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Arzberg

Weiteres Standbein für die Versorgung

Die neue Wasserleitung vom Hochbehälter Raithenbach nach Oschwitz ist in Betrieb. Damit wird die Versorgung der Haushalte und der Industrie sicherer.



Das Wasser läuft, die neue Leitung ist in Betrieb. Darüber freuen sich (von links): der Leiter der Arzberger Stadtwerke, Dieter Seidel, Bürgermeister Stefan Göcking, ESM-Geschäftsführer Klaus Burkhardt und der Planer Richard Steppan. Foto: Christl Schemm
Das Wasser läuft, die neue Leitung ist in Betrieb. Darüber freuen sich (von links): der Leiter der Arzberger Stadtwerke, Dieter Seidel, Bürgermeister Stefan Göcking, ESM-Geschäftsführer Klaus Burkhardt und der Planer Richard Steppan. Foto: Christl Schemm  

Arzberg - Rund ein Drittel der sechs Millionen Euro, die die Stadt Arzberg in die Erneuerung und Modernisierung der Wasserversorgung investieren will, sind bereits verbaut. Die jüngste Teilmaßnahme, die jetzt abgeschlossen worden ist, ist der Bau einer rund 1500 Meter langen Leitung vom Hochbehälter Raithenbach zur Trinkwasser-Aufbereitungsanlage in Oschwitz.

Und zwar mit Methoden, die weitgehend das Aufgraben des Bodens überflüssig gemacht haben. Die Rede ist hier vom sogenannten "Berstlining" und vom HDD-Verfahren (Horizontalbohrspülverfahren). Der Hochbehälter Raithenbach gehört zur Wasserversorgung der Gemeinde Schirnding und wird deshalb von der Energieversorgung Selb-Marktredwitz (ESM) betrieben. Daher war auch deren Geschäftsführer Klaus Burkhardt zum Pressegespräch mit Bürgermeister Stefan Göcking, Planer Richard Steppan und Stadtwerks-Chef Dieter Seidel gekommen.

Beim Umbau zur "Wasserversorgung 4.0", wie die Planer die Erneuerung bezeichnen, geht es im Kern um den Neubau und die Ertüchtigung verschiedener Wasserversorgungsbauwerke und der Rohrleitungen sowie die Digitalisierung. Damit will die Stadt die Versorgungssicherheit gewährleisten und dem erhöhten Verbrauch gerecht werden.

Die neue, 140 Millimeter starke Kunststoffleitung wurde in die bestehende Leitung aus Asbestzementrohren eingezogen. Diese alte Leitung war bereits früher als Verbindung zur Wasserversorgung Schirnding genutzt, aber vor Jahren stillgelegt und in den Besitz der Stadt Arzberg übergeben worden. Aufgrund der Bauweise mit den nichtoffenen Verfahren waren die Bauzeit Steppan zufolge sehr kurz und der Schaden an den Äckern sehr gering. Die Anlieger seien sehr kooperativ gewesen.

Der Neubau war laut Richard Steppan nötig, um für Ersatzwasser zu sorgen. Nämlich für die Zeit, in der Tiefbrunnen II in Fischern untersucht und saniert wird. Damit sei nun bereits begonnen worden. Der Brunnen sei derzeit außer Betrieb. Pumpen und Steigleitungen seien ausgebaut. Zurzeit untersuchten ein Geologe und ein Hydrologe den Tiefbrunnen. Den Untersuchungsergebnissen entsprechend werde dann das Sanierungsverfahren ausgewählt und ausgeschrieben.

Wie Planer Steppan bei dem Gespräch mit der Frankenpost weiter erläuterte, haben die Energieversorgung Selb-Marktredwitz und die Stadt Arzberg einen Liefervertrag für Trinkwasser geschlossen. Bei Bedarf sei eine Lieferung von mehr als 350 Kubikmeter Wasser pro Tag möglich. Die Liefermenge könne sogar auf bis zu 500 Kubikmeter täglich erhöht werden, falls ein Notfall eintreten sollte. Der Vertrag sehe auch eine mögliche Lieferung von Trinkwasser an die Wasserversorgung Schirnding vor.

Nach Meinung von Bürgermeister Stefan Göcking setzt die Stadt mit dem Verbund von ESM und den Arzberger Stadtwerken ein Signal dafür, wie die Wasserversorgung der Zukunft gestaltet werden müsse. "Wir können das nicht mehr alleine schultern", sagte Göcking. Im Bereich des Trinkwassers müssten ein Umdenken einsetzen und neue Wege beschritten werden. "Die Erzeuger müssen zusammenarbeiten. Das schafft Sicherheit für die Bürger und für die Industrie." Nötig ist nach Einschätzung Göckings angesichts der sinkenden Grundwasserspiegel auch ein Umdenken im privaten Bereich. Der Rasen müsse nicht immer grün sein. "Es gibt noch keine Einschränkungen beim Verbrauch, aber das Wasser sollte sinnvoll genutzt werden."

Auch ESM-Geschäftsführer Klaus Burkhardt plädiert für mehr Kooperation bei der Trinkwasserversorgung. Der Zusammenarbeit gehöre die Zukunft. Der Neubau der Leitung von Raithenbach nach Arzberg sei eine klassische "Win-Win-Situation". Mit Blick auf die im zweiten Jahr anhaltende Trockenheit meinte der Fachmann, die Grundwasserspiegel bauten sich nicht im Sommer auf, sondern im Winter. Es sei festzustellen, dass die Grundwasserspiegel sinken. "Das müssen wir im Auge behalten", sagte der Fachmann.

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Christl Schemm
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Veröffentlicht am:
10. 07. 2019
17:42 Uhr

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Christl Schemm

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10. 07. 2019
17:42 Uhr



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