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Arzberg

Mit Gottvertrauen und Menschenliebe

32 Jahre arbeitete Heidrun Döbereiner bei der Diakoniestation Arzberg, 21 Jahre davon leitete sie die Einrichtung. Jetzt geht sie in den Ruhestand.



Die eine kommt, die andere geht: Nach 32 Jahren bei der Diakoniestation Arzberg wurde Heidrun Döbereiner (Zweite von links) in den Ruhestand verabschiedet. Ihre Nachfolgerin als Leiterin der Einrichtung ist Swetlana Wesner. Mit im Bild sind Pfarrer Carsten Friedel (rechts) und der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Klaus Schönauer. Foto: pr.
Die eine kommt, die andere geht: Nach 32 Jahren bei der Diakoniestation Arzberg wurde Heidrun Döbereiner (Zweite von links) in den Ruhestand verabschiedet. Ihre Nachfolgerin als Leiterin der Einrichtung ist Swetlana Wesner. Mit im Bild sind Pfarrer Carsten Friedel (rechts) und der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Klaus Schönauer. Foto: pr.  

Arzberg - Optimismus und Gottvertrauen, sich immer weiterentwickeln, nicht stehenbleiben und Neues dazulernen: Diese Einstellung prägt das Wesen von Heidrun Döbereiner. Und eben diese Haltung hat auch die Arbeit und die Lebensleistung der Diakonieschwester geprägt. Bei einem feierlichen Gottesdienst und einem Empfang im Gemeindehaus ist sie nach 32 Jahren Dienst bei der Diakoniestation Arzberg - 21 Jahre davon als Leiterin - verabschiedet worden. Swetlana Wesner wurde als ihre Nachfolgerin vorgestellt und gesegnet.

Pfarrer Carsten Friedel hebt bei der Beschreibung der besonderen Fähigkeiten von Heidrun Döbereiner besonders die Menschlichkeit hervor. Die Schwester habe nie im Rampenlicht stehen wollen und 100 Prozent Einsatz für die Diakoniestation gezeigt. "Ihr Glaube war ihr sehr wichtig", sagt der Pfarrer. Jede Dienstbesprechung habe die jetzt 64-Jährige mit einem Gebet angefangen. Schwachpunkte habe sie gesehen und die Mitarbeiterinnen gezielt gefördert und ihnen geholfen. "Sie hatte viel Ausdauer, Gottvertrauen sowie hohes organisatorisches Geschick und zeigte guten, wertschätzenden Umgang mit Patienten und Mitarbeitenden", betont Carsten Friedel. Viel Kraft habe Heidrun Döbereiner aus dem Glauben an Gott geschöpft. Sie habe den Menschen geholfen und damit die frohe Botschaft des Evangeliums in Wort und in Tat bezeugt. "So wollte sie die ihr anvertrauten Gaben und Fähigkeiten in den Dienst Gottes und der Menschen stellen."

Vor ihrer Zeit bei der Diakoniestation Arzberg war Heidrun Döbereiner laut Pfarrer Friedel elf Jahre im Krankenhaus Marktredwitz beschäftigt. Dort habe sie umfangreiche Erfahrungen in der Gynäkologie, der Urologie, Gefäßchirurgie und im OP-Bereich gesammelt. Diese Erfahrungen seien sehr wertvoll für die Arbeit der Schwester in der ambulanten Pflege gewesen. Als sie schon kommissarisch die Diakoniestation führte, habe sie nebenher am Abend noch einen Kurs für die Pflegedienstleitung absolviert.

Im Gottesdienst zur Verabschiedung von Heidrun Döbereiner und Einführung ihrer Nachfolgerin Swetlana Wesner bedankte sich die Gemeinde für den großen Einsatz und das unermüdliche Engagement der Schwester. Pfarrer Friedel predigte über das vierte Gebot: "Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass es dir wohl gehe und du lange lebst auf Erden." Der Hauptgedanke dabei sei die Wertschätzung der verschiedenen Altersgruppen, der Respekt voreinander. Das vierte Gebot sei eines für alle Generationen im Sinne eines guten Zusammenlebens. Alter schaffe nicht nur Defizite, sondern auch ein Mehr an Lebenserfahrung und schönen Erinnerungen. Der Geistliche ermutigte dazu, auch das Positive am Alter zu sehen und sich mit dem eigenen Altern bewusst auseinanderzusetzen. Er dankte den Diakonie-Mitarbeiterinnen, die viel Segen in die Häuser brächten und es ermöglichten, dass hilfsbedürftige Menschen möglichst lange zu Hause bleiben könnten.

Zu der Verabschiedung waren viele Gäste gekommen, unter ihnen auch der ehemalige Pfarrer Reinhard Schübel und zweite Bürgermeisterin Marion Stowasser-Fürbringer. Die vielen Beiträge und Danksagungen, bei denen der nimmermüde Einsatz von Heidrun Döbereiner hervorgehoben wurde, moderierte der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Klaus Schönauer. In den Dankesworten der scheidenden Diakonieschwester kam ihre Haltung noch einmal deutlich zum Ausdruck. Sie sagte unter anderem: "Ich danke Gott. Er hat mich geführt und geleitet. Ohne Gottes Hilfe hätte ich es nicht geschafft."

Autor

Christl Schemm
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
04. 10. 2019
16:42 Uhr

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Autor

Christl Schemm

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Veröffentlicht am:
04. 10. 2019
16:42 Uhr



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