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Arzberg

Besuch bei Freunden in Ungarn

Eine Delegation aus Hohenberg nimmt in Balatonkeresztúr an einem Fest teil. Es wird fröhlich gefeiert, es gibt aber auch nachdenkliche Momente.



Die Delegation aus Hohenberg an der Eger beim Festzug in Balatonkeresztúr.	Foto: pr
Die Delegation aus Hohenberg an der Eger beim Festzug in Balatonkeresztúr. Foto: pr  

Hohenberg - Dass die im Jahr 1991 unterzeichnete Partnerschaft zwischen Hohenberg an der Eger und der Gemeinde Balatonkeresztúr weiter lebt, hat eine 14-köpfige Delegation aus der Egerstadt in der vergangenen Woche bewiesen. Offiziell statteten die Hohenberger der ungarischen Partnergemeinde, wie die Stadt mitteilt, einen mehrtägigen Besuch ab.

Gleichzeitig waren sie dabei eingebunden in das große Treffen der 41 ungarischen Kommunen, die auf "Keresztúr" enden, was auf Deutsch "Kreuz" heißt, wie in Szilagyfökeresztur, Bodrogkeresztur, Sajókeresztúr oder Rákoskeresztúr, um nur einige zu nennen. Insgesamt nahmen an dem Festival über 1000 Teilnehmer teil. Die Hohenberger Delegation wurde angeführt von Bürgermeister Jürgen Hoffmann und dem früheren Bürgermeister Albrecht Schläger, in dessen Amtszeit die Partnerschaft gegründet worden war.

Nach einer herzlichen Begrüßung in den Räumen der renovierten Schule und anschließend mit Musik im Festzelt war schon der Auftakt bestens gelungen. Der zweite Tag begann am Vormittag mit einem kilometerlangen Festzug, bei dem die Hohenberger schwitzend, aber tapfer hinter ihrer Fahne, die Janine Böhner trug, marschierten.

Der Festzug endete mit der Einweihung und Segnung des Kardinal-Mindszenty-Platzes vor der Kirche. Die älteren Teilnehmer erinnerten sich an den ungarischen Volksaufstand von 1956, der von der Roten Armee brutal niedergeschlagen worden war. Damals spielte Kardinal Mindszenty neben dem Ministerpräsidenten Imre Nagy eine führende Rolle. Während Nagy hingerichtet wurde, gelang dem Kardinal die Flucht in die amerikanische Botschaft, wo er viele Jahre lebte, bis er später nach Österreich ausreisen durfte. Bei der feierlichen Übergabe des Platzes an die Bevölkerung wurde auch ein Gedenkstein aus Granit enthüllt. Neben Joszef Kovac, dem Bürgermeister von Balatonkeresztur, sprachen hier die Vizepräsidentin des ungarischen Parlaments Márta Mátrai, der Abgeordnete Attila József Móring und der Bischof Lázló Varga.

Im Rahmen des Festaktes, dem die Hohenberger beiwohnten, wurde ein weiterer Partnerschaftsvertrag der Kereszturstädte und -gemeinden mit der Gemeinde Székelykeresztúr im rumänischen Siebenbürgen unterzeichnet.

Neben den fröhlichen Auftritten der zahlreichen Folkloregruppen, Chöre und Kapellen wurde in solchen Momenten klar, dass die Verträge von Versailles und Trianon 1919 nicht nur von Deutschland nur große Gebiete abgetrennt hatten, sondern auch von Ungarn große Opfer gebracht worden waren. Ungarn war von den damaligen Siegermächten genauso behandelt worden wie das am Boden liegende Deutsche Reich.

Der Samstag war dann vergnüglichen Unternehmen gewidmet wie einer Schifffahrt auf dem Balaton, einer Segelregatta oder auch nur Schwimmen im 25 Grad warmen See. Beeindruckt waren die Hohenberger von den unterschiedlichsten Musikprogrammen, die an allen Festtagen geboten wurden. Allen Beteiligten wird aber auch das Abschlussfeuerwerk mit Lasershow in Erinnerung bleiben, das eindrucksvoll den dunkelblauen Nachthimmel erhellte.

Wie im Flug vergingen die Stunden bei guten Freunden und am Sonntag wurde herzlich Abschied genommen. Allerdings nutzten einige Hohenberger die Gelegenheit und hängten noch ein paar Urlaubstage vorher oder danach an. "Der herzliche Dank gilt unseren Partnern in Balatonkeresztúr mit Bürgermeister Joszef Kovac und unserer seit Jahren bewährten Dolmetscherin Margit Gelencer", schließt der Bericht.

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Veröffentlicht am:
11. 07. 2019
17:40 Uhr

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11. 07. 2019
17:40 Uhr



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