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Bayern im Krisenmodus: Was gilt nach den Osterferien?

Das Ende der Osterferien naht und damit treten auch neue Regelungen der Beschränkungen aufgrund der Corona-Krise in Kraft. Bayern lockert die Verbote leicht. Was ändert sich jetzt? Ein Überblick.



Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.   Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

AUSGANGSBESCHRÄNKUNGEN: Die bisher geltenden Ausgangsbeschränkungen werden bis einschließlich 3. Mai verlängert. Mit einer Änderung: Ab kommenden Montag ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. Das sei besonders für Alleinstehende eine gute Möglichkeit, neben der Familie eine Kontaktperson zu haben, um sich zu bewegen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU).


SCHULE: Der Schulbetrieb soll in Stufen wieder aufgenommen werden. Das heißt, dass ab dem 27. April zunächst die Abschlussklassen wieder zurück an die Schulen dürfen - in kleineren Klassen und mit Mindestabstand. Frühestens am 11. Mai sollen dann diejenigen Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen. Für alle anderen Jahrgangsstufen einschließlich der Grundschulklassen bleiben die Schulen zunächst geschlossen.


EINZELHANDEL: Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern dürfen ab dem 27. April wieder öffnen - wenn sie ein Hygienekonzept vorlegen können. Das betrifft laut Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gut 80 Prozent der Geschäfte in Bayern. Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen sind von der Quadratmeter-Grenze ausgenommen. Hinzu kommt: Bau- und Gartenmärkte dürfen schon von diesem Montag (20. April) an wieder öffnen. Definitiv geschlossen bleiben allerdings etwa große Möbelhäuser, Kaufhäuser und Shopping-Mals. Söder rechtfertigte dies mit dem ansonsten drohenden Kundenverkehr und Menschen-Ballungen in den Innenstädten.


MASKEN: Es wird dringend empfohlen in der Öffentlichkeit einfache Schutzmasken über Mund und Nase tragen. Gerade dort, wo die 1,5 Meter Mindestabstand nicht immer eingehalten werden können, etwa im öffentlichen Personennahverkehr oder in Geschäften, sollen die Masken getragen werden. Bei den oft selbstgenähten sogenannten Community-Masken gehe es nicht um medizinische Masken, betonte Söder. Sie schützten einen selbst nicht vor einer Ansteckung - aber davor, andere womöglich zu infizieren.


DIENSTLEISTUNGEN: Ab dem 4. Mai gibt es in Bayern keinen Grund mehr für einen schlechten Haarschnitt: Insbesondere Friseure sollen ihre Salons dann wieder unter Auflagen öffnen dürfen. Auch hier gilt: Alles nur mit einem klaren Schutzkonzept - etwa durch das Tragen von Masken, ausreichend Desinfektionsmöglichkeiten und klaren Abstandsregelungen. Das Friseurhandwerk hat dazu nach Angaben Söders schon eine Reihe von «guten Vorschlägen» gemacht.


GOTTESDIENSTE: Mindestens bis Ende April werden keine Gottesdienste in Kirchen stattfinden. Danach könnte es aber eine Ausnahme für religiöse Versammlungen geben. Söder sagte: «Die einzige Veranstaltung, die wir ab Mai für möglich halten, sind Gottesdienste.» Es sei wichtig, grundrechtlich geschützte Rechte der Religionsausübung wieder zu ermöglichen, sagte Söder. Final sei dies aber noch nicht entschieden.


GASTSTÄTTEN: Schlecht sieht es weiterhin für Gaststätten und Biergärten aus: Im Gastrobereich gebe es keinen Schutz, es sei schwer, wirklich sinnvoll Abstand zu halten, meinte Söder. «Deswegen wird es auf absehbare Zeit dort keine Veränderungen geben können.» Es gebe die leise Hoffnung, dass sich die Lage bis Pfingsten entspannen kann. «Dies ist aber nur eine Hoffnung und noch keine feststehende Aussicht.»


URLAUB/TOURISMUS: Auch für den Sommerurlaub im Ausland sieht Söder schwarz. Dass Urlaub in anderen Ländern im Sommer so leicht möglich sei, schätze er aus gegenwärtiger Sicht eher als unwahrscheinlich ein. Das könnte jedoch bedeuten, dass die Gastronomie und Hotellerie - sofern die Beschränkungen im Inland bis dahin weiter gelockert werden könnten - im Sommer davon profitieren könnten.

Lesen Sie dazu: Bayern lockert Ausgangsbeschränkung minimal - langsamer Schulstart >>>

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Veröffentlicht am:
16. 04. 2020
17:16 Uhr

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16. 04. 2020
17:16 Uhr



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