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Arzberg

Michael Fuchs will das Neue sein

Der Verwaltungsfachwirt bekommt bei der Nominierung alle Stimmen. Damit ist er jetzt offiziell der Bürgermeisterkandidat der CSU in Arzberg.



Lob und Unterstützung von erfahrenen Parteifreunden: Darauf kann der frisch gekürte CSU-Bürgermeisterkandidat Michael Fuchs (Zweiter von rechts) zählen. Unser Bild zeigt ihn nach der Nominierung mit (von links): Landtagsabgeordnetem Martin Schöffel, Ehefrau Heike Fuchs und dem Bad Alexandersbader Bürgermeister und CSU-Landratskandidaten Peter Berek. Foto: Christl Schemm
Lob und Unterstützung von erfahrenen Parteifreunden: Darauf kann der frisch gekürte CSU-Bürgermeisterkandidat Michael Fuchs (Zweiter von rechts) zählen. Unser Bild zeigt ihn nach der Nominierung mit (von links): Landtagsabgeordnetem Martin Schöffel, Ehefrau Heike Fuchs und dem Bad Alexandersbader Bürgermeister und CSU-Landratskandidaten Peter Berek. Foto: Christl Schemm  

Arzberg - Als er das Ergebnis hört, muss Michael Fuchs erst einmal tief durchschnaufen. Die große Anspannung ist weg. 27-mal Ja von 27 Stimmberechtigten: Mit diesem einhelligen Votum der CSU-Mitglieder und "Standing Ovations" im Rücken kann der Verwaltungsfachwirt seit Freitagabend gestärkt in den Wahlkampf um den Chefsessel im Arzberger Rathaus gehen. Damit tritt der 39-Jährige gegen den amtierenden Bürgermeister Stefan Göcking an.

Schützenhilfe

Mit Peter Berek und Martin Schöffel hat Michael Fuchs zwei erfahrene Politiker an seiner Seite. Beide stärkten ihm in der Nominierungsversammlung den Rücken. Der Kandidat habe in der Verwaltung viele Erfahrungen gesammelt, auch in der Zusammenarbeit mit der Politik, sagte Peter Berek. Als Bürgermeister brauche man viele Talente, zum Beispiel den Gesamtblick für die Stadt und darüber hinaus, aber auch für Details. Nötig seien zudem Humor, Entscheidungsfreude, Stehvermögen, Lust auf Arbeit und lange Tage. Wichtig sei es, authentisch zu bleiben und nicht zum "Hampelmann der Systeme" zu werden. "Das Allerwichtigste ist jedoch die Freude an den Menschen. Und alle diese Begabungen bringt Michael Fuchs mit", zeigte sich Berek überzeugt.

Martin Schöffel bezeichnete die Nominierungsversammlung als "großartiges Ereignis". Denn nun würden die Weichen für die Zukunft Arzbergs gestellt. Michael Fuchs habe viele Erfahrungen gesammelt, auch beim Marktredwitzer Oberbürgermeister Oliver Weigel. "Du kannst es", sagte Schöffel an den Kandidaten gewandt. Wichtig sei der gute Kontakt zur Wirtschaft und zu den Gewerbetreibenden. Denn sie seien es, die Arbeitsplätze schafften und Gewerbesteuer bezahlten. Arzberg habe vor riesigen Herausforderungen gestanden, und man sehe, dass "viel passiert". Doch nun sei es Zeit, für neue Überlegungen und dafür, positiv in die Zukunft zu denken.


Bei der Nominierungsversammlung am Freitagabend im Schützenhaus stellte sich Fuchs mit einer Bewerbungsrede dem Ortsverband als Kandidat vor. Zuvor gab es jede Menge Lob und Versprechen für Unterstützung vom Bad Alexandersbader Bürgermeister und CSU-Landratskandidaten Peter Berek sowie vom Landtagsabgeordneten Martin Schöffel und nach der Rede auch vom Ehrenvorsitzenden Reinhard Strößenreuther.

Offensichtlich ist Michael Fuchs kein Freund der harten Konfrontation, der die dicke Keule schwingt, sondern eher ein Mann der leisen Töne. Mit lediglich zwei Sätzen übte er dezente Kritik an seinem Gegenkandidaten von der SPD: Zuweilen habe man den Eindruck, so Michael Fuchs, dass in vielen Fragen der Zukunft Arzbergs nur reagiert werde. "Gefragt wäre aber ein vorausschauendes Handeln."

Fuchs arbeitete lange Jahre als Ordnungsamtsleiter bei der Stadt Arzberg und ist jetzt bei der Stadt Marktredwitz stellvertretender Leiter des Ordnungsamts, dort für Verkehrsrecht und Verkehrsüberwachung zuständig und außerdem Standesbeamter. Seit vielen Jahren sei er es in Ehrenamt und Beruf gewohnt, Neues zu gestalten und Altes zu verbessern, Impulse zu geben und Ideen in die Tat umzusetzen. "Meine guten Kenntnisse in allen Belangen der Verwaltung beruhen nicht nur auf meiner langjährigen Tätigkeit hier in der Stadt Arzberg und der Ausbildung zum Verwaltungsfachwirt. Gerade der berufliche Wechsel zur Stadt Marktredwitz hat geholfen, den Blickwinkel zu erweitern und neue Perspektiven kennenzulernen", sagte Fuchs.

Mit Sicherheit sei Marktredwitz nicht besser oder schöner, aber immer etwas größer und schneller. "Schneller darum, weil wir mit Oliver Weigel einen Macher an der Spitze haben, der mit seinem guten Netzwerk etwas für Marktredwitz voranbringt", meinte Michael Fuchs. An diesem Beispiel sehe man, dass gute Beziehungen nach München durchaus sehr vorteilhaft für die Entwicklung einer Stadt sein könnten.

Als große Herausforderungen und Themen für Arzberg sieht der Kandidat: "Wie bringen wir mehr Leben in unsere Stadt? Wie erschaffen und erhalten wir eine solidarische Gemeinschaft? Wie sichern wir unseren Bürgern eine zeitgemäße Infrastruktur? Wie machen wir Arzberg zukunftsfähig?"

Die Kommunalwahl am 15. März 2020 werde mitentscheiden, ob und wann Antworten auf diese Fragen gefunden würden. Dafür brauche es jetzt enormen Weitblick, um künftig nicht das Nachsehen zu haben. "Wir brauchen Vorstellungskraft, Gestaltungswillen, Ideen und Konzepte sowie den Mut, sie umzusetzen."

Michael Fuchs ist der Meinung, dass die starke CSU-Fraktion im Stadtrat in den vergangenen Jahren einiges angestoßen habe. "Es sieht bei uns im Großen und Ganzen so aus, als ob alles recht geordnet ist und die wichtigsten Problemstellungen zumindest auf der Agenda stehen", sagte er. Dazu trügen die Bürgerinnen und Bürger ebenso bei wie der parteiübergreifend zusammenarbeitende Stadtrat und ein Bürgermeister, der über viele Jahre Erfahrung verfüge und die Verwaltung sowie das politische Tagesgeschäft kenne.

Weil aber eben nicht nur Reaktion, sondern Voraussicht gefragt sei, trete er dafür an, so Fuchs, in den kommenden sechs Jahren als Bürgermeister die nötigen Weichen zu stellen. "Ich will unsere Gegenwart aktiv gestalten und dafür sorgen, dass wir in Zukunft nicht hinterherhinken", betonte der 39-Jährige. Dazu brauche es Weitblick bei der Energiepolitik und dem demographischen Wandel. "Wir brauchen ein Gesamtkonzept, das alle Generationen einbezieht", kündigte der Kandidat an.

Besonders jungen Familien solle der Wohnort Arzberg noch schmackhafter gemacht werden. Bezahlbarer Wohnraum, ansprechende Baugrundstücke, ein breites Angebot an Kinderbetreuung seien hier nur einige Stichworte. Als ein großes Thema der Zukunft bezeichnete Michael Fuchs die ärztliche Versorgung. Auch die Ortsteile dürften bei der Zukunftsgestaltung nicht vergessen werden. Eine Stadt sei darüber hinaus nur dann schlagkräftig, wenn auch die Wirtschaftsbetriebe schlagkräftig seien. Deswegen sei es sein Ziel, so Fuchs weiter, die bestehenden Betriebe zu halten und weitere Ansiedlungen zu ermöglichen. Daher möchte er den regelmäßigen Kontakt zu den ansässigen Unternehmen suchen.

Seine Bewerbungsrede, die die Zuhörerinnen und Zuhörer im gut gefüllten Schützenhaus mit viel Applaus quittierten, schloss Michael Fuchs mit den Worten: "Es ist Zeit für unsere Heimat, Zeit für Arzberg, aber vor allem ist es Zeit für etwas Neues. Und dieses Neue möchte ich als Rathaus-Chef in Arzberg sein."

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Christl Schemm
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
15. 09. 2019
17:10 Uhr

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Christl Schemm

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Veröffentlicht am:
15. 09. 2019
17:10 Uhr



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