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Arzberg

Ja für "Sozi aus Überzeugung"

Die Arzberger SPD nominiert einstimmig Stefan Göcking als Bürgermeisterkandidaten. Er setzt unter anderem auf Pragmatismus und Überparteilichkeit.



Rote Rosen und einen kleinen roten Spaten: Das gab es nach der Wahl für Bürgermeisterkandidat Stefan Göcking (Zweiter von links). Unser Bild zeigt ihn mit (von links): Bezirksrat und Landratskandidat Holger Grießhammer, SPD-Ortsvereinsvorsitzendem und drittem Bürgermeister Stefan Klaubert, Landtagsabgeordneter Inge Aures, Fraktionsvorsitzendem Peter Gräf und SPD-Bezirksvorsitzendem Jörg Nürnberger. Die Vertreter der überregionalen Politik sprachen bei der Nominierungsversammlung Grußworte und versicherten, Göcking auch weiterhin zur Seite zu stehen. Foto: Christl Schemm
Rote Rosen und einen kleinen roten Spaten: Das gab es nach der Wahl für Bürgermeisterkandidat Stefan Göcking (Zweiter von links). Unser Bild zeigt ihn mit (von links): Bezirksrat und Landratskandidat Holger Grießhammer, SPD-Ortsvereinsvorsitzendem und drittem Bürgermeister Stefan Klaubert, Landtagsabgeordneter Inge Aures, Fraktionsvorsitzendem Peter Gräf und SPD-Bezirksvorsitzendem Jörg Nürnberger. Die Vertreter der überregionalen Politik sprachen bei der Nominierungsversammlung Grußworte und versicherten, Göcking auch weiterhin zur Seite zu stehen. Foto: Christl Schemm  

Arzberg - Nicht nur der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat in der Politik gerne Anleihen bei Deutschlands beliebtester Sportart genommen. Auch der Arzberger Bürgermeister Stefan Göcking ist bekannt dafür, dass er gerne mal mit Fußball-Vergleichen spielt. "In der Politik ist es wie im Fußball: Grundsätzlich sollten immer diejenigen spielen, die gut trainiert haben, Leistung bringen, Erfahrung nachweisen können und mannschaftsdienlich agieren", sagte er am Donnerstagabend zum Abschluss seiner Bewerbungsrede für seine dritte Kandidatur als Bürgermeister. Offensichtlich waren alle stimmberechtigten Mitglieder des SPD-Ortsvereins, die zur Nominierungsversammlung in den Pferdestall der Bergbräu gekommen waren, davon überzeugt, dass der seit 2006 amtierende Bürgermeister alle diese Qualifikationen bestens erfüllt, wie das Ergebnis der geheimen Wahl zeigt: 20 Stimmberechtigte, 20 Mal "ja" für Stefan Göcking.

In seiner mit etlichen humorvollen Bemerkungen gewürzten Rede ließ Göcking keinen Zweifel daran, wo seine politische Heimat ist. "Ich bin trotz aller Unstimmigkeiten und Besorgnis erregender Wahlergebnisse stolz darauf, dieser Partei seit nunmehr 40 Jahren anzugehören. Ich bin Sozi aus Überzeugung", sagte er. Und betonte gleichzeitig: "Davon unabhängig, bin ich als Bürgermeister und Kreisrat natürlich allen Menschen in dieser Stadt und diesem Landkreis verpflichtet. Dies habe ich bei meinem Amtsantritt geschworen." Mit dem Bild, dass der Amtsstuhl eines Bürgermeisters nicht rot, schwarz oder grün, sondern einfach nur hart sei, untermauerte der Rathaus-Chef seine Haltung hinsichtlich parteiübergreifender Zusammenarbeit.

Im Amt eines Bürgermeisters gebe es nicht nur Momente der Freude. Denn das Terrain sei oftmals schwierig. Zudem gelte es, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen, die "nicht vergnügungssteuerpflichtig sind" und den Beliebtheitsgrad senkten. "Aber allumfängliche Beliebtheit in der Bevölkerung sollte laut Orson Welles für Politiker eh kein Maßstab sein. Denn wenn es bei Wahlen rein auf Popularität ankäme, säßen Mickey Mouse und Helene Fischer längst im Bundestag", scherzte Göcking.

Die rund 30 Jahre seiner kommunalpolitischen Tätigkeit sehe er bei Weitem nicht als Legitimation, sozusagen automatisch für dieses Amt prädestiniert zu sein. "Vielmehr ist es mein innerer Antrieb, mich weiterhin für Arzberg einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen", betonte der Bürgermeister. Seine Prämisse sei politischer Pragmatismus. "Deshalb bin ich seit Jahren bemüht, stets situationsbedingt und flexibel zum Wohl der Stadt und deren Bürgerinnen und Bürger zu agieren. Daran werde ich mich auch vom Wähler messen lassen. Ob ich hierbei dem nicht ganz ernst gemeinten Wunschbild vieler entspreche, nämlich eine Kreuzung aus volkstümlichem Bierzeltkönig und kreativem Verwaltungsmanager mit betriebswirtschaftlichem und juristischem Fachverstand zu sein, mögen andere beurteilen."

Alle städtischen Maßnahmen und Projekte beruhen laut Göcking auf oft einstimmigen Stadtratsbeschlüssen. Diese Fähigkeit zur überparteilichen Verantwortung aller Fraktionen sei ein Glücksfall für Arzberg und solle als großes Lob für alle Mandatsträger gewertet werden. Der Bürgermeister wünschte sich, dass diese äußerst fruchtbare Zusammenarbeit nach Möglichkeit auch dieses Mal nicht auf dem Altar des Kommunalwahlkampfs geopfert werde.

Göcking dankte allen, die ihn seit Jahren unterstützten, und den städtischen Mitarbeitern, die ihm seit 13 Jahren ihre Loyalität zuteilwerden ließen. Er werde nicht in seinen Bemühungen nachlassen, überparteilich und interkommunal zu agieren, in der Sache hart und konzentriert voranzugehen, um Arzberg zukunftsfähig, menschlich sowie lebens- und liebenswert zu erhalten, versprach Stefan Göcking. Dazu brauche Arzberg Politiker und Bürger, die mit Geduld und Zuversicht anpackten und sich für das Neue begeistern ließen; sowie generell neben Solidarität in der Stadt und der Gesellschaft Respekt, Toleranz und ab und zu etwas Demut. "Was wir definitiv nicht brauchen, sind Wutbürger", betonte der Bürgermeister unter großem Applaus der Gäste. "Wir brauchen nicht Beleidigungen gegen Bürgermeister und Mandatsträger, Fremdenhass, Populismus und eine Alternative für Deutschland."

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Christl Schemm
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Veröffentlicht am:
23. 08. 2019
16:18 Uhr

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Autor

Christl Schemm

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 08. 2019
16:18 Uhr



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