcilia Scheffler, Vorstand des gKU Winterling-Immobilien. Foto: Matthias Bäumler  

Arzberg - Wenn Texaner oder Südafrikaner zum Barbecue laden, ist es gut möglich, dass sie die Kohlen im Edelgrill mit einem Feueranzünder aus dem Fichtelgebirge zum Glühen bringen. Seit sieben Jahren gibt es das Unternehmen Zarelo, und in dieser Zeit hat es sich in einem im wahrsten Wortsinn heiß umkämpften Markt mehr als etabliert. Seit Kurzem produzieren die derzeit 25 Mitarbeiter in Arzberg in der alten Aktien-Porzellanfabrik. Zur Einweihung kamen Bürgermeister Stefan Göcking, Landrat Dr. Karl Döhler und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel in die Werkshalle, in der früher Porzellan hergestellt wurde.

Wie Zarelo-Geschäftsführer Wolf-Christian Küspert sagte, ist das Unternehmen in sieben Jahren dreimal umgezogen. Zuletzt haben die Mitarbeiter die Feueranzünder in Marktredwitz produziert. "Hier in Arzberg haben wir jetzt die besten Bedingungen, da wir Produktion, Verpackung und Logistik an einem Standort konzentrieren können." Unter anderem die komplett überdachte Lkw-Verladerampe sei ein Glücksfall. "80 Prozent der Ware wird von den Kunden im Herbst und Winter geordert, da ist es gut, wenn die Mitarbeiter nicht Regen oder Schnee ausgesetzt sind."

Der Name Zarelo setzt sich zusammen aus Zarian, einem Tochterunternehmen des Federnherstellers Scherdel, und Gelo. Die Gelo-Holzwerke in Weißenstadt liefern das Holz, aus denen die Anzünder bestehen. Auch wenn Anzünder vordergründig nicht besonders anspruchsvoll zu sein scheinen, ist die Herstellung dennoch eine Kunst, an der schon viele gescheitert sind. "Die Schwierigkeit ist, ein gleichwertiges Produkt mit einem genau festgelegten Vorgang herzustellen, und zwar egal, wie das Holz beschaffen ist", sagt Küspert. Die Hobelmaschinen hat die Firma Zarian gebaut. Letztlich steckt in der Fertigung das gebündelte Know-how der Maschinen-Bauer aus Marktredwitz und der Holzexperten aus Weißenstadt. Pro Sekunde wird in Arzberg eine Schachtel Feueranzünder produziert, "Wir kommen im Jahr auf 100 Millionen Anzünder."

Die Fertigungsmitarbeiter, die in zwei Schichten produzieren, müssen beim Einspannen der Holzblöcke unter anderem darauf achten, dass die Faserrichtung stimmt. Nur so funktionieren die auf der Maschine parallel angebrachten Hobel einwandfrei. Ausschuss gibt es übrigens so gut wie gar nicht. Die Holzreste, die nicht in die Hobelmaschine passen, werden demnächst in Arzberg als Brennholz verkauft.

Wie Küspert sagt, hat sich Zarelo der Nachhaltigkeit verpflichtet. "Wir verzichten bei unseren Verpackungen mittlerweile komplett auf Plastik. Auch die Konzentration aller Arbeitsschritte in Arzberg spart die bislang notwendigen Transportfahrten in die verschiedenen Lager."

Die durch das Hobeln auf ein Förderband fallenden Holzspiralen gelangen anschließend in ein Wachsbad. Damit sich auch jeder einzelne Anzünder mit Wachs vollsaugt, müssen die Mitarbeiter die auf Paletten liegenden Wachsblöcke (dabei handelt es sich um Paraffin aus Bayern) regelmäßig in eine Schmelzwanne geben.

Seit einiger Zeit hat Zarian die Produktpalette vergrößert und produziert Anzünder für verschiedene Zwecke. "Wir haben noch viele Ideen und werden schon in wenigen Wochen weitere Artikel produzieren", sagt Küspert. Die Anzünder aus dem Fichtelgebirge gibt es mittlerweile in 15 Ländern zu kaufen. Auch die großen Discounter bieten sie immer wieder an. Gut hundert verschiedene Verpackungen mit Aufschriften in x-Sprachen sind daher notwendig, um die Bedürfnisse aller Kunden zu erfüllen. "Wir sind aber bestrebt, zu einem einheitlichen Marktauftritt zu kommen", erläuterte Uwe Eckert vom Vertrieb den Politikern und den anderen Besuchern bei der offiziellen Einweihung der Produktion.

Als einen Glücksfall sieht Geschäftsführer Küspert den Pellet-Vergaser, der im Keller der Fabrik Strom und Wärme erzeugt. "Das passt zur nachhaltigen Philosophie unseres Unternehmens. Schön ist vor allem, dass die Pellets aus dem Werk in Wunsiedel stammen."

Das West-Gebäude auf dem riesigen Aktien-Areal wird demnächst komplett belegt sein. Von den 25 000 Quadratmetern Fläche sind noch knapp 10 000 übrig. Dafür gibt es bereits einen Interessenten. Ein Logistik-Unternehmen will sich in Arzberg niederlassen. "Hier wird wohl auch die Kommissionierung untergebracht, sodass weitere Arbeitsplätze entstehen", sagt Cäcilia Scheffler, Vorstand des Kommunalunternehmens Winterling-Immobilien, das die Hinterlassenschaften der einstigen Porzellan-Dynastie vermarktet.

Über die neuen Arbeitsplätze freut sich vor allem Bürgermeister Stefan Göcking. "Die Entwicklung auf dem Areal ist fantastisch. Wenngleich wir noch einige dicke Bretter bohren müssen."

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Matthias Bäumler
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Veröffentlicht am:
02. 08. 2019
18:08 Uhr

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Autor

Matthias Bäumler

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Veröffentlicht am:
02. 08. 2019
18:08 Uhr



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