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Schirndinger Verein hat zweimal Schwein

Wildsauen pflügen den Fußballplatz um. Um den Schaden zu beheben, sind das Ehrenamt und einige Unterstützung gefordert.



Nach der erfolgreichen Sanierung informierten die Vorstands- und Vereinsmitglieder des FC Schirnding Dieter Hörwarth (Mitte), Sportbeiratsvorsitzender des Landkreises, über die Arbeiten an Spielfeld und Besucherflächen sowie den neuen Wildschutzzaun, der künftig die wühlfreudigen Schwarzkittel von weiteren Besuchen abhalten soll.	Foto: Daniela Hirsche
Nach der erfolgreichen Sanierung informierten die Vorstands- und Vereinsmitglieder des FC Schirnding Dieter Hörwarth (Mitte), Sportbeiratsvorsitzender des Landkreises, über die Arbeiten an Spielfeld und Besucherflächen sowie den neuen Wildschutzzaun, der künftig die wühlfreudigen Schwarzkittel von weiteren Besuchen abhalten soll. Foto: Daniela Hirsche  

Schirnding - In zweifacher Hinsicht "Schwein gehabt..." hatte der 1. FC Schirnding mit seinem Fußballplatz. Im November und Dezember des vergangenen Jahres hatte eine wühlfreudige Wildschweinrotte das Spielfeld zweimal hintereinander umgepflügt. Hatten sich die Wühlschäden beim ersten Besuch der Schwarzkittel noch einigermaßen in Grenzen gehalten, so traf es den FC Schirnding beim zweiten Mal umso heftiger.

Platzwart Andreas Martin hatte auf Knien und Händen robbend die Schäden vom ersten Besuch noch nicht komplett behoben, da glich der Platz nach der zweiten Wühlaktion der Rotte eher einer Mondlandschaft statt einem Spielfeld. Den Mitgliedern des Fußballvereins war klar, dass hier etwas geschehen musste, um das Spielfeld vor weiterem unliebsamen Besuch aus dem angrenzenden Wald zu schützen. Da ein kleiner Verein wie der FC Schirnding eine solche Investition nicht alleine stemmen kann, wurde die Winterpause genutzt, um Zuschüsse und Spenden zu gewinnen, damit im Frühjahr mit der Sanierung des Vereinsgeländes gestartet werden konnte.

Außerdem hatte der Verein dann auch noch mit anderen finanziellen Einbußen zu kämpfen, denn die Rückrundenspiele der Schirndinger Kicker mussten auf benachbarten Plätzen ausgetragen werden, wodurch der Verein auf Einnahmen im vereinseigenen Sportheim verzichten musste.

Um den Platz aber frühestens im Herbst wieder für Heimspiele zur Verfügung zu haben, legten die Mitglieder des FC Schirnding gleich im Frühjahr mit den Sanierungsarbeiten los. Nachdem sich ein Fachmann das Spielfeld angesehen hatte, war klar, dass es komplett neu aufgebaut werden musste. Allerdings war eine maschinelle Bearbeitung nicht möglich, sodass die Mitglieder ein enormes ehrenamtliches Arbeitspensum leisten mussten. Auch außerhalb des Spielfeldes, das nach der Bearbeitung eine Vegetationsphase von einem Vierteljahr benötigte, wurden die von Wildschweinbesuch in Mitleidenschaft gezogenen Besucherflächen wieder hergerichtet. Weil nah am Sportgelände erneut Wildschäden festgestellt wurden, ist der Verein dann der Empfehlung des Forstbetriebes Selb nachgekommen. So wurde das Sportgelände rundherum auf einer Länge von 510 Metern mit einem engmaschigen Wildgatterzaun umringt.

Diese Entscheidung wurde dem FC Schirnding wesentlich erleichtert, nachdem sich Jürgen Faltenbacher, der Schatzmeister des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), dafür eingesetzt hatte, dass sich die Sozialstiftung des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) an den Kosten des Projektes beteiligt. Und nicht nur die BFV-Sozialstiftung hat dem FC Schirnding finanziell unter die Arme griffen, um den hohen vierstelligen Betrag für die Platzsanierung und den Wildschutzzaun zu schultern, auch über die Sportförderung des Landkreises Wunsiedel und die Sparkassenstiftung sowie aus dem Etat der Sparkassendispositionsmittel von Landrat Dr. Karl Döhler erhielt der Schirndinger Fußballclub Zuschüsse. Der Markt Schirnding konnte wegen seiner haushaltsrechtlichen Situation zwar keinen Zuschuss gewähren, hat den Verein bei der Sanierung aber mit dem Einsatz seines Bauhofteams unterstützt.

Damit ist der 1. FC Schirnding noch einmal mit einem "blauen Auge" aus der ganzen Sache herausgekommen und hatte somit ein zweites Mal "Schwein gehabt" und das im positiven Sinn.

Autor

Daniela Hirsche
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Veröffentlicht am:
09. 09. 2019
17:44 Uhr

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Autor

Daniela Hirsche

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Veröffentlicht am:
09. 09. 2019
17:44 Uhr



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