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Arzberg

Deftiges aus Franken und der Oberpfalz

Beim sechsten Arzberger Musikantentreffen ist Humor Trumpf. Das Publikum ist begeistert.



Die Falkenberger Karpfenmusik intonierte traditionelle und moderne böhmische Blasmusik. Fotos: Michael Meier
Die Falkenberger Karpfenmusik intonierte traditionelle und moderne böhmische Blasmusik. Fotos: Michael Meier   » zu den Bildern

Arzberg - "Wir sind bis auf sechs Plätze komplett ausverkauft. Unser sechstes Arzberger Musikanten-Stelldichein ist wieder ein voller Erfolg geworden." Man sah Barbara und Andreas Arlt ihre Freude und Erleichterung am Samstagabend buchstäblich an. Seit Monaten sind beide für die Ortsgruppe Arzberg des Fichtelgebirgsvereins (FGV) auf den einschlägigen Konzerten im nahen und weiten Umland unterwegs gewesen. Stets mit dem Ziel, die passenden Akteure für ihr alljährliches Konzert im katholischen Vereinshaus zu finden. "Wir wollen wieder eine musikalische Begegnung zwischen Oberpfalz und Oberfranken bieten und sind mit vier sehr interessanten Musikgruppen fündig geworden", konnten die beiden FGV-Volksmusikbeauftragten dann im Vorfeld ankündigen. Und um es gleich vorzugreifen: Sie haben ihr Wort gehalten und jeweils zwei musikalische Botschafter aus Oberfranken und der Oberpfalz auf die Bühne geholt.

Das Duo "Die Zwa H" zeigte dabei ganz eindrucksvoll, dass man für gute Unterhaltung oftmals nicht mehr als einen gesunden Humor, ein Akkordeon und eine Gesangsstimme braucht. Die beiden Musiker namens Herbert und Helmut reisten aus dem fränkischen Sparneck an und hatten jede Menge lustige Texte und flotte Sprüche dabei. "Früher hatte ich Weiber dutzendweis’. Heute hab ich eine, und die ist voller Leis", lautete der Refrain eines ihrer Lieder. Der Song vom "Tröpfla, das immer mal danebengeht" trieb dem Publikum Lachtränen in die Augen. Und bei "Nix Amore" erzählten sie von einer missglückten Liebesnacht mit einer flotten Italienerin: "Für eine Stunde Liebe gab es kräftig Hiebe. Du wollen Abend schönen, musst Du Deine Frau verwöhnen".

Das Oberpfälzische Pendant zu den beiden war das Duo "Wiesawie" aus Wiesau. Martina Koller und Karl-Heinz Konrad lieferten mit ihrem Repertoire einige Lieder ab, die es in sich hatten. Mit "nehmens an Alten", rieten sie den Damen im Saal, dass sie sich eher an Herren im reiferen Alter halten sollen. "Der kann nicht so oft, dafür kann er länger - dann gleicht’s sich wieder aus. Seine Falten sind nur am Kopf zu sehen, das andere ist vielleicht noch schön". Und für das Lied über die Freiheit der Leibeswinde erhielten sie viel Zuspruch vom Publikum: "Wenn Dich mal a Pfürzerl druckt, wirst Du grantig und verruckt."

Gleich fünf gestandene Mannsbilder dem Ortsteil Sorg der Stadt Schwarzenbach am Wald standen mit der Formation "Die Sorger Boum" auf der Bühne. In lustigen Anekdoten und humorvollen Musikstücken erzählten sie von Gott und der Welt sowie der Gleichstellung zwischen Mann und Frau: "Bei der Heirat legte ich fest, dass ich immer bei den großen Sachen bestimme, meine Frau bei den kleinen Sachen. In 40 Jahren Ehe gab es bisher jedoch nur kleine Sachen", erzählte einer der Musiker. Mit dem Publikum sangen sie das Lied vom Morgenrot im Leben eines Schweins: "Die alte Sau ist tot. Gestern hat sie noch geschissen, heute gibt es Leckerbissen."

Und die Falkenberger Karpfenmusik sorgte mit ihrer Böhmischen Blasmusik für die passende Abrundung des Abends. Da gehörten Stücke von Ernst Mosch, Polkas ebenso dazu wie Titel der modernen Blasmusik.

Am Schluss sangen Akteure und Publikum noch inbrünstig das Volkslied "Kein schöner Land". Ohne Zugaben durften die vier musikalischen Akteure das Katholische Vereinshaus jedoch nicht verlassen.

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Michael Meier

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Veröffentlicht am:
13. 10. 2019
15:50 Uhr

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Michael Meier

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13. 10. 2019
15:50 Uhr



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