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SPD ohne Bürgermeisterkandidat

Die Sozialdemokraten in Thiersheim unterstützen Werner Frohmader. Sie glauben, mit ihren Bewerbern den Ort abbilden zu können.



Die Gemeinderatskandidaten der Thiersheimer SPD mit Landratskandidat Holger Grießhammer (rechts). Gemeinsam unterstützen sie im Kommunalwahlkampf Werner Frohmader (links), der für die Aktive Liste ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Thiersheim geht. Foto: Gerd Pöhlmann
Die Gemeinderatskandidaten der Thiersheimer SPD mit Landratskandidat Holger Grießhammer (rechts). Gemeinsam unterstützen sie im Kommunalwahlkampf Werner Frohmader (links), der für die Aktive Liste ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Thiersheim geht. Foto: Gerd Pöhlmann  

Thiersheim - Die Thiersheimer SPD tritt ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten zur Kommunalwahl 2020 an. Wenig überraschend unterstützen die Sozialdemokraten den Bewerber der Aktiven Liste, Werner Frohmader. Der bedankte sich bei der Nominierungsversammlung der SPD für die Unterstützung. "Wir wollen das Gleiche", betonte er.

Neun Frauen und 15 Männer auf Thiersheimer SPD-Liste

Mit folgenden Kandidaten tritt die SPD an: 1. Ursula Schricker, 67, Renterin; 2. Robert Lang, 64, Industriekaufmann; 3. Sabine Hoffmann, 57, Finanzbeamtin; 4. Gerhard Lang, 54, Landwirt; 5. Johanna Härthe, 20, Kinderpflegerin; 6. Walter Heuschmann, 65, Rentner; 7. Gabriele Loch, 67, Rentnerin; 8. Kubilay Gülmen, 25, Elektroniker; 9. Claudia Härthe, 49, Arzthelferin; 10. Henrik Schula, 21, Polizeibeamter; 11. Tanja Neidhardt, 45, Verwaltungsangestellte; 12. Gerd Riedelbauch, 57, Bauingenieur; 13. Juliane Schula, 23, Studentin; 14. Michel Döhler, 21, Student; 15. Brigitte Mörchel, 54, Fremdsprachensekretärin; 16. Thomas Sommerer, 51, Weichenmechaniker; 17. Lisa Karnitzschky, 27, Montagefachkraft; 18, Peter Neumüller, 77, Rentner; 19. Harald Zintl, 58, Kaufmännischer Angestellter; 20. Stephan Höllerl, 57, Elektroingenieur; 21. Hartwig Küspert, 75, Studiendirektor a.D.; 22. Bernd Riedelbauch, 66, Rentner; 23. Reinhard Schula, 53, Polizeibeamter; 24. Peter Schricker, 70, Rentner. Ersatzleute: Karin Lang, 54, Industriekauffrau, und Kenan Gülmen, 56, Glasierer.


Mit einem Paukenschlag habe der Wahlkampf in Thiersheim begonnen, sagte Robert Lang, SPD-Ortsvorsitzender bei der gut besuchten Versammlung am Donnerstagabend im "Kastaniengarten". Da Bürgermeister Bernd Hofmann (Aktive Liste) im Sommer bekanntgegeben hatte, nicht mehr für das Amt kandidieren zu wollen, begann in den Thiersheimer Parteien die fieberhafte Suche nach Bewerbern.

"Bürgermeisterkandidaten wachsen leider nicht auf Bäumen", machte Lang deutlich. Trotzdem habe die SPD zwei "interessante Personen" gefunden. "Doch daraus ist nichts geworden", sagte der SPD-Ortsvorsitzende. Daher habe sich die SPD entschieden, abzuwarten: Laut Lang hatten die Sozialdemokraten noch "ein Eisen im Feuer" für den Fall, dass weder Aktive Liste noch CSU einen geeigneten Kandidaten gebracht hätten.

Weil sich die Ziele Frohmaders mit denen der SPD deckten, sei der Entschluss gefallen, wie schon vor sechs Jahren den Kandidaten der Aktiven Liste zu unterstützen. "Ein eigener Bewerber hätte zudem den Kandidaten der Aktiven Liste geschwächt", gab Robert Lang zu bedenken.

Jetzt sei das Rennen eröffnet. "Die SPD ist die erste Partei in Thiersheim, die nominiert", sagte Lang. "Unsere Ziele werden sich auch die anderen Fraktionen setzen, weil es grundsätzlich die Ziele sind, die eine Kommune hat." Was die drei Gruppierungen unterscheide, seien die Bewerber für den Gemeinderat. Mit neun Frauen und 15 Männern jeden Alters repräsentiere die SPD-Liste Thiersheim und seine Ortsteile, sagte Robert Lang. "Die Unterschiede bei der Kommunalwahl machen nicht die Parteien, sondern die Menschen."
Über die Ziele der SPD informierte Fraktionsvorsitzende Ursula Schricker. Sie nannte den Erhalt von Schule und Kindergarten als Standortfaktor für junge Familien. Beim Bau der 100-Meter-Laufbahn in der Schulsportanlage sollte die Marktgemeinde nicht auf ein "Förderprogramm, das es nicht gibt" warten. "Das ist die schlechteste Lösung", sagte Ursula Schricker und forderte einen Ersatzneubau. Weiter gelte es, die Nahversorgung im Ort zu unterstützen, das interkommunale Gewerbegebiet zu vermarkten, erneuerbare Energien und die Dorferneuerung zu forcieren und jede Tiefbaumaßnahme für die Vorbereitung des Breitbandausbaus zu nutzen. "Wir mahnen seit Jahren Straßensanierungen an", sagte Schricker. Die schlechte Finanzlage der Gemeinde könne nicht dauerhaft als Begründung herhalten, nichts zu tun, sonst drohe ein Sanierungsstau. "Wir zahlen Steuern und haben ein Recht darauf." Vereine müssten unterstützt und die Zusammenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft verstärkt werden. Hier sah Ursula Schricker ungenutzte Potenziale und Einsparmöglichkeiten. "Das Wichtigste ist der gute Zusammenhalt", appellierte sie. "Nur miteinander bewegen und verändern wir etwas."

Ursula Schricker war eine der möglichen Bürgermeisterkandidaten der SPD. Sie habe, obwohl es nicht leichtgefallen sei, auf eine Nominierung verzichtet.

Holger Grießhammer, SPD-Landratskandidat, gab einen kurzen Überblick über sein Wahlprogramm. Er wolle sein Augenmerk unter anderem auf Ehrenamt und Gesundheitspolitik legen. Die Wirtschaft brauche Freiräume mit "Maß und Ziel", um der Landwirtschaft nicht Flächen wegzunehmen. Auch er hob die Eigenheiten der Kommunalpolitik hervor: "Es geht um die Menschen und die Sache. Kommunalpolitik sollte keine Parteipolitik sein."

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Gerd Pöhlmann

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Veröffentlicht am:
29. 11. 2019
17:24 Uhr

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Autor
Gerd Pöhlmann

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Veröffentlicht am:
29. 11. 2019
17:24 Uhr



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