Lade Login-Box.
Topthemen: Video: Hof im Radwege-CheckHof-GalerieStromtrasse durch die RegionGerch

Arzberg

Neues Baugebiet am Olatsberg

Der Bauausschuss Arzberg empfiehlt dem Stadtrat, auf der Fläche im Ortsteil Röthenbach 30 Parzellen auszuweisen. Auch der Starkregenschutz ist dann möglich.



Der nördliche Teil des Olatsbergs ist nach Ansicht der Mitglieder des Bauausschusses ein attraktives neues Baugebiet für Arzberg. Unser Bild zeigt die Stadträtinnen und Stadträte sowie Bürgermeister Stefan Göcking und Beschäftigte der Stadtverwaltung bei der Ortsbesichtigung. Foto: Christl Schemm
Der nördliche Teil des Olatsbergs ist nach Ansicht der Mitglieder des Bauausschusses ein attraktives neues Baugebiet für Arzberg. Unser Bild zeigt die Stadträtinnen und Stadträte sowie Bürgermeister Stefan Göcking und Beschäftigte der Stadtverwaltung bei der Ortsbesichtigung. Foto: Christl Schemm  

Arzberg - Ein fantastischer Blick auf Arzberg und die Hügellandschaft in der Umgebung: Wer demnächst den Traum vom eigenen Haus verwirklichen möchte, der könnte das auf dem Olatsberg im Arzberger Ortsteil Röthenbach tun. Nach einer Tour zu mehreren möglichen neuen Baugebieten im Bereich der Stadt kamen die Mitglieder des Bauausschusses überein, den nördlichen Teil des Olatsbergs als Bauland auszuweisen. Dafür sollen nun die nächsten Schritte unternommen werden. Für den Olatsberg als Baugrund spricht nicht nur die attraktive Lage an dem Südhang, sondern auch, dass die Stadt dort gleichzeitig dringend nötige Maßnahmen für den Regenrückhalt umsetzen könnte.

Zwei Termine

Auf Nachfrage von zweiter Bürgermeisterin Marion Stowasser-Fürbringer teilte Bürgermeister Stefan Göcking mit, dass die geplante Minigolfanlage oberhalb des Schwimmbads voraussichtlich Mitte Juni in Betrieb genommen werden könnte. Das Schwimmbad öffnet am 18. Mai.


Wie bei den Ortsbesichtigungen deutlich wurde, gibt es in Arzberg mehrere unterschiedlich große Standorte, an denen neue Häuser gebaut werden könnten. Bürgermeister Stefan Göcking, die Stadträtinnen und Stadträte sowie Beschäftigte der Stadtverwaltung besichtigten neben dem Olatsberg zudem Flächen unterhalb des VfB-Heims nahe der Christoph-Weller-Straße, in der Nähe des Säulenwegs im Stadtteil Schlottenhof, die Schusterwiese unterhalb der Goethestraße und ein Areal am Stiegelberg. "Bei allen Flächen, die infrage kommen, gibt es Haken, entweder in baulicher oder in finanzieller Hinsicht", sagte Bürgermeister Göcking bei der Nachbesprechung im Oschwitzer Feuerwehrhaus.

Das Gebiet am Olatsberg ist relativ groß. Rund 30 Bauparzellen könnten dort entstehen. Die Grundstücke gehörten nicht der Stadt, sagte Göcking. "Aber wir könnten sie bekommen. Wir könnten dort zukunftsträchtig etwas machen. Das ist von der Lage her das schönste Gebiet", warb der Rathaus-Chef für diese Variante. Die Umsetzung sei über die Grundstücksbeschaffungs- und -erschließungs-GmbH Bayerngrund möglich. Denkbar sei auch eine Teilerschließung. "Aber egal wie: Wir müssen überall Geld in die Hand nehmen", verdeutlichte Göcking.

Am Olatsberg gebe es Probleme bei Starkregen. "Wir sind in der Pflicht, dort etwas zu unternehmen. Ohne Bebauung ist ein Wall nötig, der zwischen 100 000 und 200 000 Euro kosten würde", rechnete der Bürgermeister vor. Durch die Bebauung seien der Wasserfluss zu regeln und ein Regenrückhalt möglich. So könnte die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Sollte der Olatsberg als Baugebiet ausgewiesen werden, gebe es zwar keine Garantie, dass alle Grundstücke verkauft würden, aber Nachfragen sind Göcking zufolge bei der Stadt bereits eingegangen.

Roland Koffmane und Stefan Brodmerkel (beide CSU) meinten, die Grundstücke würden weggehen "wie warme Semmeln". Auch deswegen, weil Arzberg günstigere Grundstückspreise offerieren könne als beispielsweise Marktredwitz. Dritter Bürgermeister Stefan Klaubert ist ebenfalls der Meinung, dass das Bauland attraktiv und Bedarf dafür vorhanden sei. Zweite Bürgermeisterin Marion Stowasser-Fürbringer verwies auf die gute Anbindung des Gebiets an die Autobahn und die B 303 sowie darauf, dass durch die Ansiedlung von BMW in Sokolov und den Bau der Justizvollzugsanstalt in Marktredwitz die Nachfrage nach Baugrund steigen werde. SPD-Fraktionssprecher Peter Gräf schlug vor, die Planungskosten dort einzusetzen, wo die Umsetzung am vielversprechendsten sei, also am Olatsberg. "Wir müssen den Mut dazu haben. Die Investition lohnt sich", meinte er.

Der Bauausschuss empfiehlt nun dem Stadtrat, den nördlichen Olatsberg als Baugebiet auszuweisen. Die Stadtverwaltung werde Daten, Fakten und Zahlen für das Projekt zusammentragen und dem Stadtrat auf den Tisch legen, kündigte Bürgermeister Göcking an. Dabei müsse auch der Regenrückhalt berücksichtigt werden. Die Stadt werde mit den Eigentümern der Flächen verhandeln.

Außerdem informierten sich die Mitglieder des Bauausschusses bei ihrer Rundfahrt über verschiedene Flächen, die mit Erde oder Bauschutt aufgefüllt werden. Besonders problematisch für die Anwohner und die Landschaft ist eine vom Landratsamt genehmigte Fläche im Stadtteil Seußen. "Dort wohnen Leute. Es gibt viel Lärm und Staub, und die Straße wird verunreinigt. Wir sind der Bevölkerung verpflichtet und möchten dazu eine Aussage des Landratsamts", sagte Bürgermeister Stefan Göcking. Nach seiner Ansicht müsse sich der Stadtrat generell darüber Gedanken machen, wie die Stadt mit solchen Auffüllungen und Photovoltaik-Anlagen umgehen solle. Dafür seien auch die Belange der Landwirtschaft und des Artenschutzes zu bedenken. "Wir müssen uns überlegen: Wie groß sind die Eingriffe in die Natur? Was kann man rückgängig machen und was nicht?"

Für Diskussionen sorgt laut Göcking das neue kleine Gebäude am südlichen Ortsausgang von Oschwitz. Dort tritt immer wieder mal die Röslau über die Ufer. Das Häuschen sei der Einspeisepunkt für die Photovoltaikanlage in der Nähe. Der Platz, an dem es nun stehe, sei der einzig mögliche Standort, sagte der Bürgermeister. Er vertraue auf die Kompetenz der Planer und Baufachleute.

Autor

Christl Schemm
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
12. 04. 2019
16:52 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Artenschutz BMW Bau Bürgermeister und Oberbürgermeister CSU Gebäude Grundstücke Grundstückskaufpreise Kommunalverwaltungen Ortsteil Stadträte und Gemeinderäte Städte
Arzberg
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Sparen, Schulden abtragen und trotzdem wichtige Projekte und Maßnahmen umsetzen: Im Haushaltsplan muss die Stadt Arzberg immer wieder diesen Spagat schaffen. Foto: Oliver Berg/dpa

29.03.2019

Investitionen trotz Sparzwangs

Der Arzberger Stadtrat segnet den Haushalt für 2019 ab. Alle Fraktionen sind mit dem Etat zufrieden, fordern aber weitere Stabilisierungshilfen. » mehr

Eine Freiland-Photovoltaik-Anlage wie diese bei Stammbach hätte auf einer rund 13 Hektar großen Fläche bei Seußen entstehen sollen. Doch der Arzberger Stadtrat hat das Projekt der Südwerk GmbH in seiner Sitzung am Donnerstag abgelehnt. Fotos: Rainer Maier

01.02.2019

Stadtrat Arzberg lehnt Solar-Projekt ab

Mit zwölf gegen sechs Stimmen verwirft das Gremium das Vorhaben. Die Südwerk GmbH wollte bei Seußen eine große Photovoltaik-Anlage bauen. » mehr

Der Arzberger Bürgermeister Stefan Göcking beobachtet die Baustelle hinterm Rathaus. Der Flachbau, der dort entstehen wird, soll das Rathaus barrierefrei erreichbar machen. Foto: Florian Miedl

13.02.2019

Erst Abriss, dann Barrierefreiheit

Das frühere Feuerwehrhaus in Arzberg fällt dem Bagger zum Opfer. Hier entsteht ein Anbau, der für einen besseren Zugang ins Rathaus sorgen wird. » mehr

Thomas Eckl (rechts) fährt in Arzberg seit 25 Jahren die Kehrmaschine. Sein Chef Max Schroller und er erinnern sich noch an die Zeit, als die Mitarbeiter mit Schaufel und Besen für Ordnung sorgten.	Foto: Tamara Pohl

19.04.2019

Dreck hat in Arzberg keine Chance

Diese Saubermänner sind mit schwerem Gerät im Einsatz: Der Trupp der Kehrmaschinenfahrer bewegt Tonnen an Unrat. » mehr

Über sechs neue Mitglieder freut sich der SPD-Ortsverein. Unser Bild zeigt fünf von ihnen zusammen mit Mitgliedern des Vorstands, Bezirksrat und Landratskandidat Holger Grießhammer sowie Bürgermeister Stefan Göcking. Foto: Christl Schemm

05.04.2019

SPD wird jünger und weiblicher

Im Ortsverein machen sechs neue Frauen und Männer mit. Auch sonst sehen sich die Arzberger Sozialdemokraten vor Ort gut aufgestellt. » mehr

So soll das Pflegeheim an der Egerstraße aussehen. 36 Plätze in Einzelzimmern, zwölf Plätze für Tagespflege und eine Arztpraxis sollen hier entstehen. Plan: BF Care GmbH

21.12.2018

Arzberg bekommt ein Pflegeheim

Bauherr Bernd Fürbringer stellt die Pläne der BF Care GmbH für das Projekt an der Egerstraße im Stadtrat vor. Träger der Einrichtung wird die Familie Eschlwöch. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

n5_190425_ID15375_7.JPG A9

Schwerer Unfall auf der A9 bei Bayreuth | 25.04.2019 A9
» 18 Bilder ansehen

Ü30-Osterparty Susi Weißenstadt

Ü30-Osterparty Susi Weißenstadt | 21.04.2019 Weißenstadt
» 23 Bilder ansehen

SpVgg Bayern Hof - TSV Aubstadt 2:0 Hof

SpVgg Bayern Hof - TSV Aubstadt 2:0 | 22.04.2019 Hof
» 60 Bilder ansehen

Autor

Christl Schemm

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
12. 04. 2019
16:52 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".