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Arzberg

Internet-Portal erleichtert Behördengänge

Bürger in Schirnding und Hohenberg können bald von Zuhause aus auf die Verwaltung zugreifen. Möglich macht das ein neuer Service.



Schirnding/Hohenberg - Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Schirnding richtet ein Rathaus-Service-Portal (RSP) ein. Darauf hat sich die Gemeinschaftsversammlung in der Sitzung am Montag geeinigt.

Beim RSP, so erklärte Gemeinschaftsvorsitzende und Schirndinger Bürgermeisterin Karin Fleischer, handle es sich um eine auf der Internetseite der Kommune integrierte Plattform, die Anwendungen aus den verschiedenen Bereichen der Verwaltung bereitstellt. Bürger könnten also unabhängig von den Öffnungszeiten des Rathauses eine Vielzahl von "Behördengängen" erledigen. "Bürger können zum Beispiel den Wahlschein für die Europawahl im nächsten Jahr beantragen", sagte Geschäftleiter Andreas Bauer. Das sei einer der ersten Vorgänge, der über das RSP ermöglicht werden solle. Weiter macht das System die Meldung des Wohnsitzwechsels, Beantragung von Meldebescheinigungen, Registerauskünften oder Führungszeugnissen von Zuhause aus möglich. Auch An- und Abmeldung der Hundesteuer und SEPA-Lastschriftmandate sind dann über das Internet zu erledigen. Die Daten werden gesichert und verschlüsselt an die Gemeinde übertragen und können dort sofort weiterverarbeitet werden. Das sei bei den bisherigen Systemen nicht der Fall gewesen, so Fleischer. Anbieter der Software ist die Firma Kommuna aus Altdorf bei Landshut. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf knapp 2900 Euro, dazu kommen Kosten von 205 Euro für die monatliche Softwarepflege und das Hosting. Wie Andreas Bauer sagte, sollen Rathaus-Service-Portale in den nächsten Jahren verpflichtend eingeführt werden. "Wir werden also nicht drumrum kommen", sagte er.

Über die VG Schirnding werden die Stadt Hohenberg und die Marktgemeinde Schirnding bald Werbung auf einer Infotafel in Eger machen. 350 Euro kostet die Reklame für drei Jahre auf einer multimedialen Tafel in Eger. Über einen QR-Code könnten Interessierte weitere Informationen auf dem Handy aufrufen, sagte Karin Fleischer. In dem Preis sei die Erstellung eines kurzen Werbefilms und die Übersetzung der Texte ins Tschechische enthalten. "Das ist auf jeden Fall einen Versuch wert", sagte Karin Fleischer. Der Hohenberger Bürgermeister Jürgen Hoffmann wies daraufhin, dass viele andere Kommunen auf bayerischer und sächsischer Seite das Angebot nutzen.

Nur einen sehr geringen Gewinn hat die Photovoltaikanlage der VG Schirnding im Jahr 2017 erwirtschaftet. Nach Abzug aller Kosten, Steuern und Abschreibungen bleiben von der Einspeisevergütung in Höhe von rund 2600 Euro noch 211 Euro übrig. Zum Vergleich: Im Vorjahr brachte die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schirndinger Rathauses bei einer Einspeisevergütung von 4260 Euro einen Gewinn von 1700 Euro. Warum die Vergütung so drastisch gesunken ist, wollte Hans-Jürgen Wohlrab wissen. "Meine private Anlage hat 2017 wesentlich mehr erwirtschaftet als 2016", verdeutlichte er. Andreas Bauer erklärte den Rückgang mit den Bauarbeiten am Schirndinger Rathaus. Teilweise seien die Module verdeckt gewesen, manche mussten auch abgebaut werden.

Nachdem bereits der Markt Schirnding und die Stadt Hohenberg sich für den Betrieb eines gemeinsamen Bauhofs unter dem Dach der Verwaltungsgemeinschaft ausgesprochen haben, hat jetzt auch die Gemeinschaftsversammlung der VG der Zweckvereinbarung zugestimmt. Demnach trägt die VG Schirnding die Kosten für das Personal und für Maschinen und Geräte bis zu einem Wert von zehn Euro. Diese Kosten werden für die Verwaltungsgemeinschaft anhand der Einwohnerzahlen auf die Mitgliedsgemeinden umgelegt. Neu- und Ersatzbeschaffungen an Fahrzeugen, Maschinen und Geräten ab zehn Euro tragen Schirnding und Hohenberg selbst. Die Mitgliedsgemeinden stellen die Sachmittel der VG kostenlos zur Verfügung. Fahrzeuge, die seit 2011 über die Verwaltungsgemeinschaft beschafft wurden, sollen der Zweckvereinbarung zufolge den beiden Kommunen wieder übereignet werden.

Kurz diskutierten die Gemeindevertreter darüber, ob es sinnvoll sei, sich weiterhin mit einem Zuschuss an der Ferienfreizeit des "Learning Campus" zu beteiligen. Seit 2017 bietet der Verein eine Ferienfreizeit für Kinder auf Burg Hohenberg an. In 2017 und 2018 hat sich die Verwaltungsgemeinschaft mit einem Zuschuss zu den Teilnehmerbeträgen an der Aktion beteiligt. Die VG hat die Hälfte der Kosten für die Eltern übernommen, 65 Euro für das erste Kind und 45 Euro für Geschwister. Somit kamen im Jahr 2017 bei insgesamt zehn Kindern 780 Euro und in diesem Jahr 455 Euro für sieben Kinder zusammen, rechnete Karin Fleischer vor. Da nun aber die Burg Hohenberg wegen der Sanierungsarbeiten geschlossen ist, hatte sich Learning Campus" nach einem neuen Ort umsehen müssen. Die Ferienfreizeit findet vom 29. Juli bis 16. August 2019 in der Grundschule Brand bei Marktredwitz statt. Fleischers Vorschlag lautete nun, die Beteiligung der VG Schirnding einzustellen, und das Geld stattdessen für die Werbung in Eger zu verwenden. Damit waren aber weder Peter Fischer, Hohenberg, noch Reiner Wohlrab, Schirnding, einverstanden. "Wir zahlen doch nur, wenn Kinder an der Ferienfreizeit teilnehmen", sagte Wohlrab. "Das sollten wir auf uns zukommen lassen. Die Zuschüsse hatten sich bislang in Grenzen gehalten." Im Übrigen sei es nicht sinnvoll, beide Maßnahmen gegeneinander aufzuwiegen. Das sah Peter Fischer genauso. Er wollte außerdem die guten Beziehungen zu "Learning Campus" nicht gefährdet sehen. "Diese Entscheidung tragen wir natürlich auch mit", lautete Fleischers Fazit: Die VG beteiligt sich weiterhin mit einem Zuschuss an der Ferienaktion.

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Gerd Pöhlmann

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Veröffentlicht am:
04. 12. 2018
17:14 Uhr

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04. 12. 2018
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